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Vor- und Nachteile

Wann lohnt sich ein Curved Monitor?

Curved Monitor von Samsung
Curved Monitore bieten einige Vorteile gegenüber herkömmlichen Flachbildschirmen, sind aber auch teurer.Foto: Getty Images

Curved Monitore sehen nicht nur cool aus, sie können auch beim Gaming oder der Büroarbeit einen echten Mehrwert bieten. Worauf Sie bei einem gebogenen Monitor achten müssen und ab wann er sich lohnt, erklärt TECHBOOK.

Gebogene Bildschirme werden zunehmend beliebter, vor allem in der Gaming-Szene. Aufgrund der Wölbung wirkt das Bild für unser menschliches Auge natürlicher. TECHBOOK erklärt, worauf Sie genau achten sollten, wenn Sie sich einen Curved Monitor anschaffen möchten.

Was ist ein Curved Monitor?

Der Begriff „curved“ kommt aus dem Englischen und meint im Deutschen „gekrümmt“ beziehungsweise „gewölbt“. Der Name ist in diesem Fall Programm, denn im Gegensatz zu einem herkömmlichen flachen Bildschirm ist ein Curved Monitor nach innen gebogen. Das sieht zum einen ansprechend aus, zum anderen bietet es auch funktionale Vorteile.

Die Krümmung des Bildschirms ist nämlich an die des menschlichen Auges angepasst. Das führt bei der Nutzung dazu, dass sich das Seherlebnis verbessert und die Bilder, besonders bei einem großen Display, weniger verzerrt sind. Durch die Wölbung ist der Abstand des Auges zum Bildschirm auch in den Ecken annähernd immer gleich, weswegen die Augen weniger nachfokussieren müssen.

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Die Vor- und Nachteile eines gebogenen Monitors

Aufgrund der verbesserten Tiefenwirkung und entspannteren Augenhaltung ist ein Curved Monitor besonders für Gaming-Fans interessant. Die vergrößerte Bildwirkung kann sich in jedem Fall positiv auf das Spielempfinden auswirken. Die meisten Curved Monitore auf dem Markt sind noch recht jung und verfügen über eine kurze Reaktionszeit sowie hohe Bildwiederholungsfrequenzen. Außerdem ist durch die gewölbte Form weniger von der Umgebung zu sehen, was einen Immersionseffekt zur Folge hat und sich ebenfalls positiv auf das Spielerlebnis auswirkt.

Die genannten positiven Aspekte sind auch für Büroarbeit von Vorteil. Vor allem aber ist hier die Augengesundheit zu nennen. Wer im Job viel Zeit vor dem Bildschirm verbringt, schont seine Augen durch die gebogene Form.

Allerdings ist ein Curved Monitor oft deutlich teurer als ein Flachbildschirm. Hochwertige und entsprechend große Produkte fangen oft erst bei 700 Euro an. Sitzt außerdem mehr als eine Person vor dem Bildschirm oder wollen Sie ihn als Zweitmonitor neben einem anderen nutzen, fallen viele der genannten Vorteile weg. Zocken Sie also etwa öfter mit einer anderen Person, ist ein gebogener Monitor nicht unbedingt die erste Wahl.

Aufgrund des Preises empfiehlt es sich, erst ab einer bestimmten Bildschirmgröße nach einem Curved-Modell zu schauen. Mindestens 27 Zoll und ein Format von 21:9 sollten hier zur Debatte stehen. Ansonsten lohnt sich der Aufpreis nicht wirklich, da die Vorteile der Wölbung dann nicht ins Gewicht fallen.

VorteileNachteile
verminderte BildschirmverzerrungHochkant-Nutzung nicht möglich
entspannter für die Augennicht für zwei Personen geeignet
Panorama-WirkungNicht als Zweitmonitor geeignet
gesteigertes Immersionsgefühlhochpreisiger als Flachbildschirm
bessere FarbwirkungFormat nicht mit allen Spielen kompatibel

Darauf sollte man bei einem Curved Monitor achten

Da besonders größere Modelle gerne mal ins Geld gehen und weit über 1000 Euro kosten können, sollte man sich bei der Auswahl an einigen Punkten orientieren. Am wichtigsten ist, wie auch bei einem Flachbildschirm, der genaue Verwendungszweck. Sind Sie auf der Suche nach einem Gaming-Monitor oder einem neuen Bildschirm fürs Büro? Oder soll es ein Allrounder sein, der am besten für diverse Tätigkeiten geeignet ist?

Wesentlich sind natürlich die genaue Größe und Auflösung. Wie bereits erwähnt, sollte der Bildschirm mindestens 27 Zoll haben. Ein Ultra-Wide-Format von 32:9 hingegen lohnt sich gerade beim Gaming nicht, sondern sorgt eher für Probleme bei der Anzeige. Für den Arbeitsbedarf hingegen ist ein breiterer Monitor durchaus von Vorteil, wenn man beispielsweise in vielen Fenstern parallel arbeitet.

Bei Curved Monitoren ist außerdem der Radius entscheidend. Als Faustregel gilt: Eine geringe Krümmung bedeutet einen hohen Radius und umgekehrt. Abhängig davon, wie weit entfernt man von seinem Monitor entfernt sitzt, verändert sich auch der optimale Radius. Je größer der R-Wert (Radius) beziehungsweise je geringer die Wölbung, desto weiter entfernt kann und sollte man sitzen. Wer also den Curved Monitor auf einen kleinen Schreibtisch stellen möchte, sollte auf einen Bildschirm mit weniger Zoll und starker Krümmung setzen. Zur Orientierung ein paar Zahlen:

  • 1800R – maximale Distanz von 180 cm
  • 3000R – maximale Distanz con 300 cm usw.

Wer häufig Filme und Serien streamt, kann das übrigens ebenfalls gut an einem Curved Monitor machen. Ein Seitenverhältnis von 21:9 lässt die schwarzen Balken ober- und unterhalb des Bildes verschwinden.

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