War der „größte Apple-Leak der Geschichte“ nur ein Fake?
Ein neues Video soll das iPhone 18 Pro während eines Falltests zeigen und liefert einen ungewöhnlichen Blick auf das Gerät Foto: picture alliance / CFOTO
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Przemyslaw Szymanski
2. Juli 2026, 14:45 Uhr |
Lesezeit: 3 Minuten
Aktuell kursiert Bildmaterial, das angeblich das kommende iPhone 18 Pro zeigen soll. Zwar verdichten sich in der Regel die Gerüchte zu neuen Modellen vor dem offiziellen iPhone-Launch im Herbst immer weiter. Dass jedoch ein komplettes Video von einem der Apple-Zulieferer an die Öffentlichkeit gelangt, ist äußerst ungewöhnlich. So ungewöhnlich, dass Zweifel an der Authentizität des Materials lauter werden.
Falltest statt Renderbild
Das mittlerweile gelöschte Video wurde vom bekannten Leaker Ice Universe auf X (ehemals Twitter) veröffentlicht. Die Videos können allerdings auf „Notebookcheck“ noch eingesehen werden. Nach dessen Einschätzung handelt es sich um den bislang größten Apple-Leak. Anders als viele frühere Leaks zeigt der Clip weder einzelne Bauteile noch eine Schutzhülle oder ein Renderbild. Stattdessen ist ein komplettes Gerät während eines Falltests zu sehen, das Ice Universe als iPhone 18 Pro identifiziert.
Ice Universe behauptete zudem auf Weibo, Apple habe die geleakten Daten auf Twitter beziehungsweise X bereits gesperrt. Auf wen die Löschung zurückgeht, ist jedoch unklar. Apple hat sich dazu bislang nicht öffentlich geäußert.
Ist das Video echt?
Laut „The Verge“ stimmt das Video mit dem Bildmaterial überein, das aus einem Datenleck bei Apples indischem Zulieferer Tata stammt, über das die Nachrichtenagentur Reuters Ende Juni berichtet hatte. Laut Reuters veröffentlichten Ransomware-Angreifer mehr als 200.000 Dateien, die angeblich von Tata Electronics stammen. Darunter sollen sich vertrauliche Apple-Dokumente, Zuliefererinformationen, Bauteilpläne und Fotos von Geräten bei Falltests befunden haben.
Bestätigt ist die Echtheit des Materials bislang nicht. Reuters konnte das genaue Modell der gezeigten Geräte nicht unabhängig verifizieren, auch andere Veröffentlichungen wiesen auf offene Fragen hin. Für weitere Verwirrung sorgte, dass der Leak auf X ursprünglich von einem Account mit dem Benutzernamen @EvLeaks veröffentlicht und damit in Verbindung mit dem bekannten Leaker Evan Blass gebracht wurde. Blass selbst gab jedoch an, nichts damit zu tun zu haben. X sperrte den Account später.
Gerade die unbekannte Herkunft macht den Clip besonders interessant. Bisher bestanden Leaks zum iPhone häufig aus CAD-Zeichnungen, Attrappen, Zubehör oder Informationen aus der Lieferkette. Das Bildmaterial deutet darauf hin, dass sich das Modell bereits in der Prototypphase befindet. Apple hält Geräte in diesem Entwicklungsstadium normalerweise streng unter Verschluss.
Trotz des Videos bleiben viele Fragen offen. Ice Universe schreibt lediglich, dass die Haltbarkeit solide wirke. Gleichzeitig erscheine das Gerät überraschend dick und auch das Gewicht bereite nach Einschätzung des Leakers Sorgen. Konkrete Messwerte, Vergleichsdaten oder weitere technische Angaben nennt er jedoch nicht. Auch zur Ausstattung oder zum Entwicklungsstand des gezeigten Smartphones enthält der Beitrag keine zusätzlichen Informationen.
Silbernes Gehäuse fällt auf
Ein Detail ist im Video dennoch zu erkennen: das silberfarbene Gehäuse. Ob diese Farbe später auch beim Serienmodell angeboten wird oder lediglich bei einem Testgerät zu sehen ist, bleibt offen. Ebenso unklar ist, wie nah das gezeigte Smartphone bereits an der endgültigen Version liegt. Mehr Klarheit dürfte es voraussichtlich erst im September 2026 geben. Dann soll Apple das iPhone 18 Pro gemeinsam mit dem iPhone 18 sowie dem ersten faltbaren iPhone vorstellen.
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