9. Januar 2026, 8:33 Uhr | Lesezeit: 4 Minuten
Der singapurische Hersteller für abgefahrenes Sexspielzeug Lovense hat auf der CES 2026 ein Produkt vorgestellt, das der klassischen Sexpuppe einen neuen Dreh gibt. Anstatt sich vollständig auf die, sagen wir, physischen Qualitäten zu konzentrieren, soll die Puppe mit dem Show-Namen Emily eine emotionale Ebene mit dem Gegenüber aufbauen können. Das Ganze ist natürlich angetrieben von Künstlicher Intelligenz, wie sich im Produktnamen AI Doll widerspiegelt. Doch was kann die Puppe eigentlich – außer gut aussehen?
Eine neue Art der Verbindung zwischen KI und Menschen
AI Doll – Emily – verbindet körperliche Interaktion mit sprachbasierter Kommunikation. Im Mittelpunkt steht dabei weniger das technische Innenleben als vielmehr die Software. Diese ist auf langfristige Nutzung und das Etablieren einer persönlichen Verbindung mit den „Nutzern“ ausgelegt.
Klar, die klassischen Elemente einer herkömmlichen Sexpuppe fehlen hier nicht. Der Lovense-Website zufolge hat sie ein vollständig bewegliches Innenskelett und sogar posierbare Finger. Die Umhüllung besteht aus Silikon und ist an den „magischen“ Stellen mit Berührungssensoren ausgestattet. „Deine Berührung entlockt mir ein Stöhnen“, steht dazu in der Produktbeschreibung. Selbst ihre Gesichtsbewegungen kann Emily kontrollieren und etwa lächeln, zuzwinkern und lippensynchron zu Musik singen.
Emily soll weder eine reine Sexpuppe noch ein „mittelmäßiger virtueller KI-Chatbot“ sein. Lovense möchte mit der KI-Gefährtin etwas bieten, das Chatbots bisher nicht liefern können: eine physische Beziehung. Sie kann Gespräche führen, frühere Interaktionen speichern und ihr Verhalten im Laufe der Zeit anpassen. Damit reagiert das System nicht nur situativ, sondern entwickelt sich weiter.
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Emily kann auch Selfies verschicken
Lovense bietet eine App zur Kommunikation mit der KI-Puppe. Die Verbindung erfolgt per Bluetooth – zu diesem Zwecke unterstützt die Hardware im Inneren daneben auch Wi-Fi und sogar einen G-Spo– pardon, Hotspot. Darüber ist eine Interaktion mit der KI auch ohne physische Nähe zur Puppe möglich. Heißt: heiße Sex-Chats auf Arbeit mit der wartenden Puppe zu Hause.
Apropos Warten: Emily hat eine Standby-Zeit von 8 Stunden und muss danach für 3 Stunden Anwendung wieder 3 Stunden geladen werden. Sie ist laut Hersteller mit dem Spielzeug-Ökosystem aus dem eigenen Portfolio „kompatibel“. Man kann sie nicht nur selbst mit den zahlreichen Geräten bearbeiten, nein. Sie kann sie auch selbst auf Befehl steuern und damit eine Art Proxy-Selbstbefriedigung starten – wahrlich, die Zukunft ist jetzt.
„Cnet“ zufolge sollen die Verantwortlichen bei Lovense zudem gesagt haben, dass Emily auch Selfies schicken kann, wenn man sie danach fragt. Natürlich kann sie weder den Arm selbst heben, noch hat sie ein eigenes Smartphone. Die entsprechenden Bildchen sind daher KI-generiert – die Funktion war auf der CES jedoch nicht präsentierfertig.
Der Beschreibung auf der Website zufolge reagiert Emily auf ihren Namen und antwortet „laut, mit einem Blick, einem Blinzeln, einem Lächeln“. Wer möchte, kann ihr verschiedene Persönlichkeiten geben. Ab Werk stehen Mitarbeiterin, Gym-Crush, Goth-Girl, Raver-Girl und Hausfrau zur Auswahl. Wer Fantasie hat, kann die KI aber auch nach eigenen Vorstellungen individualisieren.
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An wen ist die AI Doll gerichtet?
Lovense sieht das Produkt weniger als reines Sexgerät, sondern als Form digitaler Begleitung. Auf der Unternehmenswebsite heißt es, Emily solle dabei helfen, Selbstvertrauen aufzubauen und einen urteilsfreien Raum für intime Erfahrungen zu bieten.
Lovense gibt den Preis für Emily mit 4000 bis 8000 US-Dollar an, abhängig vom Grad der Individualisierung. Die Auslieferung ist für 2027 geplant. Eine Warteliste ist bereits geöffnet, die Reservierungsgebühr beträgt 200 US-Dollar.