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6 wichtige Regeln

So erkennt man Fake-Shops auf Amazon

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Online-Shopping gehört mittlerweile zum Alltag. Dabei kann man leicht in die Falle eines Fake-Shops tappenFoto: Getty Image

Der Preis ist konkurrenzlos günstig, der Anbieter sieht auf den ersten Blick ganz okay aus. Da möchte man am liebsten sofort zuschlagen. Vorsicht! Es könnte sich um einen Fake-Shop handeln. Immer wieder ist auch der Online-Händler Amazon davon betroffen. Wir erklären, wie Sie einen Fake-Shop erkennen.

Seit Monaten wird darüber berichtet, dass Amazon immer öfter von sogenannten Fake-Shops betroffen ist. Dabei werden extrem günstige Preise für beliebte Produkte wie Blu-Rays, Reiniger oder Elektronik beworben, das Geld von den Betrügern einkassiert, ohne die Produkte jemals an Käufer zu verschicken. Auch die Gewerkschaft der Polizei warnt auf ihrem Portal www.polizei-dein-partner.de vor den kriminellen Anbietern auf Amazon.

Dabei wird man nicht nur finanziell abgezockt, sondern verliert eventuell auch seine Zugangsdaten: „Besondere Vorsicht ist geboten, wenn plötzlich erneut Zugangsdaten zu Amazon einzugeben sind, obwohl man zuvor bereits eingeloggt war. Dann besteht zusätzlich auch noch die Gefahr, Opfer von Phishing zu werden“, sagt Hans-Joachim Henschel vom „Ratgeber Internetkriminalität“ der Polizei Niedersachsen. Amazon empfiehlt grundsätzlich als Schutz vor Hackern die Zwei-Faktor-Authentifizierung, die Sie unter Mein Konto > Anmeldung und Sicherheit > Erweiterte Sicherheitseinstellungen vornehmen können.

Router mal ausschalten

Eines schon mal vorweg: Wer durch einen Amazon-Händler geprellt wurde, hat gute Chancen auf die Rückerstattung des Kaufpreises, sofern der Verkauf über die üblichen Amazon Bezahlmethoden auf der Amazon-Website abgewickelt wurde. Hier greift die sogenannte A-z-Garantie von Amazon.

Damit es nicht so weit kommt, haben wir ein paar Tipps, wie Sie sich vor Fake-Shops auf Amazon schützen können.

Erste Regel: Misstrauisch sein

Wenn man einen konkurrenzlos günstigen Preis entdeckt, sollte man immer misstrauisch sein. Warum bietet dieser Anbieter das Produkt so viel günstiger an als alle anderen? Hier sollte man sich den Anbieter näher anschauen. Bei absurd niedrigen Preisen sollte man lieber gleich wegschauen.

Zweite Regel: Wie sind die Bewertungen?

Wenn keine Bewertungen für das angebotene Produkt vorliegen, ist es ein schlechtes Zeichen. Als Nächstes sollte man den Anbieter selbst anklicken und sich seine Bewertungen anschauen. Wenn hier die meisten Bewertungen schon lange zurückliegen und plötzlich neue wieder auftauchen, ist das ein Zeichen dafür, dass ein alter, brachliegender Anbieter gehackt wurde und sein Shop missbraucht wird. Auch komplett neue Händler, die sehr unterschiedliche Produkte im Sortiment haben und kaum Bewertungen, sind verdächtig. Hier am besten sofort die Finger von lassen.

Dritte Regel: Vorsicht bei vielen Bewertungen in schlechtem Deutsch

Wenn ein Produkt oder ein Anbieter viele positive Bewertungen in schlechtem Deutsch hat, deutet es darauf hin, dass es sich hier nicht um einen seriösen Händler handelt. Offenbar versucht jemand, mit gefälschten Bewertungen einen guten Eindruck zu erwecken. Es muss nicht unbedingt ein Fake-Shop sein, aber wer mit gefälschten Bewertungen sich und sein Produkt in ein besseres Licht stellen will, der sollte mit einem Kauf auch nicht belohnt werden.

Vierte Regel: Woher stammt der Anbieter?

Wer den Anbieter anklickt, der kann sich anschauen, woher der Anbieter stammt. Fehlt ein Impressum des Anbieters, ist das schon mal ein schlechtes Indiz. Auch ein kurioser Name sollte aufhorchen lassen. Wenn der Sitz dann irgendwo in Honkong oder anderswo außerhalb der EU ist, wird es schwierig bei einem Fehlkauf oder Betrug, seine Käuferrechte geltend zu machen – auch im Garantiefall. Vor allem bei teuren Produkten sollte man Anbieter aus der Europäischen Union wählen.

Fünfte Regel: Nur direkt über Amazon bezahlen

Auf der sicheren Seite ist man nur, wenn man den Verkauf über Amazons Warenkorb und Bezahlsystem abwickelt. Dann greift Amazons A-z-Garantie und das Geld wird im Betrugsfall dem Kunden erstattet. Auf keinen Fall über weitergeleitete Seiten bezahlen oder andere Dienste nutzen, die der Verkäufer vorschlägt, die aber nicht über Amazon abgesichert sind.

Sechste Regel: Nicht zu sehr geizen

Wer zu sehr geizt, der kann auf die Nase fallen. Deswegen lieber ein paar Euro bei einem seriösen Anbieter bezahlen, der gute Bewertungen hat, vielleicht auch noch den Prime-Versand anbietet oder sogar direkt über Amazon seine Produkte verschicken lässt. Das erspart Ärger und im Notfall kann man auch auf die Kulanz und Hilfe von Amazon bauen.

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