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Patenschaft als Geschenkidee

Gewusst, dass man Emojis auch adoptieren kann? 

Man kann für sich oder andere Emojis adoptieren
Ob für sich selbst oder als Geschenk: TECHBOOK erklärt, wie das Adoptieren von Emojis funktioniert Foto: Getty Images
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Laura Pomer
Freie Redakteurin

1. Dezember 2025, 17:34 Uhr | Lesezeit: 3 Minuten

Diese eine Person, die ein bestimmtes Emoji ständig und in jeder passenden wie unpassenden Situation verwendet – ihr könnte man zum Beispiel zu Weihnachten eine originelle Freude machen. Denn, was kaum jemand weiß: Man kann Emojis tatsächlich „adoptieren“. Was hinter der Aktion steckt, was eine solche Patenschaft beinhaltet – und warum man damit letztendlich sehr vielen Menschen einen kleinen Dienst erweist? Das alles verrät TECHBOOK.

Ein bewusst gesetzter Emoji sagt oft mehr als tausend Worte. Und selbst wenn er einmal keine tiefere Bedeutung tragen soll: Für viele von uns sind die kleinen Bildchen ein zentraler Bestandteil der digitalen Kommunikation geworden – sei es, um Zeit zu sparen, Nachrichten freundlicher wirken zu lassen oder weil man schlicht keine Lust hat, sich ausführlicher zu äußern.

Doch so selbstverständlich, wie sie für uns inzwischen erscheinen, sind sie eigentlich nicht. Anders gesagt: Auch wenn wir Piktogramme und Co. mühelos und kostenlos auf unser Smartphone bekommen, steckt dahinter natürlich echte Arbeit. Für das stetig wachsende Emoji-Repertoire – und viele weitere damit verbundene Aufgaben – ist das Unicode Consortium verantwortlich, eine Non-Profit-Organisation, und somit auf Spenden angewiesen. Und genau diese fließen unter anderem über Emoji-Adoptionen.

Was es bedeutet, Emojis zu „adoptieren“

Wer sich dazu entschließt, ein Emoji zu „adoptieren”, übernimmt dafür eine Art symbolische Patenschaft. Dabei belegen eine digitale Urkunde und ein Abzeichen, dass man das ausgewählte Zeichen finanziell unterstützt. Unicode macht diese Geste auf der eigenen Website öffentlich, wobei Paten wählen können, ob ihr Name oder ein Pseudonym genannt werden soll. Wenn man ein Emoji für eine andere Person adoptiert, kann man die Nennung mit einem individuellen Grußtext versehen.

Jedes beliebige Emoji kann adoptiert werden. Dabei stehen verschiedene Patenschaftsstufen zur Wahl. Je höher (und teurer) das Level, desto „exklusiver“ ist die Patenschaft.

  • Bronze-Level: Die Adoption kostet 100 US-Dollar (entspricht etwa 86,41 Euro). Damit übernimmt man eine Patenschaft, die allerdings auch von mehreren Personen gleichzeitig gehalten werden kann.
  • Silber: 1000 US-Dollar (864,19 Euro) pro Adoption. Auf diesem Level gibt es maximal fünf Sponsoren pro Emoji.
  • Gold: für 5000 US-Dollar (rund 4319,65 Euro). Wer so viel für das Adoptieren eines Emojis bezahlt, sichert sich die alleinige Patenschaft.

Die Adoption ist dauerhaft. Allerdings bedeutet die Patenschaft nicht, Eigentums- oder exklusive Nutzungsrechte daran zu erwerben. Paten erhalten dadurch auch keinen Einfluss auf Unicode-Standards.

Warum sollte man Emojis adoptieren?

Zugegeben, drei- oder gar vierstellige Beträge für die symbolische Patenschaft eines kleinen Bildchens, das letztendlich vor allem ein nettes Gimmick ist, erscheinen recht hoch. Wer sich das leisten kann und möchte, kann sich selbst oder jemand anderem eine kleine Freude machen.

Für das Unicode Consortium ist jedenfalls jede Einnahme hilfreich, um seinen Aufgaben nachkommen zu können: von der Digitalisierung von Schriftzeichen über die Pflege von Standards bis hin zur Entwicklung neuer Emojis. Letztendlich profitieren auch unzählige Nutzer von Chat-Programmen davon, die sich längst an Emojis gewöhnt haben und sich über weiteren Neuzuwachs in ihren Tastaturen freuen.

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