Neues Fritz-Labor

WLAN-Repeater von AVM erhalten verbesserte Firmware

AVM Mesh Set 7590 + 2400
Für einige Fritzboxen und Repeater von AVM steht wieder ein Update bereit
Foto: AVM

Der Berliner Router-Hersteller AVM hat wieder einmal ein Update für einige seiner Fritzboxen und übrigen Fritz-Geräte herausgebracht. Die neue Firmware stabilisiert das System, bringt aber auch neue Funktionen mit. Welche das sind und für welche Geräte das aktuelle FritzOS-Update zur Verfügung steht, verrät TECHBOOK.

Inhaltsverzeichnis

Einmal im Jahr veröffentlicht AVM ein umfangreiches Software-Update für seine Geräte. FritzOS 7.1x ist die aktuelle große Firmware-Version und bereits im September 2019 erschienen. Seither hat AVM zahlreiche Fritzboxen und Fritz-Geräte mit der Software aktualisiert. Doch es kündigt sich bereits das nächste große Update auf FritzOS 7.20 an. Im Vorfeld testet das Unternehmen einige der darin enthaltenen Funktionen zumeist durch kleinere Aktualisierungen aus dem Fritz-Labor. Hier erfahren Sie, für welche Geräte AVM derzeit ein Update anbietet.

Achtung

In der Liste führen wir sowohl Updates auf das offizielle FritzOS als auch die neuesten Labor-Versionen auf. Da AVM im Fritz-Labor neue Funktionen erst testet, hat diese Software zumeist eine etwas höhere Versionsnummer als die offizielle Firmware.

 

Die neuesten FritzOS-Updates im Überblick

30. Juni: AVM aktualisiert Powerline-Adapter

Zum Geräte-Portfolio von AVM gehören nicht nur Router, sondern auch DECT-Telefone, WLAN-Repeater, Powerline-Adapter sowie diverse Geräte für das smarte Zuhause. Mithilfe der Powerline-Adapter können Nutzer das Internet über das Stromnetz im Haus verteilen. Diese Methode ist eine mitunter stabilere Lösung als WLAN – beispielsweise für eine konstante Internetversorgung von Smart-TVs. Mit den WLAN-Repeatern können Nutzer hingegen die Reichweite ihres WLAN-Signals erhöhen. Genau hier setzt das aktuelle Labor-Update an, das AVM derzeit für die Fritz-Repeater 3000, 2400, 1200, 600, 1750E verteilt.

Je nach Modell tragen die zur Verfügung stehenden Updates unterschiedliche Versionsnummern. AVM verbessert mit der neuen Firmware unter anderem die Kompatiblität zu Sonos-Lautsprechern und behebt Fehler, die bei der Aktivierung des WLAN-Gastzugangs auftreten konnten. Zudem bewirbt der Hersteller folgende weitere Neuheiten:

  • Verbesserung: Kompatibilität zu Sonos WLAN-Lautsprechern verbessert
  • Verbesserung: Neuer Hinweis bei Auswahl der WPA-Verschlüsselung „WPA2 + WPA3“ auf der Seite „WLAN / Sicherheit“
  • Änderung: Anzeige von Basisstationen mit versteckter SSID ausgeschlossen
  • Behoben: Probleme bei der Aktivierung des WLAN-Gastzugangs
  • Behoben: Eine Umstellung der WLAN-Verschlüsselung auf WPA3 wurde auf Fritz-Repeater in der Betriebsart „LAN-Brücke“ nicht zuverlässig übernommen

25. Juni: Neue Labor-Version für diverse Fritzboxen

Mittlerweile liefert AVM nahezu wöchentlich neue Labor-Updates für seine Fritzboxen aus. Besonders häufig versorgt der Router-Hersteller dabei die beliebten Modelle Fritzbox 7590 und 7490 sowie die Kabel-Router Fritzbox 6591 Cable und 6660 Cable. Auch das aktuelle Update ist speziell auf diese Geräte ausgelegt. Es enthält weniger neue Funktionen, sondern vor allem Verbesserungen und Fehlerbehebungen. Hier zeigt sich, dass AVM sein neues FritzOS so gut wie fertig hat und nur noch an kleineren Details feilt. Der Release von FritzOS 7.20 dürfte somit nicht mehr lange auf sich warten lassen.

Anbei die Verbesserungen, die AVM im aktuellen Labor veröffentlicht hat:

Internet:

  • Behoben: Nach dem Import einer VPN-Konfiguration wurde die geänderte Konfiguration nicht aktiviert
  • Behoben: Detailkorrekturen für den „Erweiterten Ausfallschutz“
  • Behoben: Online-Monitor zeigte in bestimmten Betriebsarten keinen Uploadtraffic an

DSL:

  • Behoben: VDSL-Synchronisierungsprobleme zu Keymile-Gegenstellen (nur 7490)
  • Behoben: Synchronisierungsprobleme zu ADSL-Anschlüssen von Telefonica (nur 7490)

WLAN:

  • Verbesserung: Stabilität angehoben
  • Behoben: Bei Fritzbox-Modellen im Betriebsmodus „vorhandener Zugang über WLAN nutzen“ konnte die Verschlüsselung des Uplinks nicht auf WPA2 gesetzt werden
  • Behoben: WLAN-Kanal bei Zero-Wait-DFS im 5 GHz-Band korrekt setzen, wenn alle Kanäle uneingeschränkt benutzbar sind (7590)
  • Behoben: Korrekte Anzeige der Kanalbandbreite bei Verbindungen mit 160 MHz-Kanalbandbreite (VHT160) zu Repeatern mit QCA-Chipsets

Mesh:

  • Behoben: Datenrate der LAN-Verbindung von Fritz-Repeatern wurden nicht angezeigt

Telefonie:

  • Behoben: „Telekom SIP-Trunk“ – Fehlerhafte Darstellung beim nachträglichen Bearbeiten von Rufnummern
  • Behoben: Korrekturen für die Telefonieanbieterprofile „Vodafone zuhause“ und „A1 SIP-Trunk“

Heimnetz:

  • Behoben: Grafikfehler bei einigen Optionen in den Gerätedetails

System:

  • Verbesserung: Detailkorrekturen in der Benutzeroberfläche

Mobilfunk:

  • Behoben: Bei Auswahl von „Erweiterter Ausfallschutz“ konnte es für „Internetzugang über WAN“ zur falschen Anzeige des Internetanbieters kommen („Verbindung unterbrochen“)
  • Behoben: Bei einigen Mobilfunksticks mit Telefonieunterstützung ließ sich die Rufnummer im Rahmen der Ersteinrichtung teils nicht einrichten
  • Behoben: Bei einigen Mobilfunksticks mit Telefonieunterstützung konnte die Telefonie im Dauerbetrieb vorübergehend ausfallen

20. Mai: AVM liefert FritzOS 7.15 offiziell aus

Bislang war das FritzOS 7.12 die aktuelle und offiziell verfügbare Firmware für die Fritzboxen. Nun macht AVM aber einen gewaltigen Sprung und liefert erstmals das FritzOS 7.15 aus. Ganze 50 Verbesserungen und neue Funktionen verspricht der Hersteller dabei. Als erster Router profitiert die Fritzbox 6660 Cable von dem Update.

Da es sich bei dem Gerät um eine Kabel-Fritzbox handelt, kann es je nach Anbieter etwas dauern, bis dieser das Update auf seine Services angepasst hat und an die Kunden ausliefert. Diejenigen, die die Fritzbox 6660 Cable ohne Branding als unabhängigen Kabel-Router betreiben, können die neue Firmware auf der Webseite von AVM oder direkt über den Router laden.

Folgende neue Funktionen bewirbt AVM im FritzOS 7.15:

  • mehr Leistung und Komfort im WLAN, Mesh und Smart Home
  • Nahtlos verbunden im Mesh: WLAN Mesh Steering, gemeinsames Telefonbuch und Smart Home
  • Gut informiert: Wichtiges kommt einfach und direkt per Mail an die E-Mail-Adresse Ihres MyFritz-Kontos
  • Neues im Internet: mehr Informationen und erweiterte VPN-Funktionen
  • Zusatznutzen für FritzFon: Zugang zum WLAN-Gastzugang einfach teilen, Rufnummern direkt sperren, u.v.m
  • Praktisch im Betrieb: Schnelle Übersicht zu Updates für Fritz-Produkte, Abschaltbarkeit der LEDs
  • Neue Produkte stärker unterstützt: FritzRepeater 3000 und Smart-Home-Taster FritzDECT 400

Außerdem hat der Hersteller folgende Fehler behoben: 

DECT

  • DECT-Verbindung zu angemeldeten Geräten sporadisch nicht mehr nutzbar

WLAN

  • Diverse Verbindungsprobleme mit einzelnen WLAN-Geräten
  • Sporadischer Ausfall des 5-GHz-Bands nach der Aktivierung der Autokanal-Funktion
  • Auf der Seite „WLAN / Funkkanal“ wurde keine Animation für die DFS-Wartezeit (RADAR-Wartezeit) angezeigt, wenn Autokanal eingestellt war

 

Zeitgleich mit dem offiziellen FrittzOS erhält die Fritzbox 6591 Cable ein neues Fritz-Labor. Die Neuerungen entsprechen denen, die AVM in den Labor-Versionen der vergangenen Tage ausgeliefert hat. Schauen Sie für nähere Informationen also in dem von uns aufgeführten Update vom 18. Mai nach.

Die Neuerungen im aktuellen Labor FritzOS 7.19

Die derzeit neueste Labor-Firmware trägt die Versionsnummer FritzOS 7.19-xxxxx. Die Endung unterscheidet sich ja nach Updateversion und Gerät. Verfügbar ist das FritzOS 7.19  bereits seit einigen Monaten, allerdings wurde es von AVM in den vergangenen Wochen immer wieder angepasst und erweitert, sodass deren Funktionen mittlerweile sehr umfangreich sind.

Mittlerweile steht das FritzOS 7.19 als Labor-Update für insgesamt sechs Router zur Verfügung. Neben drei Kabel-Routern, die bereits vor einiger Zeit versorgt worden sind, sind nun somit auch drei Geräte für den (V)DSL-Anschluss dabei:

  • Fritzbox 7530 (neueste Firmware am 18. Juni)
  • Fritzbox 7590 (neueste Firmware am 24. Juni)
  • Fritzbox 7490 (neueste Firmware am 24. Juni)
  • Fritzbox 6660 Cable (neueste Firmware am 25. Juni)
  • Fritzbox 6591 Cable (neueste Firmware am 25. Juni)
  • Fritzbox 6590 Cable (neueste Firmware am 17. Juni)
  • Fritzbox 6490 Cable (neueste Firmware am 17. Juni)

Ebenso bietet AVM das neue FritzOS für folgende Repeater-Modelle an:

  • Fritz-Repeater 3000 (neueste Firmware am 29. Juni)
  • Fritz-Repeater 2400 (neueste Firmware am 29. Juni)
  • Fritz-Repeater 1200 (neueste Firmware am 29. Juni)
  • Fritz-Repeater 1750E (neueste Firmware am 29. Juni)

Die Neuerungen, die AVM im Fritz-Labor testet, sind umfangreich:

WPA3

Zu den wichtigsten Neuerungen von FritzOS 7.19 zählt die Integration von WPA3. Der neue WLAN-Verschlüsselungsstandard wurde im Juni 2018 von der Wi-Fi Alliance verabschiedet und bringt als Nachfolger von WPA2 eine noch bessere Authentifizierung und Verschlüsselung mit. Die Sicherheit an öffentlichen Hotspots lässt sich so erhöhen und auch die Konfiguration von WLAN-Geräten soll dank WPA3 einfacher sein. Wichtig zu erwähnen ist, dass WPA3 den bisherigen Standard WPA2 nicht ablösen, sondern vielmehr ergänzen soll. Beide Standards sollen eine längere Zeit parallel verfügbar sein.

Damit die Fritzbox eine WPA3-Verbindung automatisch entsprechenden WLAN-Geräten anbietet, müssen Nutzer im Router-Menü über „WLAN/Sicherheit“ die Einstellung des WPA-Modus „WPA2 + WPA3“ auswählen.

WLAN/Mesh

Eine weitere Neuerung betrifft die WLAN-Verbindungen an sich. Durch ein verbessertes Mesh Steering möchte AVM die WLAN-Leistung verbundener Endgeräte optimieren. Dies funktioniert, indem die Verbindungen regelmäßig geprüft werden, um zu sehen, ob eine noch bessere WLAN-Leistung möglich ist. Ist dies der Fall, steuert die Fritzbox als Mesh-Zentrale automatisch auf die bessere WLAN-Verbindung um.

Auch interessant: Für diese Fritzboxen liefert AVM bald keine Updates mehr

Telefonie und Internet

FritzOS 7.19 bringt die Unterstützung für verschlüsselte Telefonie sowie ein smartes Telefonbuch für alle FritzFon-Modelle. Während der Nummerneingabe zeigt dieses bereits passende Kontakt-Vorschläge an. Ebenso werden nun Online-Telefonbücher von Apple (iCloud), Telekom (Magenta Cloud) sowie von CardDAV-Anbietern unterstützt. Im Bereich Internet möchte AVM die Stabilität von VPN-Verbindungen erhöhen und hat die Kindersicherung erweitert.

Es gibt noch einige weitere kleine Neuerungen in FritzOS 7.19, die unter anderem das Smart Home, aber auch USB-Verbindungen und die allgemeine Stabilität des Systems umfassen. AVM fasst diese im Detail auf seiner Labor-Webseite zusammen.

Fritz-Labor: Das gilt es zu beachten

Sofern ein Update aus dem Fritz-Labor stammt, gelten im Vergleich zu den offiziellen Aktualisierungen andere Konditionen. Denn mit der Labor-Firmware testet AVM neue Funktionen, die später Teil des großen, offiziellen Firmware-Updates Ende August bzw. Anfang September werden sollen. Sie hat daher Beta-Charakter. Der Hersteller weist auch darauf hin, dass es beim Betrieb der Software zu Problemen kommen kann.

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Ausprobieren können Nutzer ein Fritz-Labor, wenn auf ihrer Fritzbox das aktuelle FritzOS installiert ist. Vor der Installation der Software sollten die Daten und Einstellungen auf dem Router sicherheitshalber gesichert werden. Ist dies geschehen, können Nutzer das Labor-Firmware im Fritz-Labor auf der Webseite von AVM herunterladen und auf ihrem Computer als ZIP-Datei speichern. Zur Installation sind nach dem Entpacken der Datei folgende Schritte notwendig:

  1. Rufen Sie im Browser die Fritzbox-Oberfläche mit http://fritz.box auf und geben Sie gegebenenfalls das Passwort für Ihre Fritzbox ein
  2. Unten im Menü finden Sie die Fußzeile „Ansicht: Erweitert“, die Sie aktivieren müssen
  3. Nun finden Sie unter „System / Update“ die Registerkarte „FritzOS-Datei“
  4. Wählen Sie im Eingabefeld den Pfad zu der zuvor heruntergeladenen und entpackten ZIP-Datei aus und klicken Sie auf „Update starten“

Ist auf der Fritzbox bereits eine Labor-Firmware installiert, wird ein neues Update automatisch angeboten. Beachten Sie, dass der Update-Vorgang ein paar Minuten dauern kann. Währenddessen blinkt die Info-Lampe des Routers. Ist das Update abgeschlossen, startet die Fritzbox automatisch neu. Daten und Einstellungen gehen nicht verloren, sodass der Router wieder wie gewohnt einsatzbereit ist.

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