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In England schon beschlossen!

Führt Paypal bald eine Strafgebühr ein?

Unternehmen Paypal führt Strafgebühr für inaktive Nutzer ein
Paypal ist als Zahlungsart bei Ebay groß geworden. Nach der Trennung von der Verkaufsplattform geht das Unternehmen seinen eigenen Weg.Foto: Getty Images

Paypal wird Ende des Jahres damit beginnen, inaktive Nutzerkonten in England mit einer Strafgebühr zu belasten. Ob das auch deutschen Kunden droht und wie die Strafgebühr genau aussieht, erklärt TECHBOOK.

Paypal hat Millionen von Nutzern weltweit und ist wohl der bekannteste aller Online-Bezahldienste. Das Bezahlen von Online-Käufen und das versenden von Geld an Freunde und Familie ist komplett kostenlos. Allerdings muss man Paypal auch aktiv nutzen, denn das Unternehmen plant, eine Strafgebühr für Inaktivität einzuführen.

Nach einem Jahr ohne Anmeldung droht Strafe

Wer sich mindestens zwölf Monate lang nicht in den Account eingeloggt hat, muss demnach 12 Pfund (etwa 13 Euro) oder das komplette Paypal-Guthaben (wenn geringer als 13 Euro) an Paypal abdrücken. Das berichtet die britische Verbraucherorganisation „Which?“ auf ihrer Webseite.

Nutzer ohne Paypal-Guthaben haben jedoch nichts zu fürchten, auch nach zwölf Monaten oder mehr droht ihnen keine Strafe. Denn das Unternehmen plant, nur das Guthaben – die Paypal Wallet – zu belasten. Hinterlegte Zahlungsarten wie Giro-, Kredit- oder Debit-Karten bleiben unberührt.

Laut Which? plant Paypal, ab 16. Dezember 2020 die Strafgebühr erstmals geltend zu machen. Paypal wird Nutzer vorab per E-Mail über die Änderung informieren. Eine separate E-Mail soll betroffene Nutzer zudem vor der Guthaben-Belastung warnen.

In Deutschland ist bislang keine Strafgebühr geplant

TECHBOOK hat bei Paypal nachgefragt, ob die Pläne stimmen und ob das Unternehmen auch in Deutschland eine Strafgebühr bei längerer Nichtnutzung einführen möchte. Auf unsere Anfrage teilte ein Pressesprecher mit, dass die Gebühr Paypal-Kunden in Deutschland, Österreich und der Schweiz nicht betreffe. Demnach gelte sie in anderen europäischen Märkten für „Paypal-Kunden, die mindestens 12 aufeinander folgende Monate inaktiv waren“.

Weiter heißt es in dem Presse-Statement:

Die Gebühr wird bei einem inaktiven Konto einmal jährlich erhoben und beträgt maximal 12 Euro bzw. wird maximal bis zu der Höhe erhoben, die der Kunde Geld auf seinem Paypal-Konto hat. Wenn ein Kunde z.B. ein Guthaben von 5 Euro auf seinem Paypal-Konto hat, werden auch nur 5 Euro Gebühr erhoben.

Betroffene Kunden würden vor Erhebung der Gebühr dreimal per E-Mail vorgewarnt.

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So schützen Sie sich vor der Paypal-Strafgebühr

Die Gebühr zu umgehen, ist denkbar einfach. Nutzer müssen sich lediglich einmal alle zwölf Monate in ihren Account einloggen. Damit gelten sie als aktiv und das Guthaben wird nicht belastet. Wer Paypal unregelmäßig nutzt und Angst um das Geld in der Wallet hat, kann das Guthaben einfach auf eines der hinterlegten Bankkonten transferieren. So lange das Guthaben auf „0“ steht, droht keine Gebühr, egal wie lange Nutzer sich nicht eingeloggt haben. Sie benötigen kein Guthaben auf ihrem Paypal-Konto, um den Bezahldienst zu nutzen.