2027 will Motorola ein Sicherheits-Smartphone auf den Markt bringen Foto: Getty Images
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Sandra Bültermann
30. August 2026, 8:32 Uhr |
Lesezeit: 3 Minuten
Motorola arbeitet an einem neuen Premium-Smartphone, das Sicherheit und Datenschutz in den Mittelpunkt stellt. Das geplante Gerät soll ab 2027 mit dem besonders geschützten Android-System GrapheneOS erscheinen und deutlich teurer werden als aktuelle Pixel-Modelle.
GrapheneOS kommt erstmals auf Motorola-Smartphones
Wer großen Wert auf Datenschutz und Sicherheit legt, könnte in den kommenden Jahren ein neues Smartphone auf dem Wunschzettel haben. Motorola hat bereits Anfang des Jahres seine Zusammenarbeit mit den Entwicklern von GrapheneOS bestätigt. Das Betriebssystem gilt als eine der sichersten Android-Varianten und wird bislang ausschließlich für ausgewählte Pixel-Smartphones angeboten – allerdings nicht von Google selbst verkauft. Motorola ist somit der erste Hersteller, der selbst ein Gerät mit GrapheneOS anbietet, inklusive des dazugehörigen Softwaresupports.
Die Partnerschaft soll nun den Weg für neue Geräte ebnen. Nach den bisherigen Plänen werden die ersten Motorola-Smartphones mit GrapheneOS im Jahr 2027 erscheinen. Ziel ist es, Nutzern eine besonders geschützte Umgebung gegen Angriffe, Datensammlung und ungewollte Zugriffe auf persönliche Informationen zu bieten.
Hinweise der GrapheneOS-Entwickler deuten darauf hin, dass Motorola die neue Software zunächst auf besonders leistungsstarker Hardware einsetzen wird. In einem Beitrag im sozialen Netzwerk Mastodon ist von mehreren Geräten mit High-End-Ausstattung die Rede. Gleichzeitig wird dort darauf hingewiesen, dass die Smartphones preislich über den aktuellen Google-Pixel-Modellen liegen dürften.
Verantwortlich dafür ist vor allem die geplante Hardware. Die Entwickler setzen auf aktuelle Snapdragon-Prozessoren von Qualcomm, die nach ihrer Einschätzung die besten Sicherheitsfunktionen im Smartphone-Markt bieten. Dadurch soll die Sicherheitsplattform optimal genutzt werden können, was allerdings auch die Produktionskosten erhöht.
Günstigere Modelle müssen sich gedulden
Nutzer, die auf ein günstigeres Motorola-Gerät mit GrapheneOS hoffen, werden wohl mehr Geduld brauchen. Nach Angaben der Entwickler erfüllen preiswertere Chipsätze derzeit nicht die Anforderungen an Sicherheitsfunktionen und langfristige Software-Unterstützung, die für GrapheneOS wichtig sind.
Hinzu kommt ein weiterer Faktor: Für längere Update-Zeiträume bei Geräten unterhalb der Flaggschiff-Klasse entstehen zusätzliche Kosten. Deshalb konzentrieren sich Motorola und GrapheneOS zunächst auf die Oberklasse. Wer maximalen Schutz möchte, wird also voraussichtlich tief in die Tasche greifen müssen, erhält dafür aber ein Smartphone, das Sicherheit und Datenschutz stärker in den Fokus rückt als viele aktuelle Android-Geräte.
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