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41 Millionen US-Dollar gefordert

Elvis-Songs für KI-Training genutzt? Millionenklage gegen Anthropic

Eine Kopie des "King" wie viele andere? Die Musik von Elvis Presley soll unerlaubt zur Schulung von KI-Bot Claude verwendet worden sein.
Die Musik von Elvis Presley soll unerlaubt zur Schulung von KI-Bot Claude verwendet worden sein Foto: Getty Images

2. November 2026, 8:04 Uhr | Lesezeit: 2 Minuten

Der Umgang von KI-Modellen mit geschützten Inhalten bleibt ein heißes Thema. Jetzt trifft es Anthropic. Rechteinhaber der Musik von Elvis Presley werfen dem Unternehmen hinter dem KI-Chatbot Claude vor, Songs des „King of Rock’n’Roll“ ohne entsprechende Lizenz zum Training seiner KI verwendet zu haben.

Im Mittelpunkt der Klage stehen 274 Lieder. Die Forderung hat es in sich. Insgesamt geht es um 41,1 Millionen US-Dollar Schadenersatz, umgerechnet rund 36,6 Millionen Euro. Doch damit nicht genug, die Kläger verlangen außerdem eine dauerhafte Unterlassungsverfügung und die Vernichtung nicht autorisierter Kopien. Wie das technisch umgesetzt werden soll, ist nicht bekannt.

Was Claude mit den Songs gemacht haben soll

Das geht aus einem Bericht des Unterhaltungsindustriemagazins „Billbord“ hervor. Betroffen sind bekannte Elvis-Titel wie „Can’t Help Falling in Love“, „Don’t Be Cruel“ und „A Little Less Conversation“. Dabei geht es offenbar nicht nur um die Daten, mit denen Claude trainiert wurde. Laut Klage sollen auch die Schutzmechanismen des Chatbots nicht zuverlässig verhindern, dass urheberrechtlich geschütztes Material wieder auftaucht. Bittet man Claude beispielsweise um eine angepasste Version eines Elvis-Songs, soll die KI Melodien und Refrains nahezu identisch nachbilden können.

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Es geht um eine Grundsatzfrage für KI

Anthropic bestreitet die Anschuldigungen und will sich gegen die Klage wehren. Dabei beruft sich das Unternehmen beim Training seiner Modelle auf das US-amerikanische Fair-Use-Prinzip. Der Fall reiht sich damit in einen größeren Konflikt zwischen KI-Anbietern und Musikbranche ein. Auch Universal, Sony, Warner Chappell und BMG gehen bereits juristisch gegen KI-Unternehmen und Dienste wie Suno vor.

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