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Schockanruf-Masche

Falsche Polizisten erbeuten Münzen im Wert von 20.000 Euro

Illustration eines Telefonbetrügers
Bei einem Schockanruf geben sich Betrüger häufig als Polizisten aus und verlangen Geld oder Wertgegenstände Foto: South China Morning Post via Getty Images
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Volontär

31. August 2026, 11:03 Uhr | Lesezeit: 2 Minuten

Mit einer frei erfundenen Unfallgeschichte setzen Kriminelle ein Seniorenpaar massiv unter Druck. Während der Ehemann nach Bamberg gelockt wird, übergibt seine Frau wertvolle Münzen.

Ein Ehepaar aus dem Landkreis Hildburghausen in Thüringen ist Opfer eines sogenannten Schockanrufs geworden. Die unbekannten Täter gaben sich am Telefon als Mitarbeiter der bayerischen Kriminalpolizei aus und behaupteten, die Tochter des Seniorenpaars habe einen tödlichen Verkehrsunfall verursacht.

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Um die Angehörige vor einer angeblichen Haft zu bewahren, sollten die Senioren Bargeld und Schmuck bereitstellen. Die Kriminellen bauten erheblichen Zeitdruck auf und nutzten die Sorge um die Tochter gezielt aus. Eine solche Kaution wird von der echten Polizei jedoch nicht telefonisch gefordert.

Ehepaar gezielt voneinander getrennt

Auf Anweisung der Betrüger machte sich der Ehemann auf den Weg nach Bamberg. Dort sollte er seine Tochter angeblich aus der Haft abholen. Währenddessen blieb seine Frau an der gemeinsamen Wohnanschrift zurück und übergab einem als Polizisten getarnten Täter Silber- und Goldmünzen im Wert von rund 20.000 Euro.

Das Vorgehen zeigt, wie die Täter ihre Opfer durch erfundene Notfälle zu schnellen Entscheidungen drängen. Gleichzeitig sorgten sie dafür, dass sich das Ehepaar während der Übergabe nicht miteinander abstimmen konnte. Die Polizei warnt eindringlich davor, Geld oder Wertgegenstände an vermeintliche Amtspersonen auszuhändigen.

So lässt sich ein Schockanruf erkennen

Bei entsprechenden Anrufen sollten Betroffene misstrauisch bleiben, sich nicht unter Druck setzen lassen und das Gespräch beenden. Die echte Polizei fordert weder eine Kaution, noch holt sie Bargeld, Schmuck oder andere Wertgegenstände an der Haustür ab. Angehörige sollten anschließend über eine bekannte Nummer direkt kontaktiert werden.

Im Zweifelsfall empfiehlt sich zudem ein Anruf bei der Polizei unter der Notrufnummer 110. Vorsicht ist auch bei stummen Anrufen geboten. Betrüger können versuchen, Stimmen aufzuzeichnen und daraus mithilfe künstlicher Intelligenz Stimmklone für spätere Erpressungsversuche zu erstellen.

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