Die Höhle der Löwen

Leucht-Wand Volatiles – Maschmeyer-Deal nach der Sendung geplatzt!

Wände sollen intelligent sein, zumindest wenn es nach den Gründern von Volatiles Lighting geht. In „Die Höhle der Löwen“ zeigen sie ihre smarte Wand und bekamen sogar Unterstützung von Carsten Maschmeyer. Doch nach der Sendung platzte der Deal.

Es war damals eine Revolution, als Thomas Edison 1879 die Glühbirne erfand. Fortan waren die Tagesabläufe der Menschen nicht mehr abhängig vom Sonnenauf- oder -untergang. Kerzen oder Gaslampen gehörten der Vergangenheit an, die Glühbirne eroberte die Welt. Bis heute begleitet uns die Erfindung von Edison in unserem Alltag. Mit einer einfachen Lichtquelle hat die Idee vom Team rund um Volatiles nichts mehr zu tun. Sie wollen nicht nur Lampen, sondern ganze Wände intelligent machen. Diesen Lichtblick präsentieren sie in der Sendung „Die Höhle der Löwen“.

Entstanden ist das Projekt aus zwei Forschungsprojekten am K.I.T in Karlsruhe sowie der FU Berlin. „Das Thema Licht, Architektur und Design fanden wir schon immer sehr spannend“, sagt Florian Nübling, einer der Gründer, zu TECHBOOK. Vor allem seien es aber die vielfältigen Einsatzmöglichkeiten im Bereich Licht gewesen, die die Gründer inspiriert hätten. „Die Lichtindustrie ist nicht mehr angestaubt und langweilig, sondern enorm vielseitig. Die LED Technologie macht‘s möglich“, sagt Nübling.

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Intelligentes Flächenlichtsystem

Entwickelt hat das Team hinter Volatiles die erste smarte Mosaikwand der Welt. „Es sieht aus wie eine normale Mosaikwand, aber dahinter steckt geballte Technologie“, erklärt Nübling die Wand. Ein wenig wirkt das wie Science Fiction. Die Mosaikwand kann leuchten und ist voll programmierbar, mit Sensorik ausgestattet, modular und vernetzt. Nübling ist sich sicher: „Smarte Wände werden kommen.“ Demnach werden die Wände der Zukunft nicht nur leuchten, sondern auch digitalen Content anzeigen können. Im Wohnzimmer, in Hotels oder Restaurants möchte Volatiles sich etablieren.

„Es war ein ziemlich ungewohntes und intensives Erlebnis. Insgesamt eine tolle und sehr motivierende Erfahrung, von der wir lange erzählen können“, beschreibt CEO Florian Nübling das Gefühl, das Produkt in der Sendung vorzustellen.

Maschmeyer-Deal geplatzt!

Magie will Volatiles an die Wände bringen, erklären Florian Nübling und seine Kollegin Tiziana Kleine vor den Löwen. Ralf Dümmel möchte es genau wissen. Er testet die Wand und schreibt: „Mega!“ Ist das auch das Urteil der anderen Löwen? Frank Thelen ist da etwas skeptisch. Er möchte genau wissen, wie das Team auf die eigene Unternehmensbewertung kommt.

„Das ist eins der schönsten Sachen, die ich so im Innendekor seit langem gesehen habe“, resümiert Judith Williams. Als Vertriebspartner kommt sie aber nicht infrage. Dagmar Wöhrl sieht die smarten Mosaikwände vor allem im arabischen Raum. Obwohl sie begeistert ist, steigt auch sie aus. „Meine Kontakte sind gut, aber mein Netzwerk zu den Scheichs lässt noch etwas zu wünschen übrig“, scherzt Ralf Dümmel und will ebenfalls keinen Deal eingehen. Schön findet Frank Thelen die Wand der Zukunft. Das Unternehmen habe aber nicht seine DNA, deshalb möchte auch er nicht investieren.

Ganz ruhig verhält sich Löwe Carsten Maschmeyer. Erst ganz am Ende kommt er zu Wort. „Sie brauchen die Kontakte und die Verkaufsunterstützung“, stellt Maschmeyer fest. Genau dafür würde aber die Maschmeyer Group, sein eigenes Unternehmen, stehen. Nur mit einer Sache kann er sich nicht anfreunden: Die Bewertung erscheint ihm zu hoch. Er fordert ein besseres Angebot. Florian Nübling bietet Maschmeyer daher zwischen 15 und 18 Prozent der Unternehmensanteile an. Das reicht dem Löwen aber noch nicht, er will mehr. Beide einigen sich auf 20 Prozent – der Deal steht. Und zumindest in der Sendung sehen alle Beteiligten sehr zufrieden aus.

Nach der Sendung verlief der mit Carsten Maschmeyer eingegangene Deal aber doch anders. „Der Deal mit Carsten Maschmeyer ist aber leider anschließend nicht zustande gekommen“, sagt Nübling gegenüber TECHBOOK. Über die genauen Gründe schweigen beide derzeit noch. Das Unternehmen wolle auch ohne ein Investement von Maschmeyer weiter seinen Weg gehen.