Super-Mario-Spiel für 3 Millionen Dollar versteigert
Von „Super Mario Bros.“ gibt es ein seltenes Exemplar aus einer frühen Produktionsreihe Foto: picture alliance / AA
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Mats Pache
18. Juni 2026, 11:39 Uhr |
Lesezeit: 2 Minuten
Ein versiegeltes Exemplar von „Super Mario Bros.“ hat bei einer Auktion einen neuen Höchstwert erreicht. Das seltene NES-Spiel erzielte rund 3 Millionen US-Dollar. Damit übertraf es den bisherigen Rekord deutlich. Dieser lag seit 2021 bei 2 Millionen US-Dollar. Auch damals handelte es sich um eine originalverpackte Ausgabe des Nintendo-Klassikers.
Warum dieses Exemplar so besonders ist
„Super Mario Bros.“ zählt zu den erfolgreichsten Videospielen überhaupt. Viele Exemplare dürften noch heute in Kellern oder auf Dachböden lagern. Der außergewöhnliche Verkaufspreis hängt jedoch nicht nur mit dem Spiel selbst zusammen, sondern mit den Besonderheiten dieses konkreten Exemplars.
Die Spielekassette wurde laut den Angaben des Auktionshauses Heritage Auctions rund 40 Jahre lang unangetastet in einem sogenannten Control Deck NES Bundle aufbewahrt. Dabei handelt es sich um Komplettpakete, die neben der Konsole auch die benötigten Kabel, zwei Controller und ein Spiel enthalten. Zusätzlich stammt die versteigerte Ausgabe aus der zweiten Produktionsreihe und besitzt einen speziellen, glänzenden Sticker auf der Verpackung.
Experten zufolge hat bislang noch niemand genau diese Variante mit dem Aufkleber in ungeöffnetem Zustand öffentlich versteigert. Weltweit sollen lediglich drei Exemplare bekannt sein.
Für Sammler spielt der Zustand eines Objekts eine entscheidende Rolle. Deshalb prüfte Professional Sports Authenticator (PSA) das versteigerte Spiel. Das US-Unternehmen bewertet die Echtheit und den Zustand verschiedener Sammelgegenstände.
Das Exemplar erhielt eine Bewertung von 9,6 von 10 möglichen Punkten. Darüber hinaus vergab PSA den Zusatz A++. Dieser Hinweis bezieht sich auf die Originalversiegelung mit dem glänzenden Sticker. Spätere Versionen wurden stattdessen in Plastikfolie eingeschweißt.
Kritik an solchen Rekordversteigerungen
Wie das Online-Magazin „WinFuture“ berichtet, gibt es rund um derartige Auktionen immer wieder Diskussionen. Kritiker werfen einigen Bewertungsunternehmen vor, durch intensive Medienarbeit und Absprachen die Preise künstlich zu steigern.
Von den Vorwürfen betroffen ist unter anderem Wata Games, ein Unternehmen, das sich auf die Bewertung von Videospielen spezialisiert hat. Gegen die Firma läuft aktuell eine Klage. Heritage Auctions, das Auktionshaus hinter dem Rekordverkauf, weist die Anschuldigungen zurück. Das Unternehmen versteigert regelmäßig Sammelobjekte wie Sammelkarten, Videospiele oder Münzen und arbeitet traditionell eng mit dem Bewertungsunternehmen zusammen.
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