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Was ist die iSIM? Die nächste Generation der SIM-Karte erklärt

iSIM ist die nächste Generation der SIM-Karte
iSIM ist die nächste Generation der SIM-Karte Foto: Getty Images
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Rita Deutschbein, Redaktionsleiterin TECHBOOK
Redaktionsleiterin

29. Dezember 2025, 8:07 Uhr | Lesezeit: 4 Minuten

Klein, sicher und energieeffizient – die iSIM ist die nächste Generation der SIM-Karte. Doch was genau steckt hinter dieser Technologie, worin liegt der Unterschied zur eSIM, und warum ist sie vor allem für kleine Geräte oder Unternehmen so interessant? Wir liefern die Antworten.

Nach der Nano-SIM und der eSIM steht mit der iSIM die nächste Evolutionsstufe der SIM-Karte bevor. Die fest in den Chipsatz integrierte SIM verspricht mehr Platz, bessere Energieeffizienz und erhöhte Sicherheit. Noch ist sie nicht in Smartphones im Einsatz, doch ändert sich das bald?

Was ist eine iSIM – und wie funktioniert sie?

Die Abkürzung iSIM steht für „Integrated SIM“, also „integrierte SIM“. Im Gegensatz zur bekannten SIM-Karte, die man in das Handy steckt, oder zur eSIM, die fest ins Gerät eingebaut ist, geht die iSIM noch einen Schritt weiter. Sie ist direkt in den Hauptchip des Geräts eingebaut – also ein fester Bestandteil der Elektronik. Es gibt keinen extra Chip und kein Fach mehr, das geöffnet werden muss.

Für den Nutzer bedeutet das, dass die iSIM nicht sichtbar ist und auch nicht aus dem Smartphone oder einem anderen Gerät herausgenommen werden kann. Dennoch funktioniert sie genauso wie jede andere SIM-Karte: Sie sorgt dafür, dass das Gerät mit dem Mobilfunknetz verbunden ist.

Auch interessant: Was ist eine eSIM und welche Vorteile bietet sie?

Die wichtigsten Vorteile der iSIM

Die iSIM bringt zahlreiche Vorteile mit sich. Sie spart nicht nur Platz, sondern erhöht auch die Energieeffizienz und reduziert die Materialkosten bei der Fertigung. Die Sicherheitsarchitektur basiert auf sogenannten Secure Elements – isolierten Bereichen im Chipsatz, in denen Netzwerkinformationen geschützt abgelegt werden. Dadurch sind iSIMs nicht manipulierbar und bieten Schutz vor unbefugtem Zugriff.

Ein weiterer Vorteil: SIM-Profile lassen sich per Fernzugriff verwalten, austauschen und aktualisieren. Das macht die iSIM besonders interessant für Unternehmen im Bereich Industrie, Gesundheitswesen oder Fahrzeugvernetzung. Auch in schwer zugänglichen Installationen kann sie ihre Stärken ausspielen.

Zusammengefasst heißt das:

  • Mehr Platz im Gerät: Da kein Steckplatz und kein extra Chip mehr nötig sind, bleibt mehr Raum für andere Dinge – zum Beispiel größere Akkus.
  • Weniger Stromverbrauch: Die iSIM benötigt weniger Energie als klassische SIM-Karten. Das verlängert die Akkulaufzeit, besonders bei kleinen Geräten wie Smartwatches oder Sensoren.
  • Mehr Sicherheit: Da die iSIM fest im Gerät verbaut ist, kann sie nicht gestohlen oder manipuliert werden.
  • Fernverwaltung möglich: Netzbetreiber können die iSIM aus der Ferne einrichten, aktualisieren oder den Anbieter wechseln – ganz ohne Zutun des Nutzers.
  • Bessere Nachhaltigkeit: Ohne Plastikkarte und extra Bauteile fällt weniger Elektronikmüll an.

Allerdings bringt die Technologie auch Herausforderungen mit sich. Die feste Integration im Gerät macht einen SIM-Wechsel nur über einen Gerätetausch möglich. Zudem ist die Markteinführung mit höheren Einstiegskosten verbunden, und Unternehmen sind auf Chip-Hersteller angewiesen, die iSIMs unterstützen.

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Was unterscheidet iSIM, eSIM und klassische SIM-Karten?

MerkmalSIM-KarteeSIMiSIM
BauformPhysische KarteFester Chip im GerätIn den Hauptchip integriert
AustauschbarkeitManuell wechselbarDigital wechselbarNur mit Gerätetausch möglich
PlatzbedarfHochMittelSehr gering
SicherheitGering bis mittelHochSehr hoch
EnergieverbrauchNormalNormalNiedrig
VerwaltungManuellDigitalDigital und vollständig remote

Wo wird die iSIM heute eingesetzt – und wann kommt sie aufs Smartphone?

Aktuell ist die iSIM vor allem in Industrie-Geräten, Sensoren und IoT-Anwendungen im Einsatz – also in Geräten, die oft schwer erreichbar sind und zuverlässig über Mobilfunk funktionieren müssen. Obwohl erste iSIM-Chips von Herstellern wie Qualcomm bereits entwickelt wurden, gibt es noch keine Smartphones auf dem Markt, die iSIMs verwenden. Das könnte sich jedoch in den kommenden Jahren ändern. Zumal die iSIM voll kompatibel mit bestehenden eSIM-Profilen ist. Nutzer würden somit keinen Unterschied in der Anwendung merken. Der Umstieg könnte also technisch reibungslos verlaufen – wenn die ersten Geräte auf den Markt kommen.

Wer aktuell ein Smartphone nutzt, arbeitet vorerst aber weiterhin mit einer klassischen SIM oder eSIM. Doch die iSIM könnte schon bald zur Standardlösung werden, vor allem, wenn Geräte noch kleiner, robuster und energieeffizienter gebaut werden sollen. Auch wenn die iSIM im Alltag noch nicht angekommen ist, zeigt sie, wohin die Reise geht: weniger Bauteile, mehr Sicherheit, weniger Aufwand für den Nutzer.

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