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Browser-Aus

Microsoft schickt den Internet Explorer in Rente

Internet Explorer
Microsoft stellt den Internet Explorer zum 15. Juni endgültig einFoto: Getty Images

Der Internet Explorer war lange der Browser schlechthin. Einst hatte er einen Marktanteil von fast 95 Prozent, doch das ist längst Geschichte. Mittlerweile hat Microsoft ihn gegen einen neuen Browser abgelöst und schickt den Internet Explorer in Rente.

Nach knapp 27 Jahren ist nun endgültig Schluss. Der Internet Explorer, ursprünglich als Teil von Windows 95 erschienen, wird kaum noch genutzt – aus gutem Grund. Die komplexe und langsame Software kann nicht mithalten im Zeitalter des mobilen Internets. Bereits 2015 hat Microsoft die Entwicklung zugunsten des Edge-Browsers eingestellt. Edge funktioniert sowohl auf Laptop und Desktop als auch auf Smartphone und Tablet. Bereits im Mai 2021 hat das Unternehmen offiziell das Ende des Relikts aus den Anfangstagen des Internets angekündigt. Nun verabschiedet sich der Internet Explorer endgültig vom Markt.

Der Internet Explorer verschwindet aus Windows

Am 15. Juni 2022 ist es soweit, an diesem Tag stellt Microsoft den Internet Explorer endgültig ein. Das ist keine Überraschung. Bereits vergangenes Jahr gab Microsoft den Zeitplan für die Abschaltung des mittlerweile veralteten Browsers im hauseigenen Blog bekannt. Schon seit November 2020 unterstützt er nicht mehr Microsoft Teams, seit Juni 2021 gibt es keine Sicherheitsupdates mehr und im August 2021 verschwand der Internet Explorer auch aus Office-Suite Microsoft 365.

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Warum wurde der Browser nicht schon früher eingestellt?

Bereits 2015 hatte Microsoft angekündigt, den Internet Explorer nicht weiterzuentwickeln. Stattdessen konzentrierte sich das Unternehmen auf Microsoft Edge. Vor allem aus einem Grund hielt es noch lange am alten Browser fest: Viele Unternehmen verwenden auch heute noch ältere Web-Anwendungen, die nur mit dem Internet Explorer funktionieren. Damit setzen sie zwar auf die einfachere Lösung, häufen aber „technische Schulden“ an, anstatt auf eine nachhaltigere Alternative umzustellen. Deswegen bezeichnete Microsoft den Internet Explorer auch nur noch als eine Kompatibilitätslösung für ältere HTML-Anwendungen, die in neueren Browsern nicht laufen.

Laut Microsoft haben Unternehmen im Schnitt noch 1678 Webseiten und Anwendungen, die den Internet Explorer benötigen. Damit Unternehmen ihre alte Software noch nutzen können, hat Microsoft mittlerweile die neuere, Chromium-basierte Version des Edge-Browsers mit dem IE-Modus ausgestattet. Edge kann damit Seiten öffnen, die sonst nur mit dem Internet Explorer 11 funktionieren würden. Somit ist es möglich, mit Edge sicher und schnell im Internet unterwegs zu sein – und trotzdem ältere Software im gleichen Browser zu nutzen. Microsoft Edge, so das Unternehmen, soll mindestens bis 2029 unterstützt werden.

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