3. Dezember 2025, 17:43 Uhr | Lesezeit: 2 Minuten
Google erweitert Google Messages um eine neue Funktion, die vor allem Firmen betrifft. Auf dienstlich verwalteten Pixel-Smartphones können Arbeitgeber künftig RCS-Chats vollständig archivieren und damit jede gesendete oder empfangene Nachricht einsehen.
Der Hintergrund: Viele Unternehmen müssen geschäftliche Kommunikation aus rechtlichen Gründen speichern. Bisher lief das über Mobilfunkanbieter, doch durch die Ende-zu-Ende-Verschlüsselung von RCS ist das nicht mehr möglich. Google führt deshalb eine Archivierung direkt auf dem Gerät ein, um diese Vorgaben weiterhin erfüllen zu können.
Wie die Archivierung funktioniert
Google beschreibt die neue Funktion in einem Blogeintrag. Administratoren können auf verwalteten Pixel-Smartphones eine spezielle Archivierungs-App aktivieren. Diese registriert jede RCS-Aktion: eingehende und ausgehende Nachrichten, Bearbeitungen, Löschvorgänge und andere Ereignisse. Die Daten werden direkt auf dem Gerät ausgelesen und der IT-Abteilung bereitgestellt.
Laut Google verlassen die archivierten Inhalte das Dienst-Smartphone nicht und werden nicht auf Server übertragen. Die Nachrichten bleiben verschlüsselt, erfüllen aber gleichzeitig die gesetzlich geforderte Dokumentationspflicht vieler Branchen.
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Keine Auswirkungen auf private Pixel-Geräte
Private Pixel-Nutzer müssen sich keine Sorgen machen, denn die Funktion aktiviert sich nicht automatisch. Nur ein IT-Administrator kann sie auf Firmen-Smartphones einschalten. Sobald die Archivierung aktiv ist, weist Google Messages beim Öffnen klar darauf hin.
Auf Dienstgeräten erhält der Arbeitgeber damit Zugriff auf die RCS-Chats. Wer persönliche oder vertrauliche Nachrichten verschicken möchte, sollte dafür weiterhin ein privates Smartphone verwenden.