1. April 2026, 9:15 Uhr | Lesezeit: 2 Minuten
Navigations-Apps sind für viele von uns längst ein fester Bestandteil des Alltags. Ob im Auto, auf dem Rad, in Bus und Bahn oder zu Fuß – Dienste wie Google Maps, Waze oder Apple Karten helfen dabei, schnell ans Ziel zu kommen.
Bisher mussten die Anbieter ihre Verkehrsinformationen selbst zusammenstellen. Sie greifen dafür auf öffentliche Daten, aber auch auf Angaben von Nutzern zurück. Das führt manchmal dazu, dass Informationen über Staus, Baustellen oder Abfahrtszeiten nicht immer zuverlässig sind. Die Bundesregierung will diesen Zustand nun verbessern und für mehr Ordnung sorgen.
Neuer Rechtsrahmen für Verkehrsdaten
Der Bundestag hat ein Gesetz beschlossen, das den Umgang mit Verkehrsdaten und deren Schnittstellen regelt. Über einen sogenannten „Nationalen Zugangspunkt“ sollen Verkehrsbehörden, Mobilitätsanbieter und Infrastrukturbetreiber ihre Daten künftig zentral bereitstellen und austauschen.
Dazu gehören Fahrpläne, aktuelle Verkehrsinformationen, Baustellen, Sperrungen, Geschwindigkeitsbegrenzungen und Warnmeldungen. Navigationsdienste können diese Informationen dann nutzen, um ihre Nutzer besser zu informieren. Ziel ist ein einheitlicher, zuverlässiger Datenfluss, der die Qualität der Verkehrsinformationen deutlich steigern soll.
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Pflicht zur Datenerfassung für mehr Komfort
Das neue Gesetz verpflichtet Verkehrsunternehmen auch dazu, Daten zur Auslastung ihrer Fahrzeuge zu erfassen. Besonders wichtig ist die Anzeige von freien Plätzen für Menschen mit Behinderung. So können Menschen mit Rollstuhl oder Rollator ihre Reisen besser planen. Bedenken des Bundesrats zur Erfassung dieser Daten wies der Bundestag zurück. Technische Lösungen seien bereits vorhanden. Wann der „Nationale Zugangspunkt“ vollständig verfügbar ist und wie stark Google, Apple und andere Anbieter die Daten nutzen werden, ist derzeit noch unklar.