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Doch nicht tot!

Gleich 2 Hersteller wollen Blu-ray am Leben erhalten

Ein Haufen Blu-rays
Zwei japanische Hersteller wollen weiter Blu-rays produzieren Foto: Getty Images
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Woon-Mo Sung
Redakteur

15. April 2026, 15:43 Uhr | Lesezeit: 3 Minuten

Eigentlich befinden sich physische Medien auf dem Sinkflug. Das Interesse schwindet kontinuierlich, die Umsätze sind spätestens seit dem Erstarken von Streaming rückläufig. Dennoch gibt es immer noch reichlich Fans von etwa DVDs und Blu-rays, die ihnen die Treue halten. Diese bekommen nun auch überraschende Unterstützung aus der Industrie.

Verbatim und I-O Date produzieren weiter Blu-rays

Wie unter anderem „Techspot“ berichtet, haben die beiden bekannten Hersteller Verbatim und I-O Data aus Japan ein gemeinsames Statement veröffentlicht. In diesem betonen sie, enger zusammenarbeiten zu wollen und auch weiterhin Blu-rays und dazugehörige Abspielgeräte herstellen zu wollen.

Auch sie erkennen an, dass der Markt zwar weiter schrumpft. Trotzdem gebe es noch immer Unternehmen und Privatverbraucher, die optische Medien weiterverwenden wollen – und das nicht nur zu Unterhaltungszwecken. Eher gehe es um Aufzeichnung oder Speicherung von Daten.

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Ein enthusiastischer Nischenmarkt

Beide Hersteller haben bereits bewiesen, dass es sich hierbei um kein leeres Versprechen handelt. Verbatim kündigte bereits auf der CES 2025 einen neuen Blu-ray-Brenner, den „Slimline“, für 4K-Inhalte an. Und erst in diesem Jahr legte I-O Data mit dem BD Reco nach – mit sechsfacher Schreibgeschwindigkeit und einer dazugehörigen Windows-App.

Wie es heißt, seien die Neuheiten „enthusiastisch“ von japanischen Fans aufgenommen worden. Theoretisch dürfen sich aber auch Anhänger anderswo darüber freuen, ist es doch möglich, die Geräte zu importieren. Das Bekenntnis zur Blu-ray von Verbatim und I-O Data kommt, nachdem sich größere wie kleinere Hersteller, darunter Sony und LG, vom Markt zurückgezogen haben.

Auch interessant: Redakteur über Blu-rays und DVDs – „Habe ich zu früh geheult?“

Ausverkaufte Blu-ray-Laufwerke in Japan

In Japan pflegt man freilich eine andere Beziehung zu physischen Medien als woanders. Und gerade für die blauen Scheiben scheint es noch einiges an Kaufkraft zu geben. Als etwa 2025 Microsoft den Support für Windows 10 beendete, mussten viele Verbraucher auf neue Hardware umsteigen – die aber heutzutage im Normalfall über kein Disc-Laufwerk mehr verfügt.

Deswegen kam es laut „Tom’s Hardware“ zu einem Ansturm auf Blu-ray- und DVD-Laufwerke, die vielerorts ausverkauft waren. Auch im Spielebereich sind Scheiben nach wie vor sehr beliebt: Noch 2024 war etwa die meistverkaufte PS5 in den USA die mit dem Laufwerk – sie machte 82 Prozent aller Verkäufe aus.

Auch und insbesondere in Bezug auf Filme erleben Blu-rays einen Aufschwung, dank besonderer Editionen und spezialisierter Labels. Es scheint, als würde sich das Medium noch kräftig gegen seinen Untergang aufbäumen.

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