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Digitaler Impfpass

Wie kommt der Corona-Impfnachweis auf das Smartphone?

Impfnachweis in der App
Vollständig gegen Covid-19 Geimpfte können ihren Status nun auch per App nachweisen.Foto: Zacharie Scheurer/dpa-tmn

Wer vollständig gegen Covid-19 geimpft ist, kann seinen Impfstatus nun auch per Smartphone nachweisen. Was es dabei zu beachten gilt, und wo Nutzer Vorsicht walten lassen sollten, verrät TECHBOOK.

Der digitale Impfpass ist da. Vollständig Geimpfte erhalten ihn in teilnehmenden Apotheken und ab sofort bei der Zweitimpfung im Impfzentrum. Aber wie kommen die Informationen in die App und welche Anwendung sollte man dafür auf seinem Smartphone eigentlich installieren?

Digitaler Impfpass in zwei Apps speicherbar

Seit dem 14. Juni 2021 lässt sich die Corona-Impfung nicht mehr nur über das gelbe Impfbuch, sondern auch per App nachweisen. Vor allem bei Restaurantbesuchen, Veranstaltungen und auf Reisen vereinfacht der digitale Impfpass den Nachweis einer vollständigen Corona-Impfung somit enorm.

Momentan lässt sich der eigene Impfstatus in zwei Apps hinterlegen: in der Corona-Warn-App (iOS und Android) sowie in der neu und eigens dafür zur Verfügung gestellten CovPass-App (iOS und Android). Welche App man wählt, ist letztlich Geschmackssache. CovPass kommt ohne die von manchen Menschen abgelehnte Funktion zur Kontaktnachverfolgung aus.

Hat man die App auf dem Smartphone installiert, benötigt man einen QR-Code, über den der Status im digitalen Impfpass hinterlegt wird. Pro Impfung gibt es jeweils ein zunächst auf Papier ausgedrucktes Zertifikat mit einem QR-Code. Jedes muss einzeln in die App eingescannt werden. Das geschieht mit Hilfe der Smartphone-Kamera. Sind beide QR-Codes eingescannt und gespeichert, wird ein dritter QR-Code erzeugt.

Mit ihm kann man nun seinen Impfstatus nachweisen. In der App CovPass zum Beispiel öffnet er sich sofort beim Aufruf des Programms. Das digitale Zertifikat wird zwei Wochen nach erfolgter Zweitimpfung aktiv und gilt laut Eintrag in der Corona-Warn-App zunächst für ein Jahr.

Nach Einscannen der QR-Codes auf dem Papier-Ausdruck sollten Nutzer diese aber keinesfalls entsorgen. Mit ihnen kann der Impfstatus nämlich auch auf anderen Smartphones gespeichert werden. Zum Beispiel auf dem der Partnerin oder des Partners oder sogar auf einem neuen Telefon.

Barcode nicht veröffentlichen oder weitergeben!

Wie schon mit Fotos der Impfeintragung im gelben Impfpass gilt auch bei den QR-Codes: Nicht einfach überall herumzeigen und nicht über Social Media teilen oder Screenshots verschicken. Denn mit dem QR-Code können Fremde das eigene Impfzertifikat ohne großen Aufwand in die Corona-Warn-App oder CovPass-App auf ihrem Telefon importieren.

„Die Zertifikate sind kopierbar“, sagt Holger Bleich vom „c’t“-Fachmagazin. Zwar würden Kopien und Fälschungen beim Abgleich mit der Check-App und einem Lichtbildausweis auffallen. Wie genau der digitale Impfpass an einzelnen Stellen aber kontrolliert werde, ist ungewiss. Deswegen lautet sein Rat: Das Zertifikat eher für offizielle Anlässe wie Reisen oder im Grenzverkehr nutzen.

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Im Alltag hilft manchmal skeptisches Nachfragen: „Wenn am Biergarten jemand den Impfstatus checkt, würde ich mir zeigen lassen, dass das auch wirklich die Check-App ist“, sagt Bleich.

Die CovPass-Check-App erkennt man am weißen App-Symbol mit blauem Schild – im Gegensatz zur CovPass-App mit blauem Symbol und weißem Schild. Checkt man mit ihr den Eintrag im digitalen Impfpass, erscheint auf dem Telefon der kontrollierenden Person ein grüner Haken – dazu Name, Nachname und Geburtsdatum der geimpften Person.