Konsolen im Vergleich

Nintendo Switch vs. Switch Lite – welche Konsole ist die Richtige für mich?

Die Nintendo Switch mit Joy-Cons
Nintendo Switch gehört zu den beliebtesten Spielekonsolen
Foto: Nintendo

Die Nintendo Switch hat sich millionenfach verkauft und Ende September legte der japanische Hersteller mit einer Lite-Version nach. Doch worin unterscheiden sich die beiden Konsolen im Detail und an welche Zielgruppe richten sie sich jeweils?

Auf den ersten Blick

Äußerlich ist die Nintendo Switch in der Lite-Version geschrumpft. Das macht sich vor allem in der Größe des Screens bemerkbar. Die kleine Konsole hat einen 5,5 Zoll großen LC-Multi-Touch-Bildschirm – das Display des herkömmlichen Switch-Modells ist 6,2 Zoll groß. Bei beiden bleibt die Auflösung bei 1280 mal 720 Pixeln gleich und so gibt es keine Abstufung in der dargebotenen Leistung von Spielen.

Der entscheidende Unterschied liegt aber in der Steuerungsoption, denn die Switch Lite bietet keine Joy-Con. Die Tastenbereiche sind, anders als bei der Nintendo Switch, nicht abnehmbar und fest ins Konsolengehäuse eingeschlossen. Die typischen Funktionen von Joy-Con wie HD-Vibration oder die IR-Bewegungskamera sind somit nicht integriert.

Jedoch gibt es die Bewegungssteuerung in einer abgewandelten Variante. Schon auf der herkömmlichen Switch kann man statt mit den Controllern auch über die Gyroskop-Funktion zielen, indem man die Konsole in die gewünschte Richtung hält. Das funktioniert auch weiterhin auf der Switch Lite. Der bekannte Tischmodus ist mit fehlenden Joy-Cons sowie Kickstand erstmal nicht möglich, kann aber durch einen separat erhältlichen Standfuß und Controller nachgerüstet werden.

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Die Tastenbelegung ist ansonsten bei beiden Modellen gleich, doch Nintendo hat der Lite statt der einzelnen Pfeiltasten ein echtes Steuerkreuz verpasst. Auf der Rückseite der Lite ist für den microSD-Kartenslot ein eigens entworfener Deckel angebracht – bei der Switch fungiert der ausklappbare Tischständer als solcher.

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Unterschiede bei Hardware und Funktionen

Die Switch Lite ist eine reine Handheld-Konsole, doch einige Spiele wie Super Mario Party, 1-2 Switch, Just Dance, Ring Fit Adventure, Nintendo Labo und Fitness Boxing sind damit nicht kompatibel. Sie benötigen die abnehmbaren Joy-Cons. Daraus ergibt sich auch, dass die Lite nicht an den Fernseher angeschlossen werden kann, es gibt keine Docking-Station und keinen TV-Modus. Sie lässt sich also entgegen ihrem Namen nicht „switchen“. Immerhin können zusätzliche Joy-Cons mit der Switch Lite verbunden werden, obwohl das Spielen mit mehreren Leuten auf dem kleinen Bildschirm schwer wird.

Nintendo Switch

Die Steuereinheiten der Nintendo Switch lassen sich links und rechts abnehmen und zu einem Controller umbauen – damit die Tablet-Einheit an den Fernseher angeschlossen werden kann.
Foto: Nintendo

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Aufgrund des günstigeren Preises der Switch Lite muss man diese Abstriche machen. Lediglich bei der Akkulaufzeit wurde die Konsole upgegradet. Sie weist nun 3 bis 7 Stunden Laufzeit auf und hält damit ein wenig länger als die erste Version der Standard-Switch mit 2,5 bis 6 Stunden. Die verbesserte zweite Revision der Konsole hat jedoch ein noch längeres Durchhaltevermögen von 4,5 bis 9 Stunden, sodass beispielsweise mit „Zelda: Breath of the Wild“ 5,5 Stunden Spielspaß garantiert sind.

Konkret hat Nintendo bei der Switch Lite einen 3570 mAh starken Akku verbaut. Im Standard-Modell sind es 4310 mAh. Bei beiden Konsolen ist eine angepasste Version von Nvidias Tegra-X1-Chip verbaut, sodass die Lite-Version die gleiche Leistung wie die „große“ Switch liefert.

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Welche Konsole ist die Richtige für mich?

Mit ihrer flexiblen Anwendung ist die Nintendo Switch mittlerweile der Konsolen-Liebling geworden. Egal, ob allein oder zu zweit, im Tisch- oder TV-Modus, man kann sie vielerorts einsetzen und hat den Spielspaß – auch mit Freunden – immer mit dabei. Sie könnte auch als Familienkonsole fungieren, da bis zu acht einzelne Joy-Cons angeschlossen werden können.

Wer noch keine Switch besitzt und nicht unbedingt am TV spielen will, für den dürfte die Lite-Variante attraktiver erscheinen. Nintendo liefert mit der Switch Lite immerhin eine preiswertere Konsole für jene, die ein noch kompakteres Design bevorzugen. Der größere Akku weist schon auf ein Gerät hin, dass sich ganz auf den portablen Faktor der Switch verlässt und sich vor allem für Leute eignet, die gern unterwegs spielen. Sie brauchen keine abnehmbaren Joy-Cons, sondern eine leichte Handheld-Konsole. Wenn also die herkömmliche Switch eine „Familienkonsole“ ist, richtet sich die Lite-Version klar an den Singleplayer.