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Smartphones, Haute Couture uvm.

Die 9 größten Amazon-Flops aller Zeiten

Jeff Bezos Amazon-Flops
In den Jahren als Amazon-CEO gelang Jeff Bezos nicht allesFoto: Getty Images

Amazon-Gründer Jeff Bezos wird im dritten Quartal 2021 als CEO seines Unternehmens zurücktreten. Seine 27 Jahre an der Spitze des einstigen Online-Buchhandels zählen zu den größten Erfolgsgeschichten der Wirtschaftsgeschichte. Doch auch Bezos und Amazon legten in dieser Zeit einige Flops hin. TECHBOOK blickt zurück.

Amazon ist dafür bekannt, neue Ideen zu testen, bevor entschieden wird, ob sie weiter verfolgt oder eingestampft werden. Viele Ideen gehen gar nicht erst in die Entwicklungsphase, manche werden zum Ladenhüter und wieder andere verpassen es, mit den steigenden Anforderungen im Laufe der Zeit mitzuhalten. Dieser Ansatz führte den kleinen Online-Händler zum Weltkonzern, bescherte erfolgreiche Produkten wie etwa den Kindle oder Echo und machte Bezos zum reichsten Mann der Welt. Doch Tests sind nie eine Garantie für Erfolg. Das musste Amazon in neuen Fällen feststellen.

1. Amazon Fire Phone

Das erste Smartphone des Unternehmens, das Fire Phone, wurde 2014 vorgestellt, doch bereits 2015 wieder vom Markt genommen. Nur 13 Monate dauerte die Vertriebszeit des Smartphones, für das sich einfach keine Abnehmer finden lassen. Die integrierte Foto-Software, die Gegenstände erkennt und direkt zum Kauf bei Amazon anbietet, kam vielleicht einfach zu früh, um wirklich als Feature ernst genommen zu werden. Außerdem war Amazons Kalkül, dass Nutzer mit dem Smartphone noch mehr beim Online-Riesen einkaufen sollen, zu offensichtlich. Amazon konzentriert sich hardwareseitig seitdem auf Fire TV, das Tablet Fire HD, Kindle und Amazon Echo.

Amazon Fire Phone
Auch Amazon wollte einst ein Stück vom Smartphone-Kuchen abhabenFoto: Getty Images

2. Amazon Destinations

Bereits 2015 stellte Amazon den Betrieb der Service-Seite Amazon Destinations ein. Ein Hotelbuchungsportal welches nur wenige Monate zuvor gestartet wurde. Im Jahr 2021 probiert Google übrigens sein Glück. Die Erfolgschancen dürften besser stehen.

Alle Infos zu „Google Travel“ bekommen Sie bei unseren Kollegen*innen von TRAVELBOOK

3. Amazon Webstore

Im Juli 2016 wurde der Amazon Webstore geschlossen, eine E-Commerce-Plattform, die mit Shopify und Bigcommerce konkurrierte. Amazon kündigte diesen Schritt bereits im September 2015 an und verkündete zukünftig selbst auf Shopify zurückzugreifen. Deren Aktienkurs stieg sofort um 20 Prozent.

Sehen Sie sich auch unsere Reportage an. TECHBOOK war in einem riesigen Amazon-Lager:

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4. Amazon Haute Couture

Im Jahr 2012 schloss Amazon Endless.com, eine High-End-Mode-Site. Ihr Inhalt war fortan unter amazon.com/fashion zu finden. Im Bereich Mode tut sich Amazon immer noch schwer. In Deutschland bestellen viele ihre Elektronik ganz selbstverständlich beim Versandriesen, aber greifen bei Mode auf Spezialisten wie H&M zurück.

5. Amazon WebPay

2014 schloss Amazon seinen Peer-to-Peer-Zahlungsdienst namens WebPay, der es den Nutzern ermöglichte, einander Geld zu senden und zu empfangen. Der Service war ähnlich gestrickt wie bei Paypal, schaffte es aber nicht mal ansatzweise, dessen Beliebtheitsgrad zu erreichen.

6. Amazon PayPhrase

2009 führte Amazon auch einen Dienst namens PayPhrase ein, der jedoch drei Jahre später Schiffbruch erlitt. PayPhrase gab den Benutzern die Möglichkeit, bei Bestellungen „schnell zur Kasse zu gehen“, indem sie einfach eine vorab gespeicherte „Phrase“ und eine zugehörige PIN-Nummer als Ersatz für eine ID/Passwort-Kombination eingeben. Auch diese Idee erwies sich bei den Nutzern als Schlag ins Wasser.

7. Amazon Askville

Für das eigene Q&A-Portal „Askville“ war im Jahr 2013 Schluss, knappe sieben Jahre nachdem es der Öffentlichkeit zugänglich gemacht wurde. Das Etikett „Blindgänger mit kurzer Lebensdauer“ passt hier nicht, doch blieb das Produkt dennoch weit hinter den Erwartungen zurück, da es bei den Nutzern nur sehr wenig Anklang fand.

8. Amazon Auction

Mit Amazon Auction war der Konzern sogar mal unter den Online-Auktionshäusern vertreten und arbeitete damals direkt mit Ebay zusammen. Zwar wurde auch dieser Service längst dicht gemacht, doch bis dahin legte er den Grundstein für den hauseigenen Online-Marktplatz für Drittanbieter namens Amazon Marketplace, auf dem heute ein Großteil des gesamten Geschäfts aufbaut. Mit Amazon Liquidation Auctions startete Amazon In den Vereinigten Staaten 2018 ein ähnliches Angebot, dort werden speziell Lagerüberbestände in den Verkauf gebracht.

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9. Amazon Elements Soft & Cozy Diapers

Für wenige Monate hatte Amazon 2015 seine eigene Serie an Premium-Windeln im Programm. Amazon teilte zur noch immer aussortierten Produktreihe mit, dass derzeit am „Design gearbeitet werde“, was bedeutet, dass die Windeln durchaus noch mal ein Comeback feiern könnten.

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