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Neue Regionen im Verbund

Roaming wird ausgeweitet! Hier nutzt Du Dein Handy jetzt ohne Zusatzkosten

Ab 2026 gelten EU-Regeln auch für Ukraine und Moldau
Ab 2026 gelten EU-Regeln auch für Ukraine und Moldau Foto: Getty Images
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Rita Deutschbein, Redaktionsleiterin TECHBOOK
Redaktionsleiterin

17. Dezember 2025, 11:09 Uhr | Lesezeit: 3 Minuten

Ein weiteres Stück Europa wächst zusammen, zumindest was das Reisen angeht. Ab 2026 fallen die Roaminggebühren zwischen den EU-Staaten, der Ukraine und Moldau offiziell weg. Doch ein großer Netzbetreiber prescht schon jetzt vor und schaltet die neuen Regeln früher frei. Was das für Millionen Menschen bedeutet, erklärt TECHBOOK.

Wer innerhalb der EU reist, kann seinen Handytarif in fremden Ländern wie zu Hause nutzen. „Roam like at home“ heißt die Regelung, die das Telefonieren und die Datennutzung im EU-Ausland ohne Zusatzkosten ermöglicht. Abseits der 27 EU-Mitgliedstaaten gibt es Ausnahmen für einige Länder, die ebenfalls in den Roaming-Verbund fallen. Dazu gehören oftmals Liechtenstein, Norwegen, Finnland, Island, Großbritannien und bei der Telekom auch die Schweiz. Ab 2026 gesellen sich zwei weitere Länder hinzu, die bislang nicht Teil der EU sind.

Vodafone startet vorzeitig mit kostenfreiem Roaming

Ab dem 1. Januar 2026 wird das Prinzip „Roam like at home“ (dt. „Roaming wie zu Hause“) auch auf die Ukraine und Moldau ausgeweitet. Damit können Nutzer innerhalb dieser Länder und der EU ohne Zusatzkosten telefonieren, Nachrichten senden und mobile Daten verwenden. Vodafone Deutschland hat die neuen Regelungen bereits am 16. Dezember in Kraft gesetzt – zwei Wochen vor dem offiziellen Starttermin.

Das bedeutet konkret, dass ukrainische Kunden mit einem Vertrag bei einem heimischen Anbieter in Deutschland künftig kostenlos surfen und telefonieren können. Umgekehrt können deutsche Vodafone-Kunden in der Ukraine ihr Smartphone ebenfalls ohne zusätzliche Gebühren nutzen. Wichtig dabei ist, dass dies nur für ukrainische Netzbetreiber gilt. Regionen, die von Russland besetzt sind und in denen russische Netze aktiv sind, profitieren nicht von der neuen Regelung.

Auch die Republik Moldau ist Teil des neuen Roaming-Abkommens. Das Land zwischen Rumänien und der Ukraine macht damit einen weiteren Schritt in Richtung europäischer Integration. Die Deutsche Telekom und O2 setzen die neue Vorschrift erst zum gesetzlichen Stichtag am 1. Januar 2026 um.

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EU-Regelung soll Integration vorantreiben

Die Entscheidung, die Ukraine und Moldau in das EU-Roaminggebiet aufzunehmen, wurde vom Rat der Europäischen Union im Juli 2025 beschlossen. Bereits seit 2017 sind Roaminggebühren innerhalb der EU abgeschafft. Mitte 2022 sollte die Regelung eigentlich auslaufen, wurde jedoch bis 2032 verlängert. Nun profitieren auch Reisende und Bewohner in der Ukraine und Moldau von der Regelung.

Die Vereinbarung ermöglicht nicht nur eine kostengünstigere Nutzung bestehender Mobilfunktarife, sie garantiert außerdem die gleiche Netzqualität und -geschwindigkeit wie im Heimatland. Auch Notrufe müssen kostenlos erreichbar sein. Für Moldau ist die Integration Teil des 2016 geschlossenen Assoziierungsabkommens mit der EU und fördert die schrittweise wirtschaftliche Anbindung an den EU-Binnenmarkt.

In der Ukraine galt bereits seit 2022 eine freiwillige Vereinbarung mit der EU und europäischen Netzbetreibern, die bis Ende 2025 niedrigere Roamingkosten ermöglichte. Diese wird nun durch die neue gesetzliche Regelung abgelöst.

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