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Europäische Netzanbieter wollen Funklöcher per Satellit schließen

Visualisierung eines weltweiten Netzwerks
Ein geplanter Satellitendienst soll Smartphones auch außerhalb des Mobilfunknetzes verbinden Foto: Getty Images
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TECHBOOK Redaktion

10. September 2026, 11:33 Uhr | Lesezeit: 2 Minuten

Mobilfunk ohne Funkmast? Genau daran arbeiten offenbar vier der größten europäischen Netzbetreiber. Ein geplanter Satellitendienst soll Smartphones auch außerhalb klassischer Mobilfunknetze verbinden.

Europas Mobilfunker schmieden gemeinsame Pläne

Die Deutsche Telekom, Orange, Vodafone und Telefónica führen Gespräche über ein gemeinsames Satelliten-Konsortium. Das berichtet „Bloomberg“ unter Berufung auf Insider. Ziel ist ein Dienst, der Anrufe, SMS und mobile Daten auch dort ermöglicht, wo kein Mobilfunknetz verfügbar ist.

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Die direkte Kopplung mit handelsüblichen Smartphones soll den Einsatz zusätzlicher Hardware überflüssig machen. Nutzer könnten dadurch auch in abgelegenen Regionen erreichbar bleiben, etwa in ländlichen Gebieten, bei Outdoor-Aktivitäten oder in Notfällen. Gleichzeitig würde ein solches Angebot eine europäische Alternative zu bestehenden Satelliten-Diensten schaffen.

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Neue Frequenzen machen den Weg frei

Ein wichtiger Auslöser für die Pläne ist die anstehende Neuvergabe von Satellitenfrequenzen in der Europäischen Union. Die derzeitigen Lizenzen für das 2-Gigahertz-Spektrum laufen im Mai 2027 aus. Anschließend möchte die Europäische Kommission die Frequenzen neu aufteilen.

Geplant sind drei gleich große Bereiche. Ein Drittel soll für die europäische Regierungskonstellation IRIS² reserviert werden. Ein weiteres Drittel ist für Unternehmen vorgesehen, die mehrheitlich unter europäischer Kontrolle stehen. Genau auf diesen Bereich hätte es das geplante Konsortium abgesehen. Der verbleibende Teil soll allen Interessenten offenstehen, darunter auch Unternehmen aus den USA.

Mit Starlink existiert bereits ein Anbieter, der Satelliten-Kommunikation direkt für Smartphones entwickelt. Dafür arbeitet SpaceX unter anderem mit der Deutschen Telekom zusammen. Ohne eigene europäische Frequenzrechte kann das Unternehmen den Dienst in Europa jedoch nicht eigenständig anbieten.

Noch befinden sich die Gespräche der vier Mobilfunkanbieter in einer frühen Phase. Zudem gibt es Herausforderungen. Vodafone betreibt ein Joint Venture mit dem texanischen Unternehmen AST SpaceMobile, was bei den EU-Vorgaben zur europäischen Mehrheitskontrolle zum Problem werden könnte. Außerdem fehlt bislang die nötige Infrastruktur im All. Die europäische Satellitenkonstellation IRIS² soll erst 2029 betriebsbereit sein. Bis dahin könnten die Unternehmen auf Kapazitäten von Anbietern wie Starlink angewiesen sein.

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