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Early Access

„Dreamlight Valley“ im Test – lohnt sich das Disney-Spiel?

Nintendo Switch mit Disney Dreamlight Valley von oben
TECHBOOK hat „Disney Dreamlight Valley“ sowohl auf der Switch als auch dem PV getestet.Foto: TECHBOOK

„Dreamlight Valley“ soll ein Spiel für alle Disney-Fans sein. Man kann mit den kultigen Charakteren interagieren, ein magisches Dorf aufbauen und in die Disney-Geschichten eintauchen. TECHBOOK hat das Spiel getestet.

„Animal Crossing“ trifft „Stardew Valley“ in Disney-Optik – ungefähr so könnte man das neue Spiel „Disney Dreamlight Valley“ beschreiben. TECHBOOK hat den neuen Titel sowohl auf der Spielekonsole Nintendo Switch als auch in der PC-Version angezockt.

Darum geht es in „Disney Dreamlight Valley“

Die dem Spiel zugrunde liegende Prämisse ist sehr einfach und ehrlicherweise auch nicht besonders kreativ. Das magische Dreamlight Valley ist seit dem Verschwinden der mysteriösen Herrscherin von einer Art dunkler Magie befallen. Die Folge: Überall wuchern dunkle Ranken, sogenannte Nachtdornen, die den Bewohnern nach und nach ihre Erinnerungen an glücklichere Zeiten rauben. Deshalb ist das Dorf inzwischen in einem üblen Zustand und viele Bewohner haben es längst verlassen.

Als neuem Herrscher von Dreamlight Valley kommt dem Spieler nun die Aufgabe zu, gründlich aufzuräumen und den Nachtdornen den Kampf anzusagen. Dabei gilt es zum einen, das Dorf – ganz genretypisch – wiederaufzubauen beziehungsweise auf Vordermann zu bringen. Dabei hilft einem zu Beginn der aus „Die Hexe und der Zauberer“ bekannte Magier Merlin und im weiteren Spielverlauf immer mehr Disney-Charaktere.

In der Gestaltung ist man dabei recht frei: Häuser und Bäume können beliebig platziert und später auch noch verschoben werden. Auch Sammler dürften sich über das Spiel freuen; man kann nämlich im Spielverlauf eine Menge verschiedener Möbel und andere Einrichtungsgegenstände in verschiedenen Disney-Stilen, Erinnerungsfetzen, Rezepte, Kleidung und vieles mehr horten.

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Das Glück ist mit den Tüchtigen!

Um diverse Aufgaben der Bewohner zu erfüllen, muss man jede Menge Gegenstände und Materialien sammeln. Man kann Graben, Angeln, Steine mit der Spitzhacke zerkleinern, Feldarbeit betreiben – tatsächlich gibt es im Dorf immer etwas zu tun. Das eröffnet dem Spieler, ähnlich wie auch bei „Animal Crossing“ und Co., diverse Beschäftigungsmöglichkeiten im Spiel. Schöne Blumen wachsen dabei genauso nach wie die zahlreichen Erzvorkommen oder die Früchte an Obstbäumen.

Screenshot Disney Dreamlight Valley
Überall im Dorf wuchern die Nachtdornen. Wer sie beseitigt, kann mit vielen kleinen Belohnungen rechnen.Foto: TECHBOOK via Disney Dreamlight Valley

Je mehr Aufgaben man erfüllt und desto besser man sich um das Dreamlight Valley kümmert, desto mehr Portale in andere Welten kann man öffnen. Dort trifft man dann auf ehemalige Bewohner des Dorfes, die dann Stück für Stück zurückkehren und wiederum neue Möglichkeiten in der Spielwelt eröffnen. Holt man etwa den kleinen Ratten-Koch Remy aus „Ratatouille“ zurück, eröffnet dieser sein eigenes Restaurant im Dorf. Ganz zu Schweigen davon, dass der kleine Kerl ein putziger Nachbar ist.

Außerdem bekommt man für das Erledigen der Aufgaben eine Art Traumstaub. Mit dessen Hilfe kann man die Bereiche rund um Dreamlight Valley herum erkunden und die Grenzen des Dorfes erweitern. Südlich des Dorfkerns liegt etwa der Strand, im Osten ein geheimnisvoller Wald, nördlich davon eine eisige Landschaft usw. Dort kann man neue Materialien finden und vor allem neue Charaktere treffen.

Spielen mit Micky, Remy, Elsa und Co.

Genau diese Charaktere machen auch einen großen Teil des Charmes des Spiels aus. Die Zielgruppe sind ganz klar Disney-Fans, die dementsprechend Spaß daran haben, mit Goofy zu angeln, ein Picknick mit Micky zu veranstalten oder bei Dagobert teure Möbel einzukaufen.

Dabei werden die einzelnen Charaktere und ihre Geschichten schön ins Licht gerückt. Remy trifft man hinter dem magischen Portal natürlich in der Küche an. Dort muss man ihm nicht nur helfen, sich an Dreamlight Valley zu erinnern, sondern auch ein Menü zu zaubern. Ach ja, Kochen kann man in dem Spiel natürlich auch! Hier ist tatsächlich teilweise etwas Nachdenken gefragt: Welche Zutaten gehören gleich nochmal in ein Ratatouille? Alles in allem hält sich der Schwierigkeitsgrad aber tatsächlich sehr in Grenzen. Die Stärken des Spiels liegen in anderen Bereichen.

Screenshot Disney Dreamlight Valley
Donald Duck ist immer ein wenig griesgrämig, dafür aber auch leicht zu finden.Foto: TECHBOOK via Disney Dreamlight Valley

Die Hauptaufgabe besteht neben diesen vielen Nebensträngen und Aktivitätsmöglichkeiten natürlich darin, das Dorf wiederherzurichten und von den Nachtdornen zu befreien. Außerdem versucht man herauszufinden, was hinter dem mysteriösen Vergessen steckt.

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Fazit: So hat uns „Disney Dreamlight Valley“ gefallen

Nachdem die TECHBOOK-Redaktion das Spiel über zwei Endgeräte getestet hat, gab es tatsächlich einigen Diskussionsstoff. Grund dafür war zum einen die Early-Access-Version. „Disney Dreamlight Valley“ erscheint nämlich erst Anfang 2023; momentan steht eine unfertige Version zur Verfügung. Das führt regelmäßig zu einigen Bugs, die sich nicht immer durch einen Neustart beheben lassen.

Abseits dessen ist auch nicht ganz klar, an wen sich das Spiel genau richten soll. Steuerung und Grundstruktur sind zum einen sehr simpel und entsprechen somit der Altersfreigabe ab drei Jahren. Zum anderen sind die Dialoge dafür dann doch recht textlastig und in vielen Quests wird man als Spieler wenig an die Hand genommen, was zum einen den Entdeckergeist fordert, für jüngere Kinder somit aber nicht wirklich gut geeignet ist. Gleiches gilt für die recht zersplitterte Haupthandlung des Spiels.

Screenshot Disney Dreamlight Valley
Neben den bösartigen Nachtdornen sind auch wichtige Punkte der Insel von einem düsteren Schleier befallen.Foto: TECHBOOK via Disney Dreamlight Valley

Nichtsdestotrotz macht „Dreamlight Valley“ großen Spaß und man verliert sich schnell in den zahlreichen Aufgaben. Das liebevolle Design der Stadt und der magischen Welten tragen dabei genauso zur Atmosphäre bei wie der unaufdringliche Soundtrack, der die größten Disney-Hits als Instrumentalversion zurückbringt.

Man muss im Übrigen nicht tief in der Disney-Meisterwerk-Reihe drinstecken, um Spaß an dem Spiel zu haben. Zwar versteht man dann wahrscheinlich viele kleine Anspielungen wie etwa das lauthals krakeelte „VOLL GERNE!“ von Halbgott Maui nicht oder warum zur Hölle jetzt aus vergrabenen Aalen Kokosnuss-Palmen werden. Aber wer gerne vielseitige Simulationen spielt und ein Faible für Gestaltung und Sammeln hat, kommt mit „Dreamlight Valley“ in jedem Fall auf seine Kosten.

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