In den ersten Monaten der Corona-Warn-App änderte sich vor allem die Zahl der Begegnungen mit niedrigem Risiko ständig. Werte im zweistelligen Bereich waren in Großstädten leicht möglich. Seit wenigen Wochen bleiben diese aber größtenteils komplett aus. TECHBOOK erklärt warum.
„Die Null muss stehen!“. Das legendäre Zitat von Fußballtrainer Huub Stevens gilt auch für die Corona-Warn-App. Es heißt Treffen mit anderen möglichst vermeiden und so die Risikobegegnungen und damit die Gefahr einer Ansteckung mit Covid-19 zu minimieren. Nun wundern sich im Netz aber viele, dass die Begegnungen von ganz alleine ausbleiben.
Änderung durch Update
Bereits am 17. Dezember startete die Auslieferung des Updates 1.9.1 für die „Corona-Warn“-App. Bei zahlreichen Nutzern, auch bei uns, setzte das Update die Anzahl der Risikobegegnungen daraufhin direkt auf null. Die Reduzierung und nun auch das Ausbleiben neuer Risikobegegnungen lässt sich aber erklären.
Entwickler der Corona-App erklären die Veränderung
Im offiziellen Blog der Corona-Warn-App erklären die Zuständigen ganz genau, warum Nutzer nun weniger Begegnungen mit niedrigem Risiko sehen. Demnach werden keine Begegnungen verschwiegen, sondern es wurde eine besser funktionierende Schnittstelle zur Berechnung des individuellen Risikos geschaffen.
Technisch steht die zweite Version des sogenannten Exposure Notification Frameworks (ENF) dahinter. Dieses filtert unkritische Begegnungen jetzt besser heraus.
Im Klartext bedeutet das, dass die App Begegnungen mit geringem Risiko, die sie vorher noch als „niedriges Risiko“ (grün) auswies, nun herausfiltert.
So kann man es nicht sagen! Man darf den eigentlichen Zweck der Corona-Warn-App nicht aus den Augen verlieren. Denn Corona-Warn soll in erster Linie auf eine mögliche Ansteckung mit dem Corona-Virus hinweisen. Das heißt, rote Begegnungen sind sozusagen das Kerngeschäft der App. Dieser Bereich funktionierte und funktioniert immer noch. Grüne Begegnungen waren eher „nice to know“ aber nicht wirklich entscheidend. Mit dem Update auf 1.9.1 richtet sich der Fokus also lediglich weg von Begegnungen mit niedrigem Risiko und hin zu den wichtigen „roten Begegnungen“.
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