31. Dezember 2025, 17:34 Uhr | Lesezeit: 3 Minuten
Der Countdown läuft, die Korken knallen – und plötzlich ist das Handy praktisch stumm: Zum Jahreswechsel stoßen die deutschen Mobilfunknetze traditionell an ihre Grenzen. Millionen wollen gleichzeitig Grüße verschicken, Fotos teilen oder kurz anrufen. Doch wer mitten im Menschengewimmel steht oder auf dem Land feiert, landet schnell im digitalen Nirwana.
In den ersten Minuten des neuen Jahres sind vor allem in Ballungsgebieten die Netze teils überlastet – und auf dem Land sitzt man mitunter im Funkloch. Die Folgen sind dieselben: Handyanrufe sind kaum möglich und auch SMS können nur schwer verschickt werden. Und wer nicht gerade zufällig mit einem WLAN verbunden ist, kommt auch per Messenger oder Mail nicht weiter. Wo muss man an Silvester mit einer Überlastung der Mobilfunknetze rechnen?
Übersicht
Wo an Silvester viel los ist, können die Netze in die Knie gehen
Jedes Jahr gibt es sie – die Orte, wo sich an Silvester besonders viele Menschen zum Feiern treffen. Besonders in Ballungsgebieten und überall, wo viel los ist, kann das Funk- und Datennetz nach Mitternacht daher kurzzeitig überlastet sein. Auch Messenger-Dienste können dann möglicherweise kurz Probleme haben, die Masse an Nachrichten zu bewältigen.
Vor allem in Städten ist es daher ratsam, in den ersten Minuten nach Mitternacht nur Textnachrichten zu versenden und gegebenenfalls auch mal den Messenger-Dienst zu wechseln. Wenn möglich, sollte man sich 500 Meter oder weiter von Menschenmengen absetzen. Dann loggt sich das Handy vielleicht in eine Funkzelle ein, die nicht überlastet ist.
Vorschreiben und Versandlisten nutzen
Doch damit Anrufe bei den Liebsten und Freunden nicht im Funkloch verhallen und Nachrichten nicht erst dann eintrudeln, wenn die Silvesterparty bereits vorbei ist, kann man noch einiges mehr tun. Es lohnt in jedem Fall, strategisch vorzugehen. Um an Silvester Flaschenhälsen in den Mobilfunknetzen aus dem Weg zu gehen, rät der IT-Branchenverband Bitkom, Nachrichten vorzuschreiben und als Entwurf abzuspeichern.
Hilfreich sei auch, vorab eine Versandliste anzulegen für den Fall, dass man mehreren Menschen Neujahrsgrüße mit gleichem Wortlaut schicken möchte. So schlägt man zwei Fliegen mit einer Klappe. Man kann nicht nur pünktlich auf die Sekunde mit einem Knopfdruck alle Kurznachrichten abschicken. Man muss auch nicht genau dann ins Handy starren und tippen, wenn um einen herum die Stimmung hochkocht.
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Terminversand gegen Funklöcher
Wer Silvester in einer Region mit zweifelhafter Mobilfunkversorgung verbringt, keinen Programmpunkt der besuchten Silvestergala verpassen oder einfach früh schlafen gehen möchte, dem empfiehlt der Bitkom den Terminversand. Die Möglichkeit, Nachrichten zeitgesteuert zu versenden, bieten viele Anbieter, Apps oder Dienste an. Ein Beispiel ist die App AutoResponder für WhatsApp, die es für Android-Smartphones gibt.
Wer weiß, dass er quasi in einem Funkloch feiern wird, dem bleibt natürlich oft nur, die Grüße vorher bei einem E-Mail-Dienst zu terminieren.
WLAN ist zu Hause die bessere Wahl
Wer daheim oder bei Freunden zu Hause Silvester feiert, kann seine Messenger-Nachrichten und E-Mails aber am zuverlässigsten per WLAN verschicken. Öffentliche WLAN-Netze sind hingegen in den ersten Minuten des Jahres oft überlastet. Und wer seine Neujahrsgrüße telefonisch loswerden möchte, habe mit dem Festnetztelefon – sofern vorhanden – immer noch die besten Karten.