12. Mai 2026, 16:17 Uhr | Lesezeit: 2 Minuten
Eine Sicherheitslücke bei Meari Technology ermöglicht Zugriff auf Millionen Babyfone und Kameras. Forscher Sammy Azdoufal entdeckte die Schwachstelle, die ihm Zugang zu ungeschützten Bildern in 118 Ländern verschaffte. Trotz anfänglicher Ignoranz reagierte der Hersteller schließlich, nachdem die Sicherheitsprobleme öffentlich wurden.
Smarte Überwachungskameras und Babyfone sind mittlerweile in vielen Haushalten fest integriert. Sie ermöglichen Eltern, ihre Kinder beim Schlafen oder Spielen stets im Blick zu behalten. Doch diese Technologien bergen auch Risiken, wie ein aktueller Fall zeigt. Laut einem Bericht von „The Verge“ waren über eine Million netzwerkfähige Kameras unzureichend gegen Hacker geschützt.
Hackerangriff auf weltweites Netz
Der Sicherheitsforscher Sammy Azdoufal entdeckte eine Sicherheitslücke, die ihm Zugriff auf Kameras und Babyfone in 118 Ländern ermöglichte. Über die Analyse der Android-App konnte er einen Sicherheitsschlüssel extrahieren, der ihm den Zugriff auf ungeschützte Aufnahmen erlaubte. Diese Dateien lagen auf öffentlich zugänglichen Servern des Alibaba-Netzwerks und boten intime Einblicke in private Wohnräume.
Azdoufal, der bereits Sicherheitsprobleme bei anderen Smart-Home-Geräten aufdeckte, wandte sich direkt an den betroffenen Hersteller Meari Technology. Dieser reagierte zunächst nicht auf die Hinweise, schloss die Sicherheitslücke jedoch später, nachdem der Fall für Aufsehen sorgte.
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Reaktionen des Herstellers
Ein Sprecher bestätigte, dass Angreifer unter bestimmten technischen Bedingungen Nachrichten innerhalb der IoT-Plattform EMQX abfangen konnten. Die genaue Anzahl betroffener Geräte und Kameramarken wurde bislang nicht genannt.
Als Anerkennung für die Aufdeckung der Sicherheitslücke erhielt Azdoufal eine Prämie von 24.000 Euro. Er berichtete jedoch auch von Drohungen seitens des Unternehmens, das ihm vorwarf, sich strafbar gemacht zu haben.
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Sicherheitsmaßnahmen für Nutzer
Der Vorfall unterstreicht die Wichtigkeit von Sicherheitsvorkehrungen bei Smart-Home-Geräten, insbesondere Kameras und Babyfonen. Nutzer sollten sicherstellen, dass sie ihre Geräte regelmäßig aktualisieren. Starke Passwörter und die Änderung voreingestellter Zugangsdaten sind essenziell. Zudem sollte die Zwei-Faktor-Authentifizierung aktiviert werden, sofern verfügbar.
Experten empfehlen, Kameras von renommierten Herstellern mit transparenter Sicherheitsstrategie zu kaufen. Es gilt abzuwägen, ob eine permanent mit dem Internet verbundene Kamera tatsächlich notwendig ist, da sie potenziell ein Einfallstor für Hacker darstellen kann.