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Bei den Streifen verzählt

Von wegen „Made in USA“ – Trump Mobile verpatzt US-Flagge

Trump Phone
Trump Mobile startet die Auslieferung seines Smartphones Foto: picture alliance / Sipa USA
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Przemyslaw Szymanski

25. Mai 2026, 15:41 Uhr | Lesezeit: 3 Minuten

Trump Mobile liefert sein lange angekündigtes T1 Phone jetzt offenbar tatsächlich aus. Nach mehreren Verzögerungen und mehrfachen Designänderungen erreicht das Smartphone erste Medienvertreter in den USA. Doch ausgerechnet ein besonders auffälliges Detail auf der Rückseite sorgt nun für Diskussionen. Dort ist eine US-Flagge zu sehen, die offenbar nicht vollständig ist.

Fehler bei der US-Flagge auf dem T1 Phone

Auf aktuellen Produktbildern und bereits ausgelieferten Geräten zeigt die US-Flagge auf der Rückseite des Smartphones nur 11 Streifen statt der üblichen 13. Damit fehlen zwei Streifen, die eigentlich fester Bestandteil der Flagge der Vereinigten Staaten sind.

Die Streifen stehen für die 13 britischen Kolonien, die sich im 18. Jahrhundert von Großbritannien lösten und später die Vereinigten Staaten gründeten. Beim T1 Phone endet die Darstellung der Flagge früher, weil am unteren Rand groß der Schriftzug „Trump Mobile“ platziert wurde. Genau dort waren auf früheren Entwürfen offenbar noch weitere Streifen zu sehen.

Die „Besonderheit“ war bereits vor dem Launch im Werbematerial sichtbar, das in der Regel 11 und manchmal auch nur 9 Streifen zeigt. Damals übersahen viele die Auffälligkeit noch, weil das Smartphone zunächst nur in digitalen Renderings zu sehen war und sich das Design mehrfach änderte. Mit den inzwischen an US-Medien wie NBC News ausgelieferten Geräten ist nun klar, dass die Flagge auch auf dem fertigen Smartphone nur 11 Streifen zeigt.

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Trump Mobile änderte Aussagen zur Produktion

Probleme gab es rund um das T1 Phone schon vor dem Marktstart. Trump Mobile musste seine Angaben zur Herkunft des Smartphones nachträglich anpassen. Ursprünglich wurde das Gerät als „Made in USA“ angekündigt.

Inzwischen verwendet das Unternehmen nur noch Formulierungen wie „Designed with American values in mind“ und „Proudly Assembled in the USA“. Das bedeutet, dass das Smartphone nach Angaben des Unternehmens zum Teil in den USA montiert wird. Hintergrund sind strenge Vorgaben für die Bezeichnung „Made in USA“. Unternehmen dürfen diese Bezeichnung in den Vereinigten Staaten nur verwenden, wenn nahezu alle Teile und Produktionsschritte aus dem Inland kommen.

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Marktstart verzögerte sich mehrfach

Auch die Veröffentlichung des Smartphones dauerte deutlich länger als zunächst geplant. Käufer konnten das T1 Phone bereits früh vorbestellen. Dafür waren 100 US-Dollar Anzahlung nötig. Der Gesamtpreis des Smartphones liegt bei 499 US-Dollar.

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Ursprünglich sollte das Gerät bereits im August 2025 ausgeliefert werden. Dieser Termin wurde jedoch nicht eingehalten. Danach verschob sich der Marktstart mehrfach weiter nach hinten. Lange blieb offen, wann Vorbesteller ihr Gerät tatsächlich erhalten würden. Erst rund neun Monate nach dem ursprünglich geplanten Termin bestätigte Trump-Mobile-Chef Pat O’Brien den Beginn der Auslieferung.

Diese Technik steckt im Trump-Smartphone

Bei der Ausstattung scheint Trump Mobile zuletzt keine größeren Änderungen mehr vorgenommen zu haben. Das T1 Phone besitzt laut Hersteller ein 6,78 Zoll großes AMOLED-Display sowie 512 Gigabyte Speicher.

Verbaut ist außerdem ein 5000-mAh-Akku mit 30-Watt-Schnellladen. Für Fotos gibt es eine Dreifachkamera mit einer 50-Megapixel-Hauptkamera, einer 8-Megapixel-Ultraweitwinkelkamera und einer 50-Megapixel-Telekamera. Auf der Vorderseite sitzt zusätzlich eine 50-Megapixel-Frontkamera.

Nutzer entsperren das Smartphone per Fingerabdrucksensor oder KI-gestützter Gesichtserkennung. Welcher Prozessor genau eingesetzt wird, nennt Trump Mobile bislang nicht. Das Unternehmen spricht lediglich von der Snapdragon-7-Mobilplattform. Die Smartphone-Experten von iFixit gehen davon aus, dass es sich beim T1 um eine umgelabelte Version des HTC U24 Pro handelt.

Bereits vorinstalliert ist außerdem die App des Kurznachrichtendienstes Truth Social, der ebenfalls zu Donald Trumps Unternehmen gehört.

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