8. September 2026, 11:30 Uhr |
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Drei Männer planen ihre Tour auf einen mehr als 4000 Meter hohen Berg mit Google Gemini, doch der KI-Ausflug endet mit einer Rettungsaktion. Auch in den Alpen sorgen gefährliche Routenvorschläge von Chatbots für Probleme.
Drei junge Männer planten mit Google Gemini eine Tour auf den Mount Shasta im US-Bundesstaat Kalifornien. Nach Angaben des zuständigen Sheriffs brach die Gruppe um drei Uhr morgens auf. Wanderer sollen umkehren, wenn sie den Gipfel nicht bis mittags erreichen. Die Männer setzten ihren Aufstieg dennoch fort und kamen erst gegen 19 Uhr oben an.
Beim Abstieg geriet die Gruppe in der Dunkelheit in Schwierigkeiten. Die Wanderer riefen das Büro des Sheriffs an und baten um eine Wegbeschreibung. Schließlich verbrachten sie die Nacht im Mud Creek Canyon. Mitarbeiter der US-Forstverwaltung und freiwillige Helfer brachten die drei Männer am folgenden Morgen in Sicherheit.
Gemini empfahl zu wenig Verpflegung
Laut Sheriff hatte Google Gemini der Gruppe empfohlen, deutlich weniger Essen und Wasser mitzunehmen, als sie für die Tour benötigte. Aus dem geplanten achtstündigen Aufstieg entwickelte sich dadurch ein mehrtägiges Bergabenteuer. Ob der Chatbot für sämtliche Fehlentscheidungen verantwortlich war, geht aus den bekannten Angaben allerdings nicht hervor. Die Behörde warnt trotzdem davor, eine Tour ausschließlich mit künstlicher Intelligenz zu planen.
Vor dem Aufbruch sollten Wanderer die örtliche Rangerstation kontaktieren. Dort erhalten sie aktuelle Informationen zur Route und zu möglichen Gefahren. KI-Chatbots können bei der Vorbereitung zwar erste Vorschläge liefern, berücksichtigen aber nicht zwangsläufig die tatsächlichen Bedingungen vor Ort. Wetteränderungen oder der Zustand eines Weges können für die Sicherheit entscheidend sein.
Auch in den Alpen sind KI-Wanderrouten gefährlich
Ein ähnlicher Fall ereignete sich in Südtirol. Wie „Focus Online“ berichtete, wollte eine Gruppe junger und sportlicher Urlauber von Dorf Tirol über Martell bis zum Gardasee wandern. Eine nicht näher genannte KI schlug dafür eine Strecke über einen Gletscher vor. Erst die Vermieter der Unterkunft erkannten die Gefahr und hielten die Urlauber von der Tour ab.
Laut Rettungsstellen-Leiter Stefan Gruber war die Gruppe nicht für eine Gletscherüberquerung ausgerüstet. Die Route sei „für Bergungeübte völlig ungeeignet“. Gruber empfiehlt, sich bei Gastgebern oder anderen ortskundigen Personen über die aktuellen Bedingungen zu informieren. Wer eine Tour mit einem Chatbot plant, sollte dessen Vorschläge daher immer mit offiziellen Karten, Warnungen und fachkundigen Angaben abgleichen.
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