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Umsatzeinbußen erwartet

Apple und Samsung warnen vor den Folgen der globalen Chip-Engpässe

Apple und Samsung leiden unter den globalen Chip-Engpässen
Auch Apple und Samsung leiden unter den globalen Chip-EngpässenFoto: dpa picture alliance

Seit Monaten leidet die Industrie für Unterhaltungselektronik unter Lieferengpässen. Für die Produktion wichtige Halbleiter-Chips sind nur begrenzt verfügbar. Das führt zur Verzögerungen bei der Auslieferung von Spielekonsolen, Grafikkarten und nun sogar Smartphones und Tablets.

Umsatzeinbußen für Apple und Samsung wegen Chip-Engpässen erwartet

Die beiden Technologieriesen Apple und Samsung Electronics sorgen sich mitten in einem Nachfrageboom vor den Folgen der weltweiten Chip-Engpässe. Demzufolge könnte die Knappheit Apple Umsatzeinbußen zwischen drei und vier Milliarden Dollar im laufenden Quartal bescheren, sagte Finanzchef Luca Maestri in der Nacht zum Donnerstag gegenüber Analysten.

Samsung plant, Produktion zu erhöhen

Samsung – selbst ein großer Halbleiterhersteller – rechnet von April bis Juni unter anderem wegen Lieferproblemen bei bestimmten Komponenten mit einem Umsatz- und Gewinnrückgang in der Smartphone-Sparte, die zum Jahresstart noch maßgeblich für den Gewinnsprung des Konzerns gesorgt hatte. Die Mobilfunk-, Verbraucherelektronik- und vor allem die Autobranche leiden massiv unter den Engpässen, die bei zahlreichen Autobauern die Produktion teilweise lahmgelegt haben. Samsung will dem nun auch selbst mit einem Ausbau der Kapazitäten begegnen.

Chip-Engpässe zeigen erste Folgen für Apple

Die fehlenden Chip-Bestände beträfen vor allem das iPad und den Mac, sagte Apple-Chef Tim Cook. Die erst kürzlich vorgestellten neuen iPads kommen deshalb erst Ende Mai in den Handel. Trotzdem brachen die Amerikaner in der Corona-Krise weiterhin Rekorde. Dank der hohen Nachfrage nach 5G-fähigen iPhones und neuen Rechnern im Homeoffice-Zeitalter stieg der Umsatz von Januar bis März um fast 54 Prozent auf bisher in diesem Zeitraum nie erreichte 89,6 Milliarden Dollar. Den Gewinn hat sich auf 23,63 Milliarden Dollar mehr als verdoppelt. Apple kündigte an, Aktien im Wert von 90 Milliarden Dollar zurückzukaufen. Das Apple-Papier legte vorbörslich drei Prozent zu. Google hat ebenfalls ein Aktienrückkaufprogramm im Umfang von 50 Milliarden Dollar bekanntgegeben.

Lesen Sie weiter: Größter Chip-Fertiger der Welt rechnet noch bis 2022 mit Lieferengpässen

Samsung überholt Apple in Q1 2021

Mit der Veröffentlichung des iPhone 12 im Herbst 2020 konnte Apple seine Verkäufe in Q4 erheblich steigern. Dadurch überholte Das Unternehmen aus Cupertino Marktführer Samsung bei der Zahl der verkauften Geräte. Nun holte sich Samsung die Krone als größte Anbieter zurück. Laut den Marktbeobachtern von Canalys verschiffte das südkoreanische Unternehmen im ersten Quartal 76,5 Millionen Smartphones und kam damit auf einen Marktanteil von 22 Prozent. Der Betriebsgewinn von Samsung kletterte auch deswegen um 46 Prozent auf 9,4 Billionen Won (umgerechnet sieben Milliarden Euro). Apple fiel indes mit 52,4 Millionen verschifften iPhones auf den zweiten Platz mit einem Marktanteil von 15 Prozent zurück, gefolgt von Xiaomi aus China.

Mit Material von reuters.

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