Derzeit nimmt Google weitreichende Änderungen an der Funktionsweise von Android-Backups vor. Seit dem 7. Juli rechnet Google gesicherte Inhalte auf den Drive-Speicher an. Im Gegenzug erhalten Nutzer feinere Kontrolle darüber, was sie überhaupt hochladen möchten. Nun kommt eine weitere Option hinzu: das Sichern von Dokumenten.
Google testet Dokumente-Backup
Wie „9to5Google“ berichtet, testet Google derzeit die Einführung einer Backup-Option für lokal gespeicherte Dokumente. Der Konzern hatte diese Funktion bereits im Februar in den Versionshinweisen für Google-Play-Dienste Version 26.06 angekündigt: „Mit der neuen Funktion zur Sicherung lokaler Dateien können Sie Ihre heruntergeladenen Dokumente automatisch in Google Drive speichern. So werden die Dateien geschützt und sind von allen Ihren Geräten aus zugänglich.“
In den Einstellungen unter „Google-Dienste“ > „Sicherung“ im Abschnitt „Sicherungsdetails“ taucht jetzt die neue Option „Dokumente“ auf. Laut „9To5Google“ erstellt Google Drive nach dem Einschalten der Funktion automatisch einen Ordner mit dem Namen des jeweiligen Geräts, auf den auch die Backup-Einstellungen direkt verweisen.
Google gibt an, dass Dokumente wie alle anderen Backup-Daten verschlüsselt zwischen dem eigenen Gerät und dem Rechenzentrum übertragen werden. Nutzer können das Backup jederzeit manuell starten, ansonsten erfolgt die Sicherung nach dem üblichen Tagesrhythmus. Bereits gesicherte Inhalte bleiben erhalten – selbst wenn Nutzer Dokumente im Nachhinein von der Sicherung ausschließen.
Zu den unterstützten Dateiformaten zählen unter anderem .doc, .ppt, .xls und .pdf. Die Android-Sicherung durchsucht das Smartphone automatisch nach passenden Dokumenten, um sie hochzuladen. Allerdings handelt es sich um eine reine Backup-Funktion. Dateien werden nicht über mehrere Geräte hinweg synchronisiert – dafür müssen Nutzer weiterhin Google Drive selbst verwenden.
Erst kürzlich hat Google die Datensicherung komplett überarbeitet. Für jede installierte App lässt sich individuell festlegen, ob sie Teil des Backups sein soll. Auf Pixel-Smartphones haben vereinzelte Nutzer zudem jetzt die Möglichkeit, das Backup von Nachrichten, Anrufverlauf und Geräteeinstellungen jeweils unabhängig von App-Daten ein- oder auszuschalten.
Mitte der Woche hatte Google dann angekündigt, dass alle Backup-Daten künftig auf den Speicherplatz des Google-Kontos angerechnet werden. Im Schnitt soll ein Backup dadurch etwa 40 Megabyte mehr einnehmen. Wer aber oft RCS-Nachrichten (bei Google „SMS & MMS“) mit Bildern verschickt, muss mit deutlich größeren Backup-Dateien rechnen.
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