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Robert T-Online, Alice, Marcell D'Avis

Erinnern Sie sich noch an diese Kult-Werbefiguren?

Vanessa Hessler
Erkennen Sie beispielsweise noch diese Werbe-Ikone aus den 2000ern?Foto: Getty Images

Robert T-Online, Marcell D'Avis oder Alice: Besonders in den 2000er-Jahren waren die Fernseh-Spots voll von Testimonials, die Handy-Verträge und Internet-Flatrates bewarben. TECHBOOK wirft einen Blick zurück auf die kultigen Werbegesichter.

Sie waren die Gesichter von Marken wie T-Online, Viag Interkom und Alice. Viele von ihnen existieren heute gar nicht mehr und sind mittlerweile fast schon vergessen. Nicht aber die Werbefiguren, die bis heute noch viele im Gedächtnis geblieben sind – nicht zuletzt wegen ihrer witzigen, kurioses oder teils kultigen Werbespots. Doch sind die Werbefiguren auch Ihnen noch bekannt?

Alice

Sieben Jahre lang war das italienische Model Vanessa Hessler die Verkörperung von Alice, einer Marke des Anbieters Hansenet, der 2010 von Telefónica aufgekauft wurde. Man sah die junge Frau als Werbefigur in allen Werbespots des Konzerns, die Zusammenarbeit nahm jedoch ein jähes Ende, als eine pikante Verbindung Hesslers 2011 bekannt wurde.

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Das Model war jedoch vier Jahre lang mit Mutassim al-Gaddafi zusammen, Sohn des mittlerweile verstorbenen libyschen Diktators Muammar al-Gaddafi. In verschiedenen Interviews verteidigte Hessler das Gaddafi-Regime, woraufhin Hansenet die Notbremse zog und sämtlichen Werbematerialien mit ihrem Gesicht entfernte. Heute arbeitet sie nach wie vor als Model und Schauspielerin.

Vanessa Hessler
Vanessa Hessler auf dem Laufsteg einer Modeshow in Italien 2017.
Foto: Getty ImagesFoto: Getty Images

Robert T-Online

Pünktlich zum Börsengang der Telekom-Tochter T-Online erschien die digitale Werbefigur Robert T-Online auf der Bildfläche. Der aufgedrehte Anzugträger warb ab 2000 drei Jahre lang für die Internetangebote des Unternehmens, zuletzt mit Moderatorin Enie van de Meiklokjes an seiner Seite. Das Konzept lief jedoch aus, als T-Online als eigene Marke für die Telekom an Relevanz verlor. 2003 war dann Schluss mit der Karriere von Robert T-Online.

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Genion-Männchen

Der Anbieter Viag Interkom warb Ende der Neunziger unter dem Namen Genion für eine Kombination aus Mobilfunk- und Festnetzanschluss. In den dazugehörigen Werbekampagnen tauchte von 1999 bis 2001 ein Strichmännchen auf gelbem Grund als Werbefigur auf, das die Vorteile des besonderes Tarifs aufzeigte. Als 2002 dann aus Viag Interkom O2 wurde, war das das Ende für das Genion-Männchen.

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Waschbär Rocco

Die Telefónica-Marke O2 versuchte es anschließend während der Integration von Alice mit einer tierischen Werbefigur: Ein Waschbär, später in den sozialen Medien auf den Namen Rocco getauft, führte in drei TV-Spots zusammen mit dem Meeresgott Neptun, gespielt von Antoine Monot Jr. (der heutige Tech-Nick) in die Welt des Anbieters ein.

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Auch interessant: Diese Apps nutzt Tech-Nick

Trenki

Die wohl lauteste Werbefigur aller Zeiten hatte Klarmobil: Jahrelang schrie Testimonial Trenki in den Werbeclips des Mobilfunk-Discounters sein Publikum an. Dass die aggressive Art der vom österreichischen Kabarettisten Christoph Grissemann gespielten Figur viele nervte, sah der Konzern irgendwann ein und ersetze ihn durch Comedian Simon Gosejohann.

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Marcell D’Avis

Diese Werbefigur war eigentlich gar keine: Marcell D’Avis war tatsächlich schon seit über 15 Jahren Mitarbeiter von 1&1, bevor er Ende 2009 von dem Unternehmen zum Testimonial ernannt wurde. In den TV-Spots wurde er den Zuschauern als „Leiter Kundenzufriedenheit“ vorgestellt und sollte als freundlicher und verständnisvoller Ansprechpartner das Image des Internetanbieters aufpolieren. Das ging jedoch nach hinten los: 2012 zog sich D’Avis aus seiner Werbefunktion zurück, nachdem ihn online der geballte Hass frustrierter Kunden traf. Er blieb dem Unternehmen trotzdem treu und arbeitet bis heute bei 1&1.

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Promis

Neben Simon Gosejohann und Enie van de Meiklokjes warben noch einige weitere Prominente mit ihrem Gesicht und Namen für bestimmte Marken und Anbieter: Von 2007 bis 2012 stand beispielsweise Bruce Darnell, bekannt aus „Germany’s Next Topmodel“, für Fonic vor der Kamera und erklärte “Du brauchst einen Wechselkurs”. Im Jahr 1998 fragte sich Franz Beckenbauer erstmals in einem E-Plus-Spot “Ja ist denn heut schon Weihnachten?“ Dass er den Werbeslogan 2003 auch in einem Werbeclip für O2 verwendete, sorgte sogar für einen Rechtsstreit zwischen den beiden Anbietern. Noch zuvor prägte Boris Becker für AOL mit verdutztem Gesicht den Satz “Bin ich schon drin?”