Körperpflege

5 Trockenrasierer ab 45 Euro im Test

Trockenrasierer Test
Die getestet Trockenrasierer decken verschiedene Preissegmente ab
Foto: TECHBOOK

Trockenrasierer sind für viele Männer ein täglicher Begleiter. Umso wichtiger ist es, ein zufriedenstellendes Gerät zu finden. TECHBOOK stellt fünf Rasierer vor, die ihren Job sehr gut erledigen.

So testet TECHBOOK

Die einen rasieren nass, mit Mehrwegklingen und Rasierschaum, die anderen trocken mit einem Elektrorasierer. Beide Varianten bieten Vor- und Nachteile. In unserem Test von Trockenrasierern geht es nicht zuletzt darum, wie gut die Geräte die Nachteile gegenüber einer Nassrasur kompensieren können. Diese ist in der Regel nämlich gründlicher, vor allem in der empfindlichen Halspartie. Für den Test rasierte ich mich jeweils eine Woche lang mit einem der Rasier, und das täglich. Es geht also darum, mit kürzeren Haaren beziehungsweise Stoppeln zurechtzukommen. Aber auch Verarbeitung und Look spielen eine Rolle. Dafür vergleichen wir fünf Rasierer aus verschiedenen Preiskategorien.

Braun Series 5 5030s für 58 Euro

Braun Series 5 5030s

Braun Series 5 5030s: Edle Optik, trotz eines günstigen Preises
Foto: TECHBOOK

Design & Ausstattung

Der Braun Series 5 5030s hat schon ein paar Jahre auf dem Buckel. Er ist das Basismodell aus der Serie 5 und damit eine Art Volksrasierer. Obwohl es sich um ein Gerät aus der unteren Preisklasse handelt, kommt der Rasierer in einem tollen Design daher. Die Mischung aus griffigem, matten Gummi und Plastikteilen im schwarzen Klavierlack-Look stellt so manchen teureres Modell in den Schatten. In der Vergangenheit lag der Preis des Geräts noch über 100 Euro, was die gute Verarbeitung und den schönen Look erklärt. Über ein Display verfügt der Braun Series 5 jedoch nicht und auch die Ausstattung fällt mit einem Ladekabel, der kleinen Reinigungsbürste und einem Tragesäckchen standardmäßig aus.

Rasurergebnis & Hautschonung

Die Rasuren mit dem 5030s sind durch die Bank gut verlaufen. Der Scherkopf neigt sich jedoch nur in zwei Richtungen (nach unten und oben). Hier schneiden die Konkurrenten mit flexibleren Scherköpfen im wahrsten Sinne des Wortes besser ab. Erst Neigungen zu den Seiten bieten beim Rasieren wirklich Vorteile. Im Test stellten wir den Scherkopf lieber fest, da er in der flexiblen Einstellung leicht abrutschte. Trotzdem sind vor allem die Ergebnisse im Gesicht und über der Oberlippe mehr als solide. Die bekannten Probleme in der Halspartie kennt auch der Braun 5030S. Es bleiben zwar Stoppeln zurück, aber wenigstens wird die Haut nicht übermäßig gereizt. Allgemein ist der Scherkopf sehr sanft und federt gut.

Fazit

Für 58 Euro ist der Braun Series 5 5030s unser Tipp für preisbewusste Käufer. Wer einen guten Rasierer sucht und an einigen Stellen kleine Abstriche machen kann, erhält ein tolles Gerät für Alltagsrasuren. Nach dem Premium-Modell von Philips ist der 5030s außerdem der stylischste Rasierer in unserem Test.

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Braun Series 5 5030s


✔️Flexibler Scherkopf
✔️Robuster, kabelloser Rasierapparat
✔️Tolles Design

Braun Series 7 7880 CC für 145 Euro

Braun Series 7 7880 CC

Braun Series 7 7880 CC: Hinter dem zurückhaltenden Design steckt jede Menge Power
Foto: TECHBOOK

Design & Ausstattung

Der Series 7 7880 CC von Braun ist das einzige Gerät im Test, das mit einer Reinigungsstation kommt. Diese dient gleichzeitig als gute Ablage für den Rasierer. Der Fakt, dass Reinigungsstationen bei den meisten Geräten nicht im Lieferumfang enthalten sind, zeigt schon, dass deren Nutzen nur begrenzt ist. Schließlich lassen sich die Rasierer auch ohne gut ausklopfen beziehungsweise unter fließendem Wasser reinigen. Reinigungsflüssigkeit ist zunächst im Lieferumfang enthalten, muss aber natürlich irgendwann nachgekauft werden. Mit dabei ist außerdem ein stabiles und trotzdem kompaktes und leichtes Reiseetui.

Braun Series 7 7880 CC mit Station

Der Braun Series 7 7880 CC liegt leicht schräg in der Station
Foto: TECHBOOK

Rasurergebnis & Hautschonung

Das Rasurergebnis ist durchgehend positiv, bleibt aber in gewissen Bereichen leicht hinter den Erwartungen in dieser Preisklasse zurück. An der Oberlippe und im Gesicht lassen sich die Barthaare noch sehr gut entfernen. Die Klingen bewegen sich sehr schnell und sorgen dort für ein glattes Ergebnis. Aber mit dem Stoppeln im Halsbereich hat der Rasierer – trotz des sehr flexiblem Scherkopfes – wie die Konkurrenz Probleme. Das hat wie bei anderen Geräten zur Folge, dass oft über die Stellen rasiert werden muss und die Haut in diesem Bereich stärker leidet. Das ist bei günstigen Geräten eher zu verschmerzen, aber zumindest toppt der Rasierer aus der Serie 7 das Ergebnis des Braun 5030s.

Fazit

Der Braun Series 7 7880 CC schneidet im Test sehr gut ab. Verarbeitung, Rasurergebnis und Reinigungsstation rechtfertigen den Preis von 145 Euro. Im Vergleich zu den anderen Rasierern kommt das Gerät mit mehr Power beim Scherkopf daher und beseitigt deshalb mehr Stoppeln. Auch wenn der Braun im Halsbereich nicht perfekt rasiert, erledigt er den Job trotzdem besser als die meisten Konkurrenten im Test.

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Braun Series 7 7880 CC


✔️Inkl. Reinigungsstation
✔️Stabiles, kompaktes Reiseetui
✔️Wet & Dry

Philips S9000 Prestige (SP9862) für 295 Euro

Philips SP9862 Rasierer

Philips SP9862: Der hohe Preis spiegelt sich in der exzellenten Verarbeitung wider
Foto: TECHBOOK

Design & Ausstattung

Beim teuersten Modell in unserem Test handelt es sich um einen Nass- und Trockenrasierer mit drei rotierenden Scherköpfen. Der Rasierer kommt in einem hochwertigen Case mit Reisverschluss, in dem jegliches mitgeliefertes Zubehör Platz findet. Dazu gehört unter anderem eine induktive Ladestation. Eine stylische Lösung, die jedoch alternativlos ist. Denn an dem Rasierer befindet sich kein Anschluss für ein Kabel. Beim Design hat der S9000 Prestige seine großen Stärken. Bereits das Gerät selbst wirkt absolut edel und hochwertig – sowohl was Farbgebung betrifft als auch vom Material. Auch das LED-Display ist minimalistisch gut gestaltet. Hier ist in großen Lettern der Akkustand abzulesen. Dieser Rasierer wertet äußerlich jedes Bad auf. Vor allem wenn er auf der stylischen induktiven Ladestation liegt.

Rasurergebnis & Hautschonung

Die drei Köpfe schmiegen sich an der Kinnpartie toll an die Haut und erreichen jede Stelle des Gesichts problemlos. Über der Oberlippe hat dieses System jedoch Nachteile gegenüber herkömmlichen Trockenrasieren. Hier muss mit einem der drei Köpfe rasiert werden. Dabei ist Sorgfalt geboten, sonst landet der darunterliegende Kopf schmerzhaft an der Oberlippe. Dafür liefert der Luxusrasierer schon aufgrund seiner Bauart ein sauberes Ergebnis im Halsbereich ab. Die drei Köpfe rasieren sehr schonend. An empfindlichen Stellen, wie am Hals, bleiben zwar Stoppeln zurück, dafür kommt es aber nicht zu Hautirritationen. Selbst bei stärkerem Aufdrücken bleibt die Haut irritationsfrei. Wer besonders empfindliche Haut hat, kann die Geschwindigkeit in drei Stufen regulieren. Zur Reinigung einfach die Scherköpfe abnehmen und die Stoppel herausklopfen. Um den Rasierer wirklich sauber zu bekommen, muss er gründlich unter warmem Wasser abgespült werden.

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Philips S9000 Prestige (SP9860)


✔️Langlebige NanoTech-Präzisionsklingen
✔️Verhindert Hautirritationen
✔️Kabelloses laden

Fazit

Keine Frage: Einen edleren Rasierer werden Sie nur schwer finden. Die reine Rasierleistung, obwohl diese fast einwandfrei ist, rechtfertigt den Preis jedoch nicht ganz. Es handelt sich um ein Luxusprodukt, welches Käufer anspricht, die bereit sind, für schöne Dinge mehr Geld auszugeben. Wer also einen sehr guten Trockenrasierer sucht, der auch noch überragend aussieht, ist bei diesem Gerät genau richtig.

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Panasonic ES-RT37 für 44,99 Euro

Panasonic ES-RT37 Rasierer

Der Panasonic ES-RT37 setzt mehr auf Funktionalität als auf den Look
Foto: TECHBOOK

Design & Ausstattung

Mit einem Preis von unter 50 Euro ist er der günstigste Trockenrasierer in unserem Test. Im Lieferumfang des ES-RT37 von Panasonic befinden sich ein Ladekabel und eine kleine Reinigungsbürste. Dem Rasierer fehlt es am LED-Display, dafür besitzt er aber eine Akkuanzeige. Auch ansonsten sind wir vom Äußeren überhaupt nicht begeistert. Das Gerät wirkt einfach nicht ansprechend oder wertig. Das mag an der Farbgebung liegen. Hellgraue Plastikteile in Verbindung mit dunkelblauen sprechen uns so gar nicht an. Innerhalb kürzester Zeit sammeln sich außerdem Schmutz und Fettflecken auf den Teilen. Dazu dann wahlweise noch eine überdimensionierte Abdeckung für den Scherkopf aus durchsichtigem Plastik – kein Highlight im Badezimmer.

Rasurergebnis & Hautschonung

Der ES-RT37 liefert trotz 10.000 Schnittbewegungen pro Minuten ein solides Rasurergebnis. Vor allem über der Oberlippe und an den Backen beseitigt er zuverlässig alle Stoppeln. Der Kopf neigt sich außerdem zu den Seiten. Dafür bedarf es aber viel Druck, da die Einstellung etwas fest ist. Im empfindlichen Halsbereich zeigt der Rasierer Schwächen. Hier bleiben trotz hartnäckiger Versuche Stoppeln zurück. Gerade am Kehlkopf schmiegt sich der Scherkopf nicht so gut an, da er nicht ausreichend federt beziehungsweise nachgibt. Hier gibt es Abzüge für den Rasierer. Im Halsbereich hinterlässt der günstige Rasierapparat durchaus Spuren. Die Mischung aus schlechtem Rasurergebnis und der Hautreizung ist leider nicht zufriedenstellend. Im restlichen Gesicht kommt das zum Glück nicht vor.

Fazit

Für den Preis von 44,99 Euro bekommt der Käufer auf jeden Fall genug Leistung für sein Geld. Die Schwächen im Halsbereich müssen hingenommen werden. Im direkten Vergleich mit etwa 15 Euro teureren Braun 5030s zieht der ES-RT37 knapp den Kürzeren. Das liegt auch am unschönen Design.

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PANASONIC ES-RT 37 Rasierer Blau/Silber


✔️sorgfältige, schnelle Rasur
✔️Komfortables Trimmen
✔️Wet & Dry


Panasonic ES-LT4N für 91 Euro

Panasonic ES-LT4N Rasierer

Der überdimensionierte Scherkopf sticht beim Panasonic ES-LT4N als Erstes ins Auge
Foto: TECHBOOK

Design & Ausstattung

Der ES-LT4N verfügt über ein sogenanntes 3D-Schersystem und kann sowohl Trocken als auch Nass verwendet werden. Im Lieferumfang dabei sind ein Tragesäckchen und ein Ladekabel. Der Rasierer ist wertig verarbeitet und verfügt über ein schön designtes LED-Display. Ansonsten bleibt der Look aber hinter den Modellen von Braun und Philips zurück. Obwohl Edelstahl verwendet wurde, sieht das Gerät farblich nicht besonders gut aus. Auch der überdimensionierte Scherkopf schmälert den optischen Eindruck.

Rasurergebnis & Hautschonung

Der ES-LT4N liefert sehr gute Rasurergebnisse ab. Die Rasur im Gesicht erledigt er wie die meisten getesteten Apparate zuverlässig und sauber. Am Hals hebt er sich positiv von der Konkurrenz ab und erledigt die Aufgabe sehr gut. Hier zeigt sich eine weitere Stärke des mittelpreisigen Rasierers aus dem Hause Panasonic. Weder im Gesicht noch am Hals hinterlässt er Rötungen. Das gilt sogar, wenn man etwas fester aufdrückt, um wirklich viele Stoppeln zu entfernen. Die positiven Ergebnisse sind vor allem auf den Scherkopf, der sich in alle Richtungen neigen lässt, zurückzuführen. Auch dank der 39.000 Schnittbewegungen pro Minute verschwinden die meisten Stoppeln.

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Panasonic ES-LT4N


✔️Kraftvoll und superpräzise
✔️Hochwertiger Look
✔️Griffige Haptik

Fazit

91 Euro sind in diesem Fall definitiv gut investiert. Der Rasierer liefert bessere Ergebnisse als die Modelle im unteren Preissegment und rechtfertigt damit den höheren Preis. Wer sich täglich rasiert, aber nicht mehr als 100 Euro ausgeben möchte, sollte also in Erwägung ziehen, diesen Trockenrasierer den günstigeren Apparaten vorzuziehen.

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