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Kaufberatung

Die 8 besten Kamera-Drohnen

Selbst hochwertige Kamera-Drohnen sind mittlerweile zu erschwinglichen Preisen zu haben
Selbst hochwertige Kamera-Drohnen sind mittlerweile zu erschwinglichen Preisen zu habenFoto: Getty Images

Drohnen können längst viel mehr, als eindrucksvolle Bilder aus großer Höhe zu schießen – sie sind Sportgerät, Profi-Kamera und Technik-Spielzeug in einem. TECHBOOK hat die besten Drohnen mit Kamera im großen Vergleich und zeigt, worauf es ankommt.

Was früher ferngesteuerte Helikopter oder Modellflugzeuge waren, sind heute Drohnen in allen Formen und Farben: Die kompakten Fluggeräte – auch Multicopter genannt – gibt es in sämtlichen Preisklassen und für ganz unterschiedliche Nutzungsarten. Die meisten privaten Nutzer wollen mit einer Drohne eindrucksvolle Fotos und Videos aufnehmen oder einfach ein bisschen herumfliegen. Einige andere sind dem Drone-Racing verfallen, modifizieren ihre Drohne also, um damit im Wettfliegen gegen andere anzutreten. Wer YouTube-, TikTok- oder Instagram-Videos produziert, kann Drohnen ebenfalls sinnvoll einsetzen – so wie es mittlerweile auch professionelle Filmstudios oder gute Fotografen tun. Drohnen sind darüber hinaus mittlerweile aber auch in der Wissenschaft, Landwirtschaft oder Logistik im Einsatz.

Die Nutzung einer Drohne ist in der EU zwar nicht ganz ohne Auflagen erlaubt – für Privatnutzer sind die Formalitäten jedoch schnell erledigt. Spätestens dann stellt sich die Frage: Welche Drohne passt zu mir? Was sind die besten Einsteigermodelle, welche Drohne mit Kamera ist wirklich gut, und worauf kommt es neben der Flugzeit an? TECHBOOK hat die besten Drohnen im großen Vergleich: Welches Fluggerät sichert sich im Drohnen-Test den ersten Platz? Hier finden Sie alle Infos.

Diese Arten von Drohnen gibt es

Drohnen werden ähnlich angetrieben wie Helikopter: Mit schnell rotierenden Rotorblättern oder Propellern wird Auftrieb – oder bei Neigung auch Vortrieb – erzeugt. Zur Stabilisierung besitzt ein Helikopter einen zweiten, kleineren Rotor. Drohnen hingegen gibt es mit drei, vier, sechs oder noch mehr Rotoren. Dann nennt man sie auch Tricopter, Hexacopter oder Octocopter. Je mehr Rotoren mitwirken, desto schwieriger wird aber auch die Steuerung eines solchen Fluggeräts. Als Standardmodell hat sich deshalb der Quadrocopter bewiesen: Mit seinen vier Rotoren ist er recht einfach, aber sehr präzise zu steuern.

Viele Drohnen sind mit Kameras ausgestattet, deren Bild in Echtzeit auf einen kleinen Bildschirm am Controller oder auf ein VR-Headset übertragen wird. Einige Kamera-Drohnen haben sogar ein eingebautes Gimbal, um verwackelte Aufnahmen zu vermeiden. Viele bieten zusätzlich auch eine App-Steuerung an. Die Video- und Bildqualität bei Kamera-Drohnen ist recht unterschiedlich. Von 720p- bis 4K-HDR-Videos ist alles möglich.

Worauf muss ich beim Kauf achten?

Besonders für Einsteiger gibt es im Drohnen-Vergleich ein paar wichtige Aspekte zu berücksichtigen: Das Fliegen einer Drohne sieht zwar einfach aus, braucht aber in Wahrheit viel Übung und Fingerspitzengefühl. Es ist zwar auf der einen Seite sinnvoll, mit einer sehr günstigen Drohne zu starten und auszuprobieren, ob dieses Hobby überhaupt das richtige ist – doch etwas höherpreisige Drohnen bieten besonders Anfängern viele wichtige Vorteile.

Besonders die Absturzgefahr wird bei Einsteiger-Drohnen aus der höheren Preisklasse verringert. So bleiben viele Modelle einfach waagerecht in der Luft stehen, wenn der Nutzer die Steuerung der Drohne loslässt. Sie haben außerdem eine Ausweichfunktion, um das Kollidieren mit Objekten zu verhindern. Die besten Drohnen kommen darüber hinaus mit einer sogenannten RTH-Funktion („Return to Home“), mit der sie automatisch zum Ausgangsort zurückfliegen, wenn sie die Verbindung zum Benutzer verlieren. Auch die Qualität der Kamera-Drohnen ist bei etwas höheren Anschaffungskosten deutlich besser – und gute Videoaufnahmen in Full-HD- oder 4K-Qualität machen schlicht mehr Freude.

Welche Drohnen eignen sich für Drohnenrennen?

Wenn Sie besonderes Interesse an professionellen Drohnenrennen haben, sind sogenannte FPV-Drohnen die richtigen Modelle für Sie. FPV steht für „First Person View“ und bezeichnet Drohnen, bei denen der Nutzer ein VR-Headset trägt und das vom Fluggerät aufgenommene Bild hierdurch sieht. Er steuert die Drohne aus der Ich-Perspektive, was das Fluggefühl immersiver macht. Um mit einer FPV-Drohne Rennen zu fliegen, muss sie aber noch baulich angepasst werden – hierfür gibt es im Netz verschiedene Bausätze und Anleitungen. Während die schnellsten handelsüblichen Drohnen um die 60 Kilometer pro Stunde (km/h) erreichen, schaffen modifizierte und gute FPV-Drohnen weit über 100 km/h.

Die besten Drohnen mit Kamera

DJI Mini 2: Die günstige Einsteiger-Drohne im Test

Die DJI Mini 2 ist fraglos einer der besten Mini-Drohnen für Einsteiger. Ihr Anschaffungspreis liegt im eher niedrigpreisigen Segment – vor allem in Anbetracht des deutlich teureren Nachfolgers. Im Test zeigt sich: Wer die DJI Mini 2 kauft, bekommt dafür hohe Qualität und viele Features, die auch ohne langjährige Übung erste Erfolgserlebnisse und Spaß beim Fliegen garantieren. Die Drohne beherrscht unter anderem sogenannte Quickshots, um ganz automatisch eindrucksvolle Luftaufnahmen zu machen – ohne, dass Sie als Nutzer spezielle Manöver wie Helix oder Boomerang erst mühsam lernen müssen.

Mit 249 Gramm liegt die DJI Mini 2 exakt unter der 250-Gramm-Grenze, ab der Nutzer einen Drohnenführerschein benötigen. Sie ist also für den vorsichtigen, aber professionellen Einstieg geeignet. Die Mini-Drohne bietet zudem nicht nur einen Anfängermodus zum sicheren Start, sondern in der zugehörigen App „DJI Fly“ auch ein Tutorial für Einsteiger. Dank des verbauten Gimbals sind Videoaufnahmen und Bilder der 12-Megapixel-Kamera mit 1/2,3-Zoll-Sensor automatisch stabilisiert. Die Qualität ist allerdings bei der DJI Mini 2 nicht immer zuverlässig hoch, kritisieren einige Nutzer. Dennoch: Bei guten Bedingungen produzieren Sie mit dieser Mini-Drohne und Ihrer Kamera eindrucksvolle Bilder und Videos.

DJI Mini 2 
Gewicht249 Gramm
Kamera12-MP-Kamera (mit 3-Achsen-Gimbal), 4K/30fps-Videos, 4-fach-Zoom, 1/2,3-Zoll-Sensor
Maximale Höhe / Reichweite4000 Meter / 10 Kilometer
Flugzeit / maximale Geschwindigkeit31 Minuten / 57 km/h
Drohnenführerschein benötigtnein
BesonderheitenAnfängermodus, Hindernisvermeidung, faltbar

Vorteile

  • leicht und kompakt
  • für Anfänger geeignet

Nachteile

  • Video- und Bildqualität nicht immer verlässlich

DJI Air 2S: Die perfekte Hobby-Drohne

Der Hersteller DJI hat sich längst einen Namen in der Drohnen-Community gemacht: Seine Quadrocopter zählen zu den besten Kamera-Drohnen auf dem Markt. Auch deshalb sind die Drohnen dieser Marke nicht nur Testsieger, sondern tauchen gleich mehrfach im Vergleich auf. Die DJI Air 2S ist unter den Kamera-Drohnen das perfekte Gerät für jeden, der schon ein paar Erfahrungen mit diesem Hobby gesammelt hat. Die Air 2S ist keine günstige Drohne – oft findet man sie aber für unter 1000 Euro. Doch für leidenschaftliche Hobby-Flieger ist das ein angemessener Preis: Der Quadrocopter von DJI kommt mit hochwertiger Kamera, guter Flugzeit und Reichweite sowie sinnvollen Extras und Funktionen, um sich als Fotograf oder Hobby-Filmer auszutoben.

Die Air 2S ist zwar keine Einsteiger-Drohne, sie bietet aber diverse Features, die auch weniger geübte Benutzer unterstützen. Über die Funktion MasterShots führt der Quadrocopter beispielsweise automatisch bis zu zehn Flugmanöver über einem zuvor ausgewählten Motiv aus und erstellt anschließend einen Kurzfilm. Auch die FokusTrack-Option schafft ohne großen Aufwand beeindruckende Sequenzen: Hier fokussiert die Drohne ein ausgewähltes Motiv, während der Nutzer es manuell umkreisen oder verfolgen kann. Die Air 2S eignet sich wunderbar für Reisen oder Urlaube. Sie ist leicht zu transportieren und lässt sich gut verstauen. Kritik gibt es im Test für die hin und wieder unzuverlässige FokusTrack-Funktion. Nutzer berichten zudem, dass die Drohne häufig schon weit vor der eigentlichen maximalen Reichweite Verbindungsprobleme hat.

DJI Air 2S 
Gewicht595 Gramm
Kamera20-MP-Kamera (mit 3-Achsen-Gimbal), 5,4K/30fps, 4K/60fps-Videos, 4-fach-Zoom, 1-Zoll-Sensor
Maximale Höhe / Reichweite5000 Meter / 18,5 Kilometer
Flugzeit / maximale Geschwindigkeit31 Minuten / 57 km/h
Drohnenführerschein benötigtja
Besonderheiten8 Gigabyte interner Speicher, faltbar, 3-Achsen-Gimbal, Hindernisvermeidung

Vorteile

  • leicht zu transportieren

Nachteile

  • FokusTrack nicht immer zuverlässig
  • seltene Reichweiten-Probleme

DJI Ryze Tello: Die perfekte Mini-Drohne

Unter den Mini-Drohnen ist die Ryze Tello das perfekte Geschenk: Sie empfiehlt sich wunderbar für interessierte Kinder und Jugendliche, die mit einer Drohne mit Kamera erste Flugerfahrungen machen wollen. Selbstverständlich eignet sich der kleine Quadrocopter auch für erwachsene Neueinsteiger – doch die Ryze Tello ist eher eine Fun-Drohne. Sie ist relativ klein und punktet statt mit tollen Foto- oder Film-Features eher mit kleinen Tricks und amüsanten Einlagen: So startet sie beispielsweise automatisch, indem man sie von der Handfläche nach oben wirft. Sie kann auf Knopfdruck auf der Hand hüpfen und Salti oder andere Kunststücke ausführen. Außerdem kommt mit Drohne mit ihrem eigenen Software-Entwicklungs-Kit (SDK). Dadurch lässt sie sich über verschiedene Programmiersprachen ansteuern.

Die Drohne von DJI kommt mit 5-Megapixel-Kamera und nimmt Videos in guter HD-Qualität auf. Allzu hochwertige Aufnahmen sollte man von der verbauten Kamera nicht erwarten – dafür ist der Preis dieses Quadrocopters auch nur knapp dreistellig. Die geringe Reichweite und Flughöhe sind perfekt geeignet, damit ältere Kinder und junge Erwachsene sich als Drohnenpiloten ausprobieren können, ohne Gefahr zu laufen, die Drohne in einem unachtsamen Moment zu verlieren. Die Ryze Tello wird mit dem Smartphone oder einem Gaming-Controller gesteuert. Sie ist kompatibel mit VR-Headsets, was dem Flug mit ihr noch einmal ganz neue Dimensionen hinzufügt.

DJI Ryze Tello 
Gewicht80 Gramm
Kamera5-MP-Kamera, 720p-Videos, elektronisches Zwei-Achsen-Gimbal
Maximale Höhe / Reichweite30 Meter / 100 Meter
Flugzeit / maximale Geschwindigkeit13 Minuten / 8 Meter pro Sekunde (m/s)
Drohnenführerschein benötigtnein
BesonderheitenHandflächen-/Wurfstart, kompatibel mit VR-Headsets/Gaming-Controllern, programmierbar, Schwebefunktion

Vorteile

  • günstig und einfach in der Handhabung
  • auch für Kinder und Jugendliche

Nachteile

  • Bild- und Videoqualität eher mäßig
  • geringe Reichweite

DJI Mavic 3: Die High-End-Drohne

Im Test steht die Mavic 3 ganz vorn: Ausgestattet mit zwei Kameras, davon eine Hasselblad-L2D-20c-Kamera mit 20 Megapixeln und 4/3-Zoll-Sensor, hat sie das Potenzial, bildgewaltige Aufnahmen in höchster Videoqualität zu machen. Um Profi-Drohnen wie diese zu steuern, braucht der Benutzer laut Drohnenverordnung in jedem Fall einen Drohnenführerschein. Mit 895 Gramm überschreitet die Mavic 3 aber die 2-Kilogramm-Grenze zur nächsten Abstufung nicht. Wer mit dieser Kamera-Drohne liebäugelt, muss allerdings tief in die Tasche greifen. Der Quadrocopter von DJI kostet vierstellig – liegt also eindeutig im hochpreisigen Bereich. Dafür gehört er zu den besten Drohnen, die der Verbrauchermarkt bietet.

Mit einer stattlichen Laufzeit von 46 Minuten und einer Reichweite von 15 Kilometern ist die DJI Mavic 3 anderen Kamera-Drohnen überlegen. Zudem bietet sie ein zuverlässiges Rückkehrsystem, mit dem sie bei Verbindungsverlust oder schwachem Akku automatisch zum gesetzten Startpunkt zurückkehrt. Mit der omnidirektionalen Hindernisvermeidung – also Sensoren, die in sämtlichen Richtungen Hindernisse erkennen – vermeidet sie Zusammenstöße. Aber auch an einer Drohne wie dieser gibt es Kritikpunkte: Nutzer klagen in Rezensionen vor allem über den minderwertigen Controller – also die Steuerungseinheit des Quadrocopters. Im Gegensatz zum hochwertig verarbeiteten Gerät lässt der Controller nicht nur Funktionen vermissen, sondern wirkt billig und liegt nicht gut in der Hand. Des Weiteren klagen einige Nutzer über lange Startzeiten, da die Mavic 3 offenbar hin und wieder Probleme hat, ausreichend GPS-Satelliten zu finden. Trotzdem: Die Mavic 3 ist ohne Frage der Testsieger unter den Hobby-Drohnen.

DJI Mavic 3 
Gewicht‎895 Gramm
Kamera20-Megapixel-Kamera, 5.1K/50fps, 4K/120fps, Live-Feed mit 1080p/60fps, 4/3-Zoll-Sensor
Maximale Höhe / Reichweite6000 Meter /15 Kilometer
Flugzeit / maximale Geschwindigkeit46 Minuten / 86 km/h
Drohnenführerschein benötigtja
BesonderheitenHindernisvermeidung (omnidirektional), 8 Gigabyte interner Speicher

Vorteile

  • Profi-Drohne für Videos und Bilder

Nachteile

  • Verzögerungen beim Start
  • Controller eher minderwertig

Holy Stone HS720: Günstige Drohne für fortgeschrittene Piloten

Holy Stone produziert Kamera-Drohnen zu vergleichsweise günstigen Preisen. Hier gibt es Modelle im niedrigen dreistelligen Bereich, die viele Features von Profi-Drohnen mitbringen. Im Drohnen-Test schneiden die Modelle des Herstellers gut ab – mit Profi-Drohnen der Marke DJI können sie jedoch nicht mithalten. Nichtsdestotrotz: Die Holy Stone HS720 ist eine gute Alternative für alle, die als Einsteiger noch nicht so viel Geld ausgeben wollen oder mit Einsteiger-Drohnen erste Erfahrungen sammeln wollen. Denn klar: Ein Verlust oder ein Schaden tut bei einer Drohne für 200 Euro weniger weh als bei einem Quadrocopter für 2000 Euro. So oder so: Die besten Drohnen sind idealerweise zusätzlich versichert.

Die Holy Stone HS720 bietet mit 26 Minuten Flugzeit und einer Reichweite von etwas unter einem Kilometer ein ganz ordentliches Rundumpaket für gute Fotos und Videos. Trotzdem bleibt hier noch etwas Luft nach oben – besonders bei der Kamera und im Vergleich zu DJI-Drohnen. Auf Sicherheit legt der Hersteller bei seinem Quadrocopter aber Wert: Die HS720 kehrt über die Rückkehrfunktion zuverlässig zum Startpunkt zurück. Des Weiteren lassen sich selbst festgelegte Flugpfade für die Drohne programmieren oder sie folgt dem Nutzer im Follow-me-Modus umher. Der Quadrocopter von Holy Stone ist im Test allerdings etwas anfälliger für Windböen und sollte am besten bei ruhiger Wetterlage geflogen werden.

Holy Stone HS720 
Gewicht460 Gramm
KameraVideo bis zu 4K-Auflösung
Maximale Höhe/Reichweite1000 Meter / 900 Meter
Flugzeit/maximale Geschwindigkeit26 Minuten
Drohnenführerschein benötigtja
BesonderheitenTracking-Funktion, faltbar

Vorteile

  • einfache Handhabung
  • günstiger Preis

Nachteile

  • instabile Verbindung
  • Foto-Qualität durchschnittlich (kein RAW-Format)
  • windanfällig

Potensic Dreamer Pro: Preiswerter Quadrocopter – für hohe Ansprüche

Wer leidenschaftlich gerne mit Drohnen fliegt, aber nicht bereit ist, für ein High-End-Modell einen vierstelligen Betrag auszugeben, schaut sich die Quadrocopter von Potensic an. Einen Kinofilm werden Sie mit dieser Drohne und Kamera zwar eher nicht drehen – für atmosphärische Landschaftsaufnahmen, dramatische Kamerafahrten oder stylische Dronies (die Drohnen-Version von „Selfies“) reicht es aber allemal. Und das zu einem Kostenaufwand, der sich im Mittelpreissegment bewegt. Die Dreamer Pro von Potensic kommt nicht nur mit guter Kamera und Zusatzfunktionen, sondern auch mit einem extra Sportmodus. Einmal aktiviert, gibt die Drohne richtig Gas – aber Vorsicht, so kann sie auch schnell verlorengehen. Die automatische Rückkehrfunktion soll hier Schlimmeres verhindern.

Der Quadrocopter von Potensic hält sich dabei rund 28 Minuten in der Luft – ein guter Wert in diesem Preissegment. Und auch, wenn er nicht der Testsieger wird: Die App-Steuerung sowie die WLAN-lose Verbindung mit dem Smartphone sind große Pluspunkte. Der Anfängermodus erleichtert Neulingen den Einstieg mit der Drohne, und auch der Controller lässt keine großen Wünsche offen. Insgesamt macht die Dreamer Pro im Drohnen-Test eine ausgesprochen gute Figur. Kritik gibt es von einigen Nutzern lediglich aufgrund der sehr sensiblen Steuerung.

Potensic Dreamer Pro 
Gewicht‎820 Gramm
Kamera16-MP-Kamera (mit 3-Achsen-Gimbal), 4K/30fps-Videos, 1/3-Zoll-Sensor
Maximale Reichweite2 Kilometer
Flugzeit / maximale Geschwindigkeit28 Minuten / 36 km/h
Drohnenführerschein benötigtja
BesonderheitenAnfängermodus, Sportmodus

Vorteile

  • hochwertige Kamera-Ausstattung

Nachteile

  • Steuerung gewöhnungsbedürftig

Loolinn Z3: Gute Starter-Drohne für Kinder und Anfänger

Unter den Drohnen im Vergleich ist die Loolinn Z3 eher ein Spielzeug als eine ernstzunehmende Drohne. Dennoch: Im Test zeigt sie sich als guter Quadrocopter für den Einstieg. Dank ihres Schwebemodus und dem einfach zu bedienenden Controller ist sie selbst für Kinder leicht zu kontrollieren. Der Hersteller hält sich mit ausführlichen Daten rund um sein Fluggerät zurück – die Auflösung der Kamera soll bei 720p Full-HD liegen. Im Lieferumfang der Loolinn Z3 sind bis zu drei Ersatzakkus enthalten, so lässt sich die Flugzeit auf gute 60 Minuten erhöhen. Schwierigen Witterungsbedingungen und besonders Wind hat die Z3 im Test aber nicht viel entgegenzusetzen, was in der Preiskategorie knapp unter einem dreistelligen Betrag aber völlig in Ordnung ist.

Auf eine gute Kamera muss man als Nutzer hier auch verzichten – bei dieser Einsteiger-Drohne geht es vorrangig um den Spaß am Fliegen und das Kennenlernen der Steuerung sowie verschiedener Funktionen. Im Stuntmodus macht diese Drohne besonderen Spaß: Sie dreht auf Knopfdruck Loopings und kann zahlreiche Kunststücke. Außerdem unterstützt die zugehörige App den VR-Modus, so dass auch ein Headset mit der Loolinn Z3 genutzt werden kann. Mit 132 Gramm ist diese Drohne zudem sehr klein und leicht – trotzdem gilt auch hier die Pflicht, sie zu registrieren und versichern zu lassen.

Loolinn Z3 
Gewicht132 Gramm
Kamera720p-Kamera
Maximale Höhe / Reichweite80 Meter / 80 Meter
Flugzeit / maximale Geschwindigkeit20 Minuten pro Akku (3 Akkus im Lieferumfang) / nicht angegeben
Drohnenführerschein benötigtnein
BesonderheitenSchwebemodus, Stuntmodus, VR-Unterstützung

Vorteile

  • einfache Handhabung

Nachteile

  • mäßige Bild- und Videoqualität

DJI FPV Combo: Das beste Flugerlebnis aus der Ich-Perspektive

Hersteller DJI lässt sich auch in Sachen FPV-Drohnen nicht lange bitten: Die DJI-FPV Combo ist ein eindrucksvoller Quadrocopter, der mit bis zu 140 km/h sehr hohe Geschwindigkeiten erreicht. Mit zugehörigem VR-Headset muss man sich als Nutzer erst einmal an dieses sehr immersive Erlebnis gewöhnen. Nicht selten müssen Neueinsteiger das Headset nach wenigen Minuten erst einmal ablegen. Wie auch beim VR-Gaming kann es mitunter zu Motion Sickness kommen, ähnlich der Seekrankheit. Der Flug mit dieser Drohne ist natürlich riskant, weshalb der Hersteller ein paar zusätzliche Sicherheitselemente eingebaut hat. Darunter die Notbremse mit Schwebeflug, bei der die Drohne auf Knopfdruck abbremst. Außerdem erscheint bei Gefahr im Bildschirm des Nutzers eine Warnung – etwa vor Kollisionen mit anderen Luftfahrzeugen. Ein besonders helles Positionslicht sowie Hinderniserkennung nach vorn und unten helfen zusätzlich, Unfälle zu vermeiden.

Nicht nur das auf das Headset übertragene Bild der Kamera, auch die Videoaufnahmen der DJI FPV können sich sehen lassen. Mit extragroßem Sichtfeld nimmt die Drohne beeindrucke 4K-Videos auf. Das Drei-Achsen-Gimbal stabilisiert mit zusätzlicher, elektronischer RockSteady-Funktion auch wackelige Flüge. Die FPV Combo ist zudem modular aufgebaut, Einzelteile können vom Nutzer leicht ausgetauscht werden, was ihr im Test viele Pluspunkte einfährt. Eine spezielle Flugsimulator-App des Herstellers bietet sogar eine virtuelle Übungsumgebung an, bevor es mit der Drohne auf echte Ausflüge geht. Ein besonderes Highlight ist darüber hinaus der Zuschauermodus, mit dem andere Besitzer des DJI-Headsets den Drohnen-Flug auf ihr eigenes Headset übertragen können. Die FPV Combo kostet einen knapp vierstelligen Betrag und ist damit relativ teuer, bietet aber auch eine Menge guter Sicherheitsvorkehrungen. Kritik gibt es von einigen Nutzern für den sperrigen Aktivierungs- und Einrichtungsprozess. 

DJI FPV Combo 
Gewicht795 Gramm
Kamera12-Megapixel-Kamera, 4K/60fps, 150-Grad-Sichtfeld, 1/2,3-Zoll-Sensor
Maximale Höhe / Reichweite6000 Meter / 10 Kilometer
Flugzeit / maximale Geschwindigkeit20 Minuten / 140 km/h
Drohnenführerschein benötigtja
BesonderheitenNotbremsfunktion, helles Positionslicht, Hinderniserkennung, Headset, Zuschauermodus

Vorteile

  • als Racing-Drohne geeignet
  • besonders sicher

Nachteile

  • Einrichtung nicht immer problemlos

So vermeiden Sie Abstürze und Unfälle mit Ihrer Drohne

Auch mit der besten Drohne kann ein Absturz vorkommen. Nicht immer ist dabei gleich das ganze Gerät zerstört oder verloren. Doch um den Geldbeutel und die Nerven zu schonen, sollten Sie Abstürze so gut es geht vermeiden und Vorkehrungen treffen. Die besten Tipps, um Ihre Drohne zu schützen, sind die folgenden:

  • Beachten Sie unbedingt immer die Flugzeit und die maximale Entfernung einer Drohne und überschreiten Sie beide nicht.
  • Beachten Sie, dass sich die Laufzeit durch äußere Umstände wie stärkere Windböen verringern kann – planen Sie immer einige Minuten Puffer ein.
  • Ihre Drohne hat keine Rückkehrfunktion? Prägen Sie sich stets die Richtung ein, in die Ihre Drohne gerade fliegt.
  • Vermeiden Sie Nachtflüge in schwer zugänglichen Gebieten wie Wäldern. Positionierungssysteme und Hindernisvermeidung funktionieren nur bei ausreichend Licht.

Damit Sie Ihre Drohne wiederfinden, sollte sie doch einmal verloren gehen, können Sie sie mit einem GPS-Tracker ausstatten, der einfach außen an Ihrem Modell angebracht wird. Ob Sie diese zusätzliche Investition tätigen wollen, entscheiden Sie. In den meisten Fällen lässt sich die verlorene Drohne unter Berücksichtigung der letzten Flugrichtung und Ablaufen der Strecke aber doch wiederfinden.

Die Drohnenverordnung der EU

Da Drohnen ursprünglich aus dem militärischen Bereich kommen, können sie weit mehr als nur harmloses Spielzeug sein – weshalb die Nutzung einigen Auflagen unterliegt. Drohnen gelten als unbemannte Luftfahrzeuge und dürfen daher nicht willkürlich geflogen werden. Die Einschränkungen richten sich dabei vor allem nach dem Gewicht einer Drohne: Bis zu 250 Gramm darf ein Multikopter auch ohne Führerschein bedient werden – aber nicht überall. Es ist beispielsweise nicht erlaubt, die Drohne über oder nahe unbeteiligter Personen oder Personengruppen zu fliegen. Die Nutzung in der Großstadt ist also nahezu ausgeschlossen, wenn kein Drohnenführerschein mit passender Berechtigung vorliegt oder ein abgesicherter Bereich zur Verfügung steht.

Drohnen dürfen darüber hinaus erst ab einem Mindestalter von 16 Jahren bedient werden. Besitzer müssen sich außerdem online beim Luftfahrt-Bundesamt registrieren, sofern die Drohne mehr als 250 Gramm wiegt oder wenn es sich um eine Kamera-Drohne handelt – hierbei spielt das Gewicht dann keine Rolle. Nach der Registrierung erhalten Sie eine Registriernummer, die an der Drohne angebracht wird. Auch die folgenden Regeln sollten Drohnenbesitzer kennen, um Bußgelder zu vermeiden:

  • Flugverbot gilt unter anderem über Menschengruppen, Privatgrundstücken, Behörden, Industrieanlagen und Naturschutzgebieten
  • Auf dem Modellflugplatz gilt ausschließlich die Kennzeichnungspflicht
  • Drohnen dürfen nur in Sichtweite geflogen werden

Klingt viel und kompliziert? Das Internet kann helfen: Es gibt mittlerweile zahlreiche Apps für Android und iOS, die Nutzer und Drohnenbesitzer unterstützen, indem sie passende Flugzonen anzeigen oder auf Flugverbote hinweisen, sowie die Windstärke oder die Wetterlage vorhersagen. Mit diesen Apps können Sie oft auch Flugrouten für Ihre Drohne planen.

Was ist der Drohnenführerschein?

Der Drohnenführerschein ist ein sogenannter EU-Kompetenz- oder auch Kenntnisnachweis und wird für Drohnen ab zwei Kilogramm benötigt. Neben Präsenzkursen – beispielsweise an Flugschulen – gibt es zahlreiche Online-Angebote für Schulungen. Diese dauern häufig mehrere Stunden und beinhalten eine anschließende Theorie-Prüfung. Wer hier besteht, erhält seinen Drohnenführerschein. Dieser muss allerdings alle fünf Jahre verlängert werden. Wer noch schwerere Drohnen fliegen möchte, benötigt das EU-Fernpiloten-Zeugnis – muss jedoch zuerst ebenfalls den Kenntnisnachweis erworben haben.

Eine Drohnenversicherung ist Pflicht

Ganz unabhängig von Größe und Gewicht einer Drohne sind Nutzer verpflichtet, das Gerät über eine Haftpflichtversicherung zu versichern. Was im ersten Moment nach viel unnötigem Aufwand klingt, ist durchaus sinnvoll: Wer nicht geübt ist im Umgang mit Drohnen, kann schnell Schäden verursachen – auch Schäden an der eigenen Drohne, die hohe Kosten verursachen. Im Internet gibt es diverse Anbieter für Drohnenversicherungen, die unter anderem auch Vollkasko-Schutz für das eigene Gerät anbieten. Zudem offerieren einige Drohnen-Hersteller zusätzliche Reparatur-Möglichkeiten und Versicherungen.

Das wichtigste Zubehör für die Drohne

Um eine Drohne fliegen zu dürfen, benötigen Sie einiges an Zubehör – aber auch, um sich die Flugstunden so angenehm wie möglich zu gestalten. Folgendes sollten Sie noch vor Ihrem ersten Flug im Gepäck haben:

Namensplakette: Auf Ihrer Drohne müssen Sie das Drohnen-Kennzeichen auf einer feuerfesten Plakette anbringen. Sollte das Fluggerät verlorengehen, können Sie so als Besitzer ermittelt werden. Plaketten, die den offiziellen Vorgaben entsprechen, bekommen Sie vorgedruckt und günstig im Internet.

Ersatzakkus: Viele der besten Drohnen (etwa die von DJI) bieten schon beim Kauf umfangreichere Pakete an, in denen zusätzliche Akkus, Propeller oder Kabel enthalten sind. Worin Sie unbedingt investieren sollten, sind die zusätzliche Akkus. Vor allem, wenn Sie Ihre Drohne mit auf Reisen nehmen oder große Ausflüge an besondere Orte planen. So verlängern Sie die mögliche Flugzeit um ein Vielfaches.

Speicherkarte: Einige Drohnen haben einen internen Speicher, einige werden mit Speicherkarte geliefert, andere haben nichts dergleichen, um Bilder und Videos von der Kamera zu speichern. Informieren Sie sich idealerweise noch vor dem Kauf, wie die Speichermöglichkeiten sind. Investieren Sie, wenn nötig, in eine schnelle Speicherkarte mit viel Speicherplatz – das lohnt sich immer.

Propellerschutz: Propeller nehmen bei Kollisionen nicht nur selbst schnell Schaden – sie können auch Schäden verursachen. Besonders, wenn Sie Ihre Drohne im Innenbereich fliegen wollen, lohnt sich die Anschaffung eines Propellerschutzes. So schützen Sie Möbel und Einrichtung.

Transportmöglichkeiten: Eine Drohne samt Zubehör sollte keinesfalls einfach lose in einem Rucksack transportiert werden. Das Fluggerät selbst ist am besten in einem Hartschalenkoffer untergebracht. Die meisten Hersteller liefern diesen gleich mit oder bieten ihn für kleines Geld als Zubehör an. Zusätzliche Akkus, Kabel, Lademöglichkeiten oder andere Utensilien sollten außerdem irgendwo Platz finden.

Landematte: Wer eine Drohne für viel Geld anschafft, will sie keinesfalls mit Schmutz, Wasser oder anderen potenziell schädlichen Dingen in Berührung kommen lassen. Eine Landematte bietet Schutz vor Umwelteinflüssen und sichert die Drohne zusätzlich ab. Zusammengerollt lässt sie sich zudem leicht mitnehmen. Auch ein paar sogenannte Landefüße schaffen Abhilfe.

Akku-Box: In Drohnen werden fast immer Lithium-Polymer-Akkus genutzt, die sehr leicht entzündlich sind. Sie reagieren sehr empfindlich auf Schäden oder Temperaturen. Um hier auf Nummer sicher zu gehen, schaffen Sie sich eine feuerfeste Transportbox für die Akkus Ihrer Drohne an.

Skins: Skins für Ihre Drohne sind natürlich kein Pflichtzubehör – aber ein ziemlich cooles Extra. Im Internet finden Sie unzählige ausgefallene Motive und Folien, um Ihre Drohne zu individualisieren.

Fazit: Welche Drohne ist die beste im Vergleich?

Keine Frage: Drohnen zu fliegen, kann ein sehr teures Hobby sein. Aber eines, das sich lohnt – denn mit Kamera-Drohnen hat man immer eine atemberaubende Aufnahme oder ein atmosphärisches Bild, mit dem man Eindruck schinden kann. Einige Drohnen mit Kamera machen so gute Bilder, dass man sie getrost auf Leinwand drucken und an die Wand hängen kann. Auch für Nutzer, die nebenbei Videoaufnahmen für soziale Medien erstellen wollen, lohnt sich die Investition in eine Drohne mit Kamera: Viele Quadrocopter können dem Nutzer automatisch folgen oder unterstützen ausgefallene Aufnahmestile und -modi.

Eine Drohne zu besitzen, ist allerdings auch immer mit einigen Verpflichtungen verbunden: Die offizielle Drohnenverordnung besagt, dass die Fluggeräte registriert und versichert sein müssen. Sie benötigen ein Kennzeichen, und als Nutzer müssen Sie ab 250 Gramm Gewicht Ihrer Drohne einen Drohnenführerschein besitzen. All das ist mittlerweile aber recht problemlos im Internet zu bekommen – jedoch nicht ohne zusätzliche Kosten und zeitlichen Aufwand. Eine Drohne kaufen und einfach drauflosfliegen? Das ist nicht mehr möglich. Die rechtlichen Grundlagen sollten Sie als Käufer kennen, um Bußgelder und Strafen zu vermeiden. Insbesondere die Auflagen, wo und wie Sie mit ihrem Quadrocopter fliegen dürfen.

Sind die Voraussetzungen erfüllt, steht dem Spaß aber nichts mehr im Weg: Im Drohnen-Test zeigt sich klar, dass die besten Drohnen zwar sehr teuer sind, doch auch günstigere Modelle für fortgeschrittene und anspruchsvolle Nutzer taugen etwas. In vielen Drohnen sind richtig gute Kameras verbaut, sodass der Kostenaufwand akzeptabel bleibt. Wer erst einmal ausprobieren möchte, ob Drohnen überhaupt etwas für ihn sind, findet gute Einsteiger-Drohnen für wenig Geld.

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