16. April 2026, 14:18 Uhr | Lesezeit: 3 Minuten
Bereits vor einem Jahr prognostizierte der bekannte Branchenanalyst Ming-Chi Kuo, dass das iPhone 18 Pro mit einer grundlegend neu entwickelten Kamera kommt. Mehrere Berichte aus Apples Lieferkette haben dieses Gerücht mittlerweile bestätigt. Demnach arbeitet Apple an einer variablen Blende, die je nach Bedarf mehr oder weniger Licht auf den Sensor lassen kann – was die Kamera-Fähigkeiten für Fotos und Videos erheblich erweitert.
Produktion für neue iPhone-18-Kamera gestartet
Im Oktober 2025 hatte Apple bereits die Installationspläne für die Kamera mit variabler Blende im iPhone 18 Pro (Max) finalisiert, wie das koreanische Fachmedium „ETNews“ aus Industriequellen berichtete. Es folgten Gespräche mit Zulieferern, um die Produktion der benötigten Komponenten und Kameramodule zu starten.
Dem Bericht zufolge sollen mehrere Apple-Partner an der Entwicklung des neuen Kamerasystems beteiligt sein. LG Innotek und Foxconn sind demnach für die Produktion der Kamera mit der variablen Blende selbst verantwortlich. Aktor und Teile der Blende kommen von Sunny Optical und Luxshare ICT.
Sunny Optical soll laut „ETNews“ bereits mit der Produktion der Aktoren begonnen haben. Der Zusammenbau des Kameramoduls soll im Frühsommer folgen. LG Innotek könnte im Juni oder Juli die Fertigung in der Gumi-Anlage in Südkorea aufnehmen. Der Zulieferer dürfte aufgrund der hohen Komplexität des neuen Kameramoduls einen Großteil der Produktion übernehmen. Weitere Hersteller wie Cowell sollen aber ebenfalls beteiligt sein.
Mehr Kontrolle über Tiefenschärfe
Ganz neu ist das Feature nicht. Bereits das Samsung Galaxy S9 von 2018 hatte eine variable Blende, die zwischen f/1.5 und f/2.4 umschalten konnte. Damals gab es aber kaum einen Grund, das auch zu tun. Denn je größer die Blende, desto mehr Licht fällt auf den Sensor. In der Regel haben Smartphone-Kameras deshalb bereits weite Blendenöffnungen, um möglichst viel Licht auf die kleinen Sensoren fallen zu lassen. Highend-Geräte mit modernen Sensoren können dadurch bereits eine DSLR-ähnliche Tiefenunschärfe erzeugen, bei der eine Person oder ein Objekt im Vordergrund scharfgestellt und der Hintergrund verschwommen – oder umgekehrt – ist.
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Für Porträtaufnahmen ist Tiefenunschärfe sehr beliebt, für Fotos von Landschaften oder Gebäuden ist sie jedoch unpraktisch, da hier das gesamte Bild im Fokus sein sollte. Die Verengung der Blende würde genau diesen Effekt erzielen. Auch bei der Videoaufnahme kann es manchmal helfen, weniger Licht auf den Sensor zu lassen. Bei niedrigeren Bildraten im Filmformat (24 Bilder pro Sekunde) kompensiert die Smartphone-Kamera bei hellem Licht oft mit einer höheren Verschlussgeschwindigkeit. Dadurch kann das Video ruckelig wirken. Gegensteuern kann man etwa mit ND-Filtern – oder eben durch Verengung der Blende.