Bild.de Hier geht es zurück zu Bild.de

Geschichten aufs Ohr

Die besten Alternativen zur Hörbuch-Plattform Audible

Frau mit Kopfhörern
Was sind die besten Alternativen zu Audible?Foto: Getty Images

Der Markt für Hörbücher boomt. Neue Online-Plattformen graben dem Platzhirschen Audible das Wasser ab. Für den Nutzer wird es allerdings immer schwieriger, den Überblick zu behalten. Welche Audible-Alternativen lohnen sich also?

Nach Angaben des Hörbuchkompasses 2020, den Audible herausgibt, hörten im vergangenen Jahr 26 Millionen Menschen in Deutschland Hörbücher, Hörspiele oder Podcasts – 13 Prozent mehr als im Vorjahr. Die Hörer nutzen dabei immer häufiger den digitalen Zugang zu Hörbüchern: Der Anteil wuchs von 35 Prozent im Jahr 2016 auf 64 Prozent im Jahr 2020. Audible ist als Anbieter von Hörbüchern weit vorne – es gibt aber auch Alternativen.

Kostenlose Audible-Alternativen mit Abstrichen

Das digitale Hörbuch wird in unterschiedlichen Abo-Modellen angeboten. Daneben existieren auch kostenlose Alternativen zu Audible wie zum Beispiel Onleihe, LibriVox oder Vorlesen.net. Aktuelle Werke findet man hier allerdings nicht, sondern eher Klassiker sowie Hörbücher in zahlreichen Sprachen – viele davon aus der anglo-amerikanischen Literatur.

Hinter einigen dieser Plattformen stehen Bibliotheken, die hierüber einen Online-Zugang zu ihrem Bestand anbieten. Voraussetzung ist natürlich, dass man einen Ausweis für die entsprechende Bibliothek besitzt. Ein Beispiel dafür ist Libby von Overdrive. Der Anbieter hat diverse Apps im Gepäck, um Hörbücher zu hören.

Wer auch aktuelle Werke lesen, dafür aber kein Abonnement mit monatlichen Kosten abschließen möchte, ist bei Claudio.de oder Google Play Books bestens aufgehoben. Beide Anbieter rechnen pro Hörbuch ab. Darüber hinaus findet man auch kostenlose Hörbücher. Da Claudio.de und Google Play Books das MP3-Format nutzen, ist man nicht auf die App des jeweiligen Anbieters angewiesen, sondern kann den eigenen Player verwenden.

Zeitguthaben bei Bookbeat und Nextory

Für Vielhörer kann das Bezahlen pro Hörbuch natürlich schnell ins Geld gehen, weshalb sie mit einem Abo-Dienst besser fahren. So setzt der Buchhändler Thalia in seiner Alternative auf das gleiche Abo-Modell wie Audible. Nutzer können für 9,95 Euro pro Monat ein Hörbuch hören. Jedes weitere ist mit Zusatzkosten verbunden.

Audible-Konkurrent Bookbeat verfährt hingegen anders. Hier erhält man für monatlich 9,99 Euro ein Zeitguthaben. Im Standard-Abo hat der Nutzer 25 Stunden pro Monat, um Hörbücher über die Bookbeat-App zu hören. Das Guthaben kann man für 14,99 Euro auf 100 Stunden hochschrauben oder im Premium-Abo für 19,90 Euro ganz abschaffen. Weitere Nutzer können gegen einen Aufpreis von 4,90 Euro hinzugefügt werden. Sie erhalten das gleiche Zeitguthaben wie das Hauptprofil des Abos.

Nach diesem Modell verfährt auch Nextory. Auch hier gibt es 25 Stunden Zeitguthaben für 9,99 Euro bzw. unbegrenzten Zugriff auf die Bibliothek für 18,99 Euro. Obendrein bietet Nextory aber auch E-Books an.

Keine Beschränkungen, aber geringere Auswahl an Hörbüchern

Dagegen muss man sich bei Scribd für 9,99 Euro im Monat weder mit einem Zeitguthaben noch mit einer Mengenbeschränkung herumschlagen. Was allerdings allen Audible-Konkurrenten gemein ist: Die Auswahl an Hörbüchern ist wesentlich kleiner. Ein Vergleich lohnt sich, vor allem, wenn man ein bestimmtes Genre gerne liest.

Wer sich nicht zwischen einem Abo-Modell und Einzelkäufen entscheiden will, sollte sich Audiobooks.com anschauen, denn die Plattform bietet Hörbücher sowohl im Abo als auch zu Einzelpreisen an. Im Gegensatz zu Thalia oder Audible erhält der Abonnent pro Monat zwei Hörbücher: eines aus dem VIP- und ein weiteres aus dem Premiumbereich.

Spotify streamt auch Hörbücher

Inzwischen haben auch Streaming-Plattformen wie Spotify oder Deezer Hörbücher als neues Geschäftsmodell erkannt und bieten eine Alternative zu Audible an. Für 9,99 Euro im Monat wird man bei Spotify die Werbung aus dem Basic-Zugang los und muss Hörbücher nicht in der Zufallswiedergabe hören. Die Auswahl ist allerdings im Vergleich zu den etablierten Anbietern eher bescheiden.

Zwar verzichtet Spotify auf Zeitguthaben oder Mengenbeschränkungen, aber dafür muss der Nutzer beim Komfort Abstriche hinnehmen. Die einzelnen Tracks eines Hörbuchs entsprechen bei den Streaming-Plattformen nicht den Buchkapiteln. Letztendlich sind es mehr Tracks als Kapitel, um Nutzer mit einem Basic-Konto nach jedem Track Werbung vorzuspielen.

Sie lieben True Crime? Dann hören Sie doch in den True-Crime-Podcast von TRAVELBOOK rein!

Kostenlose Testphase ausnutzen

Darüber hinaus bieten die Musik-Streaming-Dienste keine Lesezeichen-Funktion, um ohne großen Aufwand die Stelle m Hörbuch wiederzufinden, bei der man das letzte Mal aufgehört hat. Spotify und Co. müssen ihr Hörbuch-Angebot also noch etwas aufbessern, um eine echte Alternative zu Audible zu sein. Wer die finden will, kann problemlos die kostenlose Testphase nutzen, die je nach Anbieter zwischen 14 Tagen und drei Monaten liegt. Rechtzeitig kündigen nicht vergessen!

Themen