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Importverbot!

Router-Verbot in den USA stellt Weltmarkt auf den Kopf

Frau verkabelt Router
Neue Vorschriften in den USA könnten den Router-Markt stark verändern und Geräte knapp machen Foto: Getty Images
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Andy Voß

27. März 2026, 12:24 Uhr | Lesezeit: 2 Minuten

In den USA gilt eine neue Vorgabe für Router. Künftig dürfen nur noch Geräte zugelassen werden, die vollständig im Inland entwickelt und produziert wurden. Das führt zu einem grundlegenden Problem, denn aktuell existieren praktisch keine Router, die diese Bedingung erfüllen.

Die zuständige Behörde FCC hat diese Regelung offiziell angekündigt und begründet sie mit Sicherheitsbedenken. Im Fokus steht die Sorge vor möglichen Cyberangriffen, die über Hardware aus dem Ausland erfolgen könnten.

Bestehende Geräte nur noch eingeschränkt Nutzbar

Für Nutzer bestehender Router gibt es zunächst eine Übergangsphase. Bereits zugelassene Geräte dürfen weiterverwendet werden. Allerdings gelten klare Einschränkungen bei Updates. Firmware-Aktualisierungen sind nur noch bis zum 1. März 2027 erlaubt. Dabei dürfen ausschließlich Sicherheitsupdates eingespielt werden, neue Funktionen sind ausgeschlossen. Nach diesem Datum könnten sogar sicherheitsrelevante Updates nicht mehr zulässig sein. Hersteller haben die Möglichkeit, Ausnahmen zu beantragen. Diese Verfahren gelten jedoch als aufwendig und wirtschaftlich wenig attraktiv.

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Grundlage der Entscheidung ist die Bewertung eines Gremiums, das vom Weißen Haus eingesetzt wurde. Dieses kommt zu dem Schluss, dass ausländische Router „ein inakzeptables Risiko für die nationale Sicherheit der Vereinigten Staaten“ darstellen. Als Begründung werden mögliche Schwachstellen entlang der Lieferkette genannt. Diese könnten Auswirkungen auf Wirtschaft, kritische Infrastruktur und militärische Systeme haben. Diskutiert werden unter anderem mögliche Hintertüren in der Firmware, die Angriffe erleichtern könnten. Öffentliche Belege für solche Szenarien gibt es bislang nicht.

Unklare Folgen für Hersteller und Markt

Die Entscheidung hat direkte Auswirkungen auf die gesamte Branche. Nahezu alle Routerhersteller nutzen internationale Lieferketten und produzieren zumindest einzelne Komponenten im Ausland. Deshalb ist derzeit offen, welche Geräte künftig überhaupt noch zugelassen werden können. Man vermutet, dass die Maßnahme darauf abzielt, Hersteller zur Verlagerung ihrer Produktion in die USA zu bewegen. Aufgrund geringer Gewinnmargen im Router-Markt gilt es jedoch als fraglich, ob dieser Plan aufgeht.

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