Das abgeschottete Nordkorea macht immer wieder Schlagzeilen mit politischem Säbelrasseln und anderen besorgniserregenden Vorkommnissen. Aufgrund eines aktuellen Trends auf dem weltweiten Arbeitsmarkt sahen sich nun das Auswärtige Amt und andere Nationen zu einer gemeinsamen Warnung genötigt. Es geht um IT-Fachkräfte aus Nordkorea.
IT-ler aus Nordkorea sind Sicherheitsgefahr
Hierzu hat das Auswärtige Amt stellvertretend für Deutschland eine gemeinsame Mitteilung mit Ämtern und Behörden anderer Nationen unterzeichnet. Mit dabei sind außerdem die USA, Japan, Südkorea, Australien, Kanada, Frankreich, Italien, die Niederlande, Neuseeland und das Vereinigte Königreich.
Anlass ist eine zunehmende Anzahl von IT-Fachkräften aus Nordkorea, die nicht nur in ihrem eigenen Land tätig sind. Stattdessen versuchen sie, Homeoffice-Jobs im Ausland zu ergattern, um mit den Verdiensten die „rechtswidrigen Kernwaffen- und Raketenprogramme Nordkoreas“ mitzufinanzieren. Dafür schaffen sie sich sogar falsche Identitäten an.
Vornehmlich würden IT-ler aus Nordkorea bei Online-Plattformen privater Unternehmen auf Jobsuche gehen. Im Falle der Anstellung droht den jeweiligen Unternehmen Spionage von innen. Sensible Daten könnten abfließen und zudem waren die Täter in der Vergangenheit auch für Diebstähle von Kryptowährungen verantwortlich.
Zum Einsatz kommen dabei immer bessere Methoden zur Identitätsverschleierung zur Ausweitung internationaler Aktivitäten, auch unter Zuhilfenahme Künstlicher Intelligenz.
Auch Deutschland gefährdet
Die USA haben das Problem bereits seit Jahren auf dem Schirm, wo auch US-Bürger an der Masche unterstützend beteiligt waren. Und auch in Europa steigt die Zahl der verdeckten IT-ler aus Nordkorea an. Bereits 2024 warnte hierzulande außerdem das Bundesamt für Verfassungsschutz.
Alle Länder sind „dringend“ dazu aufgerufen, sich stärker mit dem „nordkoreanischen IT-Fachkräfte-System“ auseinanderzusetzen und entsprechende Sicherheitsvorkehrungen zu treffen. Vor allem sollen Betreiber von Job-Portalen strengere Identitätsprüfungen vornehmen, auf persönliche Bewerbungsgespräche beharren und verdächtige Konten erkennen.
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