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Mythos oder wahr?

Kann meine Bankkarte durch das Smartphone kaputtgehen?

Ein Smartphone liegt auf dem Tisch, daneben eine Kreditkarte
Sind Handy und Kreditkarte ein gefährliches Team?

Sie berühren sich häufig: das Smartphone und der Magnetstreifen der EC- oder Kreditkarte. Aber ist das eigentlich schädlich?

Smartphones und Bankkarten sind in vielen Fällen ein häufig anzutreffendes Duo. Aber ist genau das wohlmöglich ein Fehler, weil das Handy und auch die Hülle der EC- und auch Kreditkarte schaden können? TECHBOOK hat bei Bankexperten nachgefragt.

Beschädigt das Smartphone die Bankkarte?

Regulär im Handel erhältliche Smartphones können der Bankkarte nichts anhaben. So zumindest Cornelia Schulz, Pressesprecherin für die Deutsche Kreditwirtschaft (DK) im Bundesverband der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken e.V. zu TECHBOOK. „Weder bestehende, noch zukünftige Funkverbindungen wie 5G machen der Karte oder dem Chip in irgendeiner Weise zu schaffen.“

Kann der Magnet in der Handy-Hülle den Magnetstreifen zerstören?

Wenn das Handy den Magnetstreifen auf der Karte nicht beschädigt, könnte es die Hülle tun? In diesen befindet sich oftmals ein Magnetverschluss oder eine Magnethalterung. „Diese sind aber in der Regel nicht in Lage, die Magnetstreifen von Bankkarten zu beschädigen. Denn die Kreditkarten und Girocards der Deutschen Kreditwirtschaft werden bereits seit circa zehn Jahren sehr viel stärker (mit dem sogenannten „High-Coercivity“-Verfahren) magnetisiert als früher“, gibt Cornelia Schulz Entwarnung.

Die verwendeten Magnete zum Verschließen der Hülle seien viel zu schwach, um dem Magnetstreifen Probleme bereiten zu können. Im Zweifelsfall wäre das aber auch kein Problem. „Ein versehentliches ‚Löschen‘ des Magnetstreifens hätte aber ohnehin bei Zahlungen oder Abhebungen innerhalb Europas keinerlei Auswirkungen, da hier aus Sicherheitsgründen schon lange nicht mehr der Magnetstreifen, sondern der stets fälschungssichere Chip auf der Karte verwendet wird“, erklärt Schulz für die Deutsche Kreditwirtschaft gegenüber TECHBOOK. Der Magnetstreifen sei nur noch auf den Bankkarten, da es außerhalb Europas Länder gebe, in denen noch nicht alle Geldautomaten und Kartenzahlungs-Geräte auf den Chip umgestellt seien.

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So schützen Sie Ihre Karten am besten

Generell halten die Bankkarten eine Menge aus. So ist etwa der Chip auf der Karte gegen Hitze, Wasser oder Magnetismus resistent. „Sogar leichtes Verbiegen, zum Beispiel beim Tragen in der Gesäßtasche, halten Karte und Chip aus“, so Schulz. Verbraucher sollten aber darauf achten, dass der Chip auf der Karte nicht durch scharfe oder spitze Gegenstände wie Schlüssel beschädigt wird. Übertreiben sollten Bank-Kunden im Umgang mit den Karten ebenfalls nicht. Übermäßiges Knicken und Biegen der Karte sollte vermieden werden, damit die Karte nicht verformt oder gar zerbricht.

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