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Umstellung bei Kaufland trifft Millionen Kunden

Mit der Card XTRA führt Kaufland ein neues Punktesystem ein
Mit der Card XTRA führt Kaufland ein neues Punktesystem ein Foto: Getty Images
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Rita Deutschbein, Redaktionsleiterin TECHBOOK
Redaktionsleiterin

26. Februar 2026, 17:19 Uhr | Lesezeit: 3 Minuten

Kaufland hat sein Kundenbindungsprogramm ausgebaut und ersetzt das bisherige Modell seit dem 12. Februar durch die Kaufland Card XTRA. Was das neue Programm bringt und was es dabei zu beachten gibt, erklärt TECHBOOK.

Mit der Einführung der Kaufland Card XTRA setzt die Supermarktkette künftig auf ein einheitliches Punktesystem. Die Nutzung ist sowohl in den Filialen als auch auf dem Online-Marktplatz möglich. Für jeden ausgegebenen Euro erhalten Kunden einen Punkt. Die Punkte aus Online-Einkäufen sind allerdings erst 30 Tage nach dem Kauf einlösbar, um eventuelle Retouren berücksichtigen zu können. Gesammelte Punkte behalten ihre Gültigkeit für zwölf Monate.

Nach Angaben des Unternehmens soll das neue System deutlich transparenter und intuitiver sein. Die Punkte lassen sich neben Coupons und laufenden Treueaktionen erstmals auch für sogenannte Gratis-Prämien verwenden. Diese werden in der Kaufland-App aktiviert und beim Einkauf in der Filiale ausgegeben, sofern ein festgelegter Mindesteinkaufswert erreicht wird. Bestimmte Warengruppen wie Pfand, Tabakwaren, Gutscheinkarten oder Versandkosten sind von der Punktevergabe ausgeschlossen.

Personalisierte Angebote nur gegen Daten

Ein zentraler Bestandteil der Kaufland Card XTRA ist die individuelle Kundenansprache. Auf Basis früherer Einkäufe erhalten Nutzer in der App personalisierte Coupons aus der jeweiligen Aktionswoche. Die Angebote orientieren sich an häufig gekauften Produkten oder typischen Warenkörben. Ziel ist es, relevantere Preisvorteile auszuspielen und das Einkaufserlebnis stärker an den persönlichen Bedarf anzupassen.

Damit diese Mechanik aber greifen kann, müssen Kunden Daten von sich preisgeben. Kaufland nutzt nach eigenen Angaben die im Rahmen der Kaufland Card XTRA erhobenen Informationen, um ein individuell zugeschnittenes Einkaufserlebnis zu ermöglichen und personalisierte Angebote auszuspielen. Dazu zählen insbesondere Einkaufsdaten aus Filialen und dem Online-Marktplatz. Details zur Verwendung der Daten sind in den Datenschutzhinweisen hinterlegt, die über die App abrufbar sind. Kunden können dort ihre Einstellungen zur Datennutzung und zur E-Mail-Kommunikation verwalten.

Auch interessant: Was ein geheimes Zeichen auf Kaufland-Barcodes über die Waren verrät

Kaufland Card XTRA Mitte Februar gestartet

Der offizielle Marktstart der Kaufland Card XTRA war am 12. Februar. Im Laufe des Jahres soll das neue Programm schrittweise in allen acht Ländern ausgerollt werden, in denen Kaufland aktiv ist.

Bestehende Nutzer der Kaufland Card müssen sich nicht neu registrieren. Die bisherige Karte wird per App-Update automatisch zur Kaufland Card XTRA. Physische Kundenkarten behalten weiterhin ihre Gültigkeit und lassen sich an der Kasse nutzen. Eine Neuanmeldung mit einer physischen Kundenkarte ohne Smartphone ist nicht mehr möglich. Die Registrierung für die Kaufland Card XTRA kann alternativ über Kaufland.de am PC, Laptop oder im mobilen Browser erfolgen.

Rita Deutschbein, Redaktionsleiterin TECHBOOK
Redaktionsleiterin

Sparen gegen Daten muss man wollen

„Die Idee hinter der Kaufland Card XTRA ist schlüssig: Wer regelmäßig einkauft und seine Daten freigibt, bekommt Angebote, die besser zum eigenen Einkaufsverhalten passen, und kann tatsächlich sparen. Für viele dürfte das ein fairer Tausch sein.

Gleichzeitig wächst aber der gefühlte Zwang, bei solchen Programmen mitzumachen. Ohne App, ohne Datenteilung und ohne Bonuskonto kommt man nicht an die Angebote und der Einkauf kann teurer werden. Das verschiebt die Grenze zwischen freiwilligem Vorteil und stiller Voraussetzung – und genau daran darf man ruhig Zweifel haben.“

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