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Privatsender über Satellit

Viele Nutzer von HD-Fernsehen müssen bald mehr zahlen

Fernbedienung vor dem Fernseher
Viele Deutsche empfangen Fernsehen über SatellitFoto: Getty Image

Wer sein Fernsehprogramm über Satellit empfängt und dabei auch die privaten Sender in HD schauen möchte, muss ab März 2021 tiefer in die Tasche greifen. HD+ erhöht zu diesem Zeitpunkt die Kosten für das Monats- und das Jahresabo. Was das für Kunden im Detail bedeutet, verrät TECHBOOK.

In Deutschland schauen die Menschen zumeist über eine der vier Technologien fern: Kabel, Satellit, DVB-T2 oder Internet (IPTV). Eine der beliebtesten Empfangswege ist dabei Satellit, bietet es doch Zugriff auf sehr viele Sender, darunter auch Programme aus dem Ausland. Deutschsprachige Programme lassen sich über Astra 19,2 Grad Ost empfangen, wobei die Öffentlich-Rechtlichen – also ARD, ZDF und Co. – ihre Sender sowohl in SD als auch HD ohne monatliche Kosten einspeisen. Auch die privaten Sender wie RTL, Sat.1, Pro 7 und Vox lassen sich über Satellit kostenfrei empfangen, allerdings nur in SD-Qualität. Wer in HD schauen möchte, benötigt ein monatlich oder jährlich abschließbares Abo von HD+. Und dessen Kosten steigen zum 1. März.

Die Kosten für HD+ ab März

Das Sender-Paket von HD+ umfasst 24 private Sender in hochauflösender Qualität sowie zwei Ultra-HD-Sender. Bislang zahlten Kunden dafür 5,75 Euro im Monat oder 70 Euro pro Jahr. Ab dem 1. März erhöhen sich die Kosten laut „digitalfernsehen.de“ allerdings auf 6 Euro monatlich bzw. 75 Euro im Jahr. Die Preise gelten für Kunden, die bereits ein CI+-Modul oder einen HD+-Receiver besitzen bzw. HD+ in ihrem TV integriert haben. Mieten sie hingegen ein CI+-Modul, erhalten sie dieses zusammen mit dem Senderpaket für 8,50 Euro monatlich bzw. einmalig 79 Euro im Jahr.

Trotz der Preiserhöhung bleibt HD+ über Satellit aber eine der günstigsten Methoden, HD-Fernsehen zu empfangen. DVB-T2-Kunden zahlen bei freenet TV aktuell 6,99 Euro im Monat bzw. 85 Euro im Jahr. Kabelkunden zahlen für den Fernsehempfang meist 10 Euro über ihre Nebenkosten, müssen für HD aber zusätzlich ein separates Abo für etwa 4 Euro monatlich abschließen.

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Gründe für die Preiserhöhung

Die letzte Preiserhöhung für HD+ liegt bereits vier Jahre zurück. Seither hat der Anbieter sein Produkt laut eigener Aussage weiter ausgebaut. So wurde die Plattform beispielsweise in vielen Smart-TVs integriert, was zusätzliche Hardware überflüssig macht. Auch die Senderauswahl wurde seit 2017 überarbeitet und zudem UHD eingeführt.

Insgesamt ist der Aufpreis von monatlich 25 Cent also nachvollziehbar. Dennoch können Kunden ihm mit einem kleinen Trick zumindest vorübergehend entgehen. Wenn sie sich nämlich vor dem 1. März ein Jahresabo kaufen, zahlen sie für dieses noch 70 Euro statt der in eineinhalb Monaten geltenden 75 Euro.

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