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Fiese Masche

„Porno-Gucker“ werden von Betrügern erpresst

Es kann ein großer Schock sein, wenn Porno-Gucker von Betrügern erpresst werden
Die böse Überraschung folgt oft nach AbpfiffFoto: Getty Images

Betrüger erpressen aktuell Menschen, die Pornos geschaut haben sollen. In E-Mails drohen sie, Filmmaterial des Nutzers öffentlich zu machen. TECHBOOK liegt eine Mail vor.

Geld an Erpresser zahlen oder sie schicken ein höchstpeinliches Webcamvideo an Freunde und Familie – mit dieser Masche versuchen Erpresser per E-Mail, Empfänger zur Zahlung hoher Geldbeträge zu drängen. Auch wenn viele Menschen verhindern wollen, dass solch brisantes Videomaterial von ihnen bei Freunden oder der Familie landet: Das Landeskriminalamt Niedersachsen warnt davor, auf die Forderungen einzugehen.

Die Masche der Erpresser

Die Erpressung erhalten Betroffene per E-Mail. Angeblich sei der Rechner mit einer Schadsoftware infiziert, damit seien Aufzeichnungen gemacht worden, wie sich Nutzer pornografische Filme im Netz ansehen. Auch wir finden so eine Mail in unserem Spam-Ordner:

Mit Panikmache wird hier versucht Geld zu erpressenFoto: TECHBOOK

Angeblich wurde gleichzeitig eine Aufnahme mit der im Computer oder Laptop eingebauten Webcam aufgezeichnet. Zu sehen sei auch, wie der Betroffene eine Pornoseite besucht. Die Erpresser drohen dem Nutzer, das aufgezeichnete Videomaterial an die Kontakte des Mail-Kontos oder Messenger-Dienste zu schicken. 2000 US-Dollar wollen die Abzocker, um das Geheimnis zu hüten – zu zahlen in Bitcoin.

Sobald der Nutzer diese Erpresser-Mail öffnet, startet angeblich eine 72-stündige Frist, bis zu dieser der Betroffene eine bis zu vierstellige Summe via Bitcoins zahlen soll. Zahlen Betroffene die geforderte Summe nicht, so die Erpresser, lande das Video bei Freunden, Familienmitgliedern oder gar dem Arbeitgeber.

Existierende Passwörter und Benutzernamen werden verwendet

Manchmal würden die Erpresser in ihrem Anschreiben sogar wirklich existierende Benutzernamen und Passwörter der Angeschriebenen nutzen. „Dies ist ein Unterschied zu den bisherigen Mails, die alle unpersönlich waren und auch keinen Beweis für ein solches Video hatten“, heißt es auf der Internetseite der Polizei Niedersachsens.

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Das können Betroffene tun

Das LKA Niedersachsen rät davon ab, die Forderungen zu begleichen. Folgt man den Anweisungen der Erpresser, wird die Zahlung in der Kryptowährung Bitcoin geleistet, und das Geld ist weg. Die Beamten gehen davon aus, dass an den Erpresserschreiben nichts dran ist. Der Rat des LKA: nicht zahlen, stattdessen Anzeige erstatten, Passwörter ändern. „Sollten Sie bereits in die Falle getappt sein, so raten wir zur Anzeigenerstattung bei Ihrer örtlichen Polizei“, so das LKA.

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Wer auch künftig sicher sein will, vor dem Computer nicht gefilmt zu werden, kann auch im Handel nach speziellen Schiebern zum Verdecken der in vielen Computern eingebauten Webcams suchen. Alternative ist ein Stück Klebeband.

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