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Konsolen im Vergleich

Nintendo Switch vs. Switch Lite – welche ist die Richtige für mich?

Nintendo Switch vs. Switch Lite
Links die große Nintendo Switch, rechts die kleinere Lite-VersionFoto: TECHBOOK

Mit der Nintendo Switch hat der japanische Konzern einen echten Erfolg gelandet. Die beliebte Spielekonsole gibt es in zwei Ausführungen – der großen Switch mit Dock sowie als kleinere Lite-Version. Doch worin unterscheiden sich die beiden Konsolen im Detail und an welche Zielgruppe richten sie sich jeweils?

Die Nintendo Switch hat sich seit ihrem Verkaufsstart im März 2017 millionenfach verkauft. Sie war sogar so erfolgreich, dass Nintendo im September 2019 eine kompaktere Version, die Switch Lite, auf den Markt gebracht hat. Der wohl größte Unterschied zwischen den Konsolen: Während sich die Nintendo Switch dank des mitgelieferten Docks auch am Fernseher anschließen lässt, ist die Switch Lite vor allem für den mobilen Einsatz gedacht. Welche Details die beiden Konsolen noch voneinander unterscheiden, hat TECHBOOK im Vergleich der Nintendo Switch und Switch Lite aufgelistet.

Nintendo Switch und Switch Lite im optischen Vergleich

Die Nintendo Switch Lite ist deutlich kompakter als die normale Version. Das macht sich auch in der Größe des Screens bemerkbar. Während die kleine Konsole einen 5,5 Zoll großen LC-Multi-Touch-Bildschirm besitzt, ist das Display des herkömmlichen Switch-Modells 6,2 Zoll groß. Bei beiden Konsolen beträgt die Auflösung 1280 mal 720 Pixel.

Der entscheidende Unterschied im Vergleich der Nintendo Switch und der Switch Lite liegt aber in der Steuerung, denn die Switch Lite bietet keine Joy-Cons. Die Tastenbereiche sind, anders als bei der Nintendo Switch, nicht abnehmbar und fest ins Konsolengehäuse eingeschlossen. Die typischen Funktionen der Joy-Cons – wie etwa HD-Vibration oder die IR-Bewegungskamera – sind somit nicht integriert.

Nintendo Switch Lite
Die Switch Lite von NintendoFoto: Nintendo

Jedoch gibt es die Bewegungssteuerung in einer abgewandelten Variante. Schon auf der herkömmlichen Switch kann man statt mit den Controllern auch über die Gyroskop-Funktion zielen, indem man die Konsole in die gewünschte Richtung hält. Das funktioniert auch auf der Switch Lite. Die Tastenbelegung ist ansonsten bei beiden Modellen gleich, doch Nintendo hat der Lite statt der einzelnen Pfeiltasten ein echtes Steuerkreuz verpasst. Das ruft Retro-Nostalgie hervor, denn diesen Designaspekt kennen wir bereits seit dem ersten Game Boy.

Da sich die Joy-Cons bei der Switch Lite im Vergleich zur Nintendo Switch nicht abnehmen lassen und die kleinere Konsole zudem keinen Standfuß besitzt, lässt sie sich ohne zusätzliches Zubehör auch nicht im Tischmodus nutzen. Spieler*innen können aber nachrüsten – beispielsweise mit einem separat erhältlichen Standfuß und Controller. Nachrüsten lässt sich bei beiden Konsolen auch der Speicherplatz. Auf der Rückseite der Switch Lite ist für den microSD-Kartenslot ein eigens entworfener Deckel angebracht – bei der Switch fungiert der ausklappbare Tischständer als solcher.

Unterschiede bei Hardware und Funktionen

Die Switch Lite ist im Vergleich zur Nintendo Switch eine reine Handheld-Konsole. Einige Spiele wie Super Mario Party, 1-2 Switch, Just Dance, Ring Fit Adventure, Nintendo Labo und Fitness Boxing sind somit nicht kompatibel. Sie benötigen die abnehmbaren Joy-Cons. Auch auf die Docking-Station und den TV-Modus hat Nintendo bei der Switch Lite verzichtet. Aus diesem Grund lässt sie sich auch nicht an den Fernseher anschließen. Ihr Spielbetrieb lässt sich also entgegen ihres Namens nicht „switchen“. Immerhin können zusätzliche Joy-Cons mit der Switch Lite verbunden werden, wenn das Spielen mit mehreren Leuten auf dem kleinen Bildschirm auch weniger komfortabel ist.

Nintendo Switch
Die Steuereinheiten der Nintendo Switch lassen sich links und rechts abnehmen und zu einem Controller umbauen – damit die Tablet-Einheit an den Fernseher angeschlossen werden kann.Foto: Nintendo

Das größere Display und die zusätzliche Technik im Inneren der Nintendo Switch sorgen für einen höheren Strombedarf. Die erste Version der großen Switch erreichte eine Akkulaufzeit von 2,5 bis 6 Stunden. Das war nicht viel und sorgte schnell für Beschwerden seitens der Spieler. Nintendo hat daraufhin eine verbesserte Version der Switch herausgebracht, die auf eine Laufzeit von 4,5 bis 9 Stunden kommt. Erkennen lässt sich die verbesserte Variante zum einen anhand der Verpackung (alte Version mit Hand, neue Version ohne Hand auf dem Karton), zum anderen anhand der Modellnummer HAC-001(-01). Auch Seriennummern, die mit „XK“ beginnen, weisen auf eine Nintendo-Switch-Konsole mit verbesserter Batterielaufzeit hin.

In Sachen Laufzeit liegt die Switch Lite genau zwischen der alten und der neuen Version der großen Switch. Im Schnitt 3 bis 7 Stunden können Spieler*innen mit einer Akkuladung zocken. Konkret hat Nintendo hier einen 3570 mAh starken Akku verbaut. Im Vergleich zur Switch Lite bringt die Nintendo Switch einen 4310- mAh-Akku mit – und zwar sowohl die alte als auch die neue Version. Die bessere Laufzeit erreicht Nintendo hier durch eine angepasste Version von Nvidias Tegra-X1-Chip, der auch in der Switch Lite zum Einsatz kommt.

Preise der Nintendo Switch und Switch Lite im Vergleich

Aufgrund der genannten Abstriche ist die Switch Lite im Vergleich zur großen Nintendo Switch aber auch günstiger. Die Konsole ist in den Farben Gelb, Grau, Türkis und Koralle erhältlich und hat eine UVP von 219 Euro. Mittlerweile ist die Konsole aber auch schon zu Preisen um 200 Euro zu haben. Teurer ist die große Switch – nicht zuletzt wegen der mitgelieferten Joy-Cons und der Docking-Station. Sie ist in einer grauen Ausführung sowie mit Joy-Cons in Neon-Rot und Neon-Blau erhältlich. Die UVP liegt bei 329 Euro, wobei sie derzeit auch häufig zu diesem Preis verkauft wird.

Von beiden Konsolen hat Nintendo zudem diverse Bundles mit Spiel herausgebracht, die dann etwas teurer sind. Im Falle der Standard-Switch bringen die Bundle-Versionen oft auch eine besondere Farbgebung der Konsole mit.

Welche Konsole ist die Richtige für mich?

Mit ihrer flexiblen Anwendung ist die Nintendo Switch mittlerweile der Konsolen-Liebling geworden. Egal, ob allein oder zu zweit, im Tisch- oder TV-Modus, man kann sie vielerorts einsetzen und hat den Spielspaß – auch mit Freunden – immer mit dabei. Sie könnte auch als Familienkonsole fungieren, da bis zu acht einzelne Joy-Cons angeschlossen werden können.

Wer noch keine Switch besitzt und nicht unbedingt am TV spielen will, für den dürfte die Lite-Variante attraktiver erscheinen. Nintendo liefert mit der Switch Lite immerhin eine preiswertere Konsole für jene, die ein noch kompakteres Design bevorzugen. Der größere Akku weist schon auf ein Gerät hin, dass sich ganz auf den portablen Faktor der Switch verlässt und sich vor allem für Leute eignet, die gern unterwegs spielen. Sie brauchen keine abnehmbaren Joy-Cons, sondern eine leichte Handheld-Konsole. Wenn also die herkömmliche Switch eine „Familienkonsole“ ist, richtet sich die Lite-Version klar an den Singleplayer.