„Ikea Place“ im Test

Ihr Wohnzimmer können Sie jetzt per App einrichten

Ikea Place App in Aktion mit Platzierung von Möbeln via Augmented Reality
Im virtuellen Wohnzimmer können Kunden eine große Palette an Möbeln platzieren.
Foto: TECHBOOK

Die „Ikea Place“-App funktioniert ab sofort auf iOS- und Android-Geräten. TECHBOOK hat die Augmented-Reality-App getestet und klärt auf, welche Smartphones kompatibel sind.

Passt der Schrank oder das Sofa überhaupt ins Wohnzimmer? Sowohl geschmacklich als auch räumlich können Kunden von Ikea diese Frage ab sofort mit dem Smartphone beantworten. Per Augmented Reality (AR) wird jeder Raum virtuell mit Möbeln bestückt. TECHBOOK hat die App getestet.

Andere Möbelhäuser hängt Ikea mit seiner Entwicklung weit ab. Bisher gibt es keine vergleichbaren Apps von der Konkurrenz. Lediglich Porsche und Lego haben sich als globale Marken an solchen Apps versucht. So kann man etwa einen virtuellen Rundgang um ein aktuelles Porsche-Fahrzeug machen.

So funktioniert „Ikea Place“

Wenn Sie die kostenlose App öffnen, unterscheidet sie sich auf den ersten Blick nicht von der üblichen Kamera. Über den Sucher-Knopf unten links können Sie Produkte fotografieren – Ikea schlägt dann ähnliche Produkte aus dem eigenen Portfolio vor. Das klappt bei Stühlen und Sofas gut; bei Schränken ist die Erkennung etwas ungenau.

Über das Plus-Symbol unten in der Mitte können Sie in Ihrer Umgebung virtuelle Möbel platzieren. Zum Scannen das Raums bewegen Sie die Smartphone-Kamera nach Aufforderung einfach im Raum umher. Ihre Wunschergebnisse können Sie per Screenshot oder Bildschirmaufnahme mit Freunden teilen. In der App selbst ist keine Share-Funktion integriert.

Auswahl an Möbeln groß

Positiv fällt die Masse an Gestaltungsmöglichkeiten innerhalb der Place-App auf. Nicht nur die Flagschiff-Möbel mit den Namen Poäng, Lack und Billy sind in der Simulation wählbar, sondern ein großer Teil der Produktpalette samt Dekoration. Damit sollte jeder IKEA-Kunde ein virtuelles Zimmer zusammenstellen können. Dabei beschränkt sich die App nicht auf das Wohnzimmer – genauso können Sie Küchen-, Schlaf- und Büromöbel in AR auswählen.

Augmented Reality zwingt Akkus in die Knie

Im Test hatte unser iPhone 7 Plus ganz schön zu kämpfen. Das Modell ist zwar noch recht aktuell, doch an der einen oder anderen Stelle gab es Ruckler in der App. Nachdem unser Reporter ein Wohnzimmer zusammengestellt hatte, war das Test-Smartphone sehr heiß. Außerdem gingen in rund 25 Minuten etwa 20 Prozent der Akkukapazität verloren. Das ist zu viel!

Welche Geräte unterstützen die „Ikea Place“-App?

:

  • iPhone 6S und 6S Plus oder neuer
  • iPhone SE
  • iPhone X
  • iPad Pro
  • Samsung Galaxy S7 und S7 Edge
  • Samsung Galaxy S8 und S8+
  • Samsung Galaxy Note 8
  • Oneplus 5
  • Alle Modelle des Google Pixel
  • LG V30 und V30+
  • Asus Zenfone AR

Besonders schade ist, dass die aktuelle, neunte Generation des Galaxy noch keine AR-Unterstützung mitbringt. Auch hier verspricht Samsung, wie bei Bixby, dass die Software-Bausteine in wenigen Wochen per Update folgen.

Fazit: Möbel in AR

Die neue Ikea-App ist nützlich und funktioniert auf neuen Smartphones gut. Sie können das Programm für Android und iOS herunterladen. Gucken und Ausprobieren war schließlich noch nie verboten – es lohnt sich! Kaufen kann man am Ende natürlich woanders.

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