Neue Firmware

Welche Fritzbox-Modelle jetzt ein Update erhalten

FRITZ!Box 7590 von AVM
AVM aktualisiert seine Fritzboxen regelmäßig per Update
Foto: AVM

Der Berliner Router-Hersteller AVM hat wieder einmal ein Update für einige seiner Fritzboxen und übrigen Fritz-Geräte herausgebracht. Die neue Firmware stabilisiert das System, bringt aber auch neue Funktionen mit. Welche das sind und für welche Geräte das aktuelle FritzOS-Update zur Verfügung steht, verrät TECHBOOK.

Inhaltsverzeichnis

Einmal im Jahr veröffentlicht AVM ein umfangreiches Software-Update für seine Geräte. FritzOS 7.1x ist die aktuelle große Firmware-Version und bereits im September 2019 erschienen. Seither hat AVM zahlreiche Fritzboxen und Fritz-Geräte mit der Software aktualisiert. Doch es kündigt sich bereits das nächste große Update auf FritzOS 7.2x an. Im Vorfeld testet das Unternehmen einige der darin enthaltenen Funktionen zumeist durch kleinere Aktualisierungen aus dem Fritz-Labor. Hier erfahren Sie, für welche Geräte AVM derzeit ein Update anbietet.

Achtung

In der Liste führen wir sowohl Updates auf das offizielle FritzOS als auch die neuesten Labor-Versionen auf. Da AVM im Fritz-Labor neue Funktionen erst testet, hat diese Software zumeist eine etwas höhere Versionsnummer als die offizielle Firmware.

 

Die neuesten FritzOS-Updates im Überblick

27. Mai: Neue Labor-Version für die Fritzbox 7590, 7490 sowie 6490 Cable und 6590 Cable

Die Neuerungen und Optimierungen in der aktuellen Labor-Version 7.19 für die Fritzbox 7590 und 7490 sowie die Kabelrouter Fritzbox 6490 Cable und 6590 Cable beziehen sich vor allem auf die Festnetz-Telefonie und Mobilfunk-Verbindungen.

Telefonie:

  • NEU: Weitere Telefonieanbieter für Land Italien hinzugefügt
  • NEU: Vermitteln mit IP-Telefonen mit Rückfrage (Rufannahme am Rückfrageziel vor dem Vermitteln erforderlich)
  • NEU: Vermitteln mit IP-Telefonen ohne Rückfrage
  • Verbesserung: Kompatibilität zur Voice-Plattform des Anbieters sipcall erhöht
  • Verbesserung: Anmeldung neuer Mesh-Telefonie-Clients optimiert

Mobilfunk:

  • NEU: Fallback auf Mobilfunk auch bei Ausfall der PPPoE-Verbindung (erweiterter Ausfallschutz)
  • NEU: Anzeige der verwendeten USB-Version für USB-Mobilfunkmodems im Bereich der USB-Geräteübersicht
  • Behoben: Keine Internetverbindung mit LTE-Mobilfunk-Sticks von Huawei bei Verwendung eines Tarifs ohne LTE-Unterstützung

Außerdem hat AVM die Übersicht zugriffsberechtigter Apps im Bereich „System / Fritzbox-Benutzer“ um die Berechtigungen und den Zeitpunkt der letzten Anmeldung erweitert.

20. Mai: AVM liefert FritzOS 7.15 offiziell aus

Bislang war das FritzOS 7.12 die aktuelle und offiziell verfügbare Firmware für die Fritzboxen. Nun macht AVM aber einen gewaltigen Sprung und liefert erstmals das FritzOS 7.15 aus. Ganze 50 Verbesserungen und neue Funktionen verspricht der Hersteller dabei. Als erster Router profitiert die Fritzbox 6660 Cable von dem Update.

Da es sich bei dem Gerät um eine Kabel-Fritzbox handelt, kann es je nach Anbieter etwas dauern, bis dieser das Update auf seine Services angepasst hat und an die Kunden ausliefert. Diejenigen, die die Fritzbox 6660 Cable ohne Branding als unabhängigen Kabel-Router betreiben, können die neue Firmware auf der Webseite von AVM oder direkt über den Router laden.

Folgende neue Funktionen bewirbt AVM im FritzOS 7.15:

  • mehr Leistung und Komfort im WLAN, Mesh und Smart Home
  • Nahtlos verbunden im Mesh: WLAN Mesh Steering, gemeinsames Telefonbuch und Smart Home
  • Gut informiert: Wichtiges kommt einfach und direkt per Mail an die E-Mail-Adresse Ihres MyFritz-Kontos
  • Neues im Internet: mehr Informationen und erweiterte VPN-Funktionen
  • Zusatznutzen für FritzFon: Zugang zum WLAN-Gastzugang einfach teilen, Rufnummern direkt sperren, u.v.m
  • Praktisch im Betrieb: Schnelle Übersicht zu Updates für Fritz-Produkte, Abschaltbarkeit der LEDs
  • Neue Produkte stärker unterstützt: FritzRepeater 3000 und Smart-Home-Taster FritzDECT 400

Außerdem hat der Hersteller folgende Fehler behoben: 

DECT

  • DECT-Verbindung zu angemeldeten Geräten sporadisch nicht mehr nutzbar

WLAN

  • Diverse Verbindungsprobleme mit einzelnen WLAN-Geräten
  • Sporadischer Ausfall des 5-GHz-Bands nach der Aktivierung der Autokanal-Funktion
  • Auf der Seite „WLAN / Funkkanal“ wurde keine Animation für die DFS-Wartezeit (RADAR-Wartezeit) angezeigt, wenn Autokanal eingestellt war

 

Zeitgleich mit dem offiziellen FrittzOS erhält die Fritzbox 6591 Cable ein neues Fritz-Labor. Die Neuerungen entsprechen denen, die AVM in den Labor-Versionen der vergangenen Tage ausgeliefert hat. Schauen Sie für nähere Informationen also in dem von uns aufgeführten Update vom 18. Mai nach.

22. April: Neues Labor für Fritzboxen und Repeater

AVM liefert erneut neue Firmware für seine Fritzboxen und Repeater. Die Neuerungen fallen diesmal etwas übersichtlicher aus und führen vor allem einige Verbesserungen ein. Seit gestern Abend steht das Labor-Update für die Fritzbox 7590, die 7530 und 7490 sowie für die Fritz-Repeater 3000, 2400, 1750E und 1200 zur Verfügung.

Die Neuerungen und Verbesserungen im aktuellen Fritz-Labor vom 21. April listet AVM wie folgt:

Telefonie:

  • Neu: Weitere Telefonieanbieter für Land Italien hinzugefügt
  • Neu: Vermitteln mit IP-Telefonen mit Rückfrage (Rufannahme am Rückfrageziel vor dem Vermitteln erforderlich)
  • Neu: Vermitteln mit IP-Telefonen ohne Rückfrage
  • Verbesserung: CLIPnoScreening für SIP-Trunks und SIP-Anlagenanschlüsse konfigurierbar (verbessertes Verhalten für Tarife ohne CLIPnoScreening)
  • Verbesserung: Internes Faxgerät unterstützt das Senden von bis zu 10 Seiten Text (bisher max. 2 Seiten)
  • Verbesserung: Diverse Textoptimierungen
  • Verbesserung: Telefonieanbieterprofile komplett überarbeitet und optimiert
  • Verbesserung: Internes Faxgerät legt gesendete Faxe auf lokalem Speicher ab
  • Verbesserung: Neue Methode zur Rufumleitung an externe Ziele für bestimmte Telefonieanbieter hinzugefügt (302 – Moved Temporarily)
  • Behoben: Rückruf von ISDN-Telefonen zu internen Anrufbeantwortern war ohne Funktion

Mobilfunk:

  • Neu: Fallback auf Mobilfunk auch bei Ausfall der PPPoE-Verbindung (erweiterter Ausfallschutz)
  • Neu: Anzeige der verwendeten USB-Version für USB-Mobilfunkmodems im Bereich der USB-Geräteübersicht
  • Behoben: Keine Internetverbindung mit LTE-Mobilfunk-Sticks von Huawei bei Verwendung eines Tarifs ohne LTE-Unterstützung

Internet:

  • Verbesserung: Optimierte Darstellung der DSL/Fiber/Kabel-Informationen in der Benutzeroberfläche
  • Verbesserung: IPv6-Prefix-Delegationen und IPv6-Subnetze werden in „Heimnetz / Netzwerk / Netzwerkeinstellungen“ angezeigt
  • Verbesserung: Zur Vereinfachung Abfrage zur Konfiguration des Internetzugangs über einen WAN-Port aus dem Einrichtungsassistenten entfernt (nur Fritzbox mit dediziertem WAN-Port, z.B. 7590)

17. April: AVM aktualisiert Powerline-Adapter

Zum Geräte-Portfolio von AVM gehören nicht nur Router, sondern auch DECT-Telefone, WLAN-Repeater, Powerline-Adapter sowie diverse Geräte für das smarte Zuhause. Mithilfe der Powerline-Adapter können Nutzer das Internet über das Stromnetz im Haus verteilen. Diese Methode ist eine mitunter stabilere Lösung als WLAN – beispielsweise für eine konstante Internetversorgung von Smart-TVs. Genau hier setzt das aktuelle, offizielle Update an, das AVM derzeit für einige seiner Powerline-Adapter verteilt.

Je nach Modell tragen die zur Verfügung stehenden Updates unterschiedliche Versionsnummern. So wird der Fritz!Powerline 1220E auf die Version 2.8.0.1-30 und der Fritz!Powerline 1000E auf 2.8.0.1-37 aktualisiert. Beim Fritz!Powerline 530E ist es hingegen die Version 1.5.0.2-18 und beim Fritz!Powerline 510E die Version 1.5.0.2-24.

Das Update für die 500er Modelle fällt übersichtlich aus. Hier führt AVM vor allem Verbesserungen im Bereich IP-TV (speziell Magenta-TV der Telekom) ein. Umfangreicher kommt hingegen der Changelog für die Updates des 1220E und 1000E daher. Folgende Neuheiten bewirbt der Hersteller hier:

  • Verbesserungen im Bereich IP-TV
  • Beschleunigter Boot-Vorgang
  • Verbesserungen im Bereich Datenübertragung
  • Neues LED Verhalten beim Paring-Fehler: Powerline LED blinkt 4 Sekunden mit 4 Hz

Die Neuerungen im aktuellen Labor FritzOS 7.19

Die derzeit neueste Labor-Firmware trägt die Versionsnummer FritzOS 7.19-xxxxx. Die Endung unterscheidet sich ja nach Updateversion und Gerät. Verfügbar ist das FritzOS 7.19  bereits seit einigen Monaten, allerdings wurde es von AVM in den vergangenen Wochen immer wieder angepasst und erweitert, sodass deren Funktionen mittlerweile sehr umfangreich sind.

Mittlerweile steht das FritzOS 7.19 als Labor-Update für insgesamt sechs Router zur Verfügung. Neben drei Kabel-Routern, die bereits vor einiger Zeit versorgt worden sind, sind nun somit auch drei Geräte für den (V)DSL-Anschluss dabei:

  • Fritzbox 7530 (neueste Firmware am 27. April)
  • Fritzbox 7590 (neueste Firmware am 25. Mai)
  • Fritzbox 7490 (neueste Firmware am 25. Mai)
  • Fritzbox 6591 Cable (neueste Firmware am 20. Mai)
  • Fritzbox 6590 Cable (neueste Firmware am 27. Mai)
  • Fritzbox 6490 Cable (neueste Firmware am 27. Mai)

Ebenso bietet AVM das neue FritzOS für folgende Repeater-Modelle an:

  • Fritz-Repeater 3000 (neueste Firmware am 21. April)
  • Fritz-Repeater 2400 (neueste Firmware am 21. April)
  • Fritz-Repeater 1200 (neueste Firmware am 21. April)
  • Fritz-Repeater 1750E (neueste Firmware am 21. April)

Die Neuerungen, die AVM im Fritz-Labor testet, sind umfangreich:

WPA3

Zu den wichtigsten Neuerungen von FritzOS 7.19 zählt die Integration von WPA3. Der neue WLAN-Verschlüsselungsstandard wurde im Juni 2018 von der Wi-Fi Alliance verabschiedet und bringt als Nachfolger von WPA2 eine noch bessere Authentifizierung und Verschlüsselung mit. Die Sicherheit an öffentlichen Hotspots lässt sich so erhöhen und auch die Konfiguration von WLAN-Geräten soll dank WPA3 einfacher sein. Wichtig zu erwähnen ist, dass WPA3 den bisherigen Standard WPA2 nicht ablösen, sondern vielmehr ergänzen soll. Beide Standards sollen eine längere Zeit parallel verfügbar sein.

Damit die Fritzbox eine WPA3-Verbindung automatisch entsprechenden WLAN-Geräten anbietet, müssen Nutzer im Router-Menü über „WLAN/Sicherheit“ die Einstellung des WPA-Modus „WPA2 + WPA3“ auswählen.

WLAN/Mesh

Eine weitere Neuerung betrifft die WLAN-Verbindungen an sich. Durch ein verbessertes Mesh Steering möchte AVM die WLAN-Leistung verbundener Endgeräte optimieren. Dies funktioniert, indem die Verbindungen regelmäßig geprüft werden, um zu sehen, ob eine noch bessere WLAN-Leistung möglich ist. Ist dies der Fall, steuert die Fritzbox als Mesh-Zentrale automatisch auf die bessere WLAN-Verbindung um.

Auch interessant: Für diese Fritzboxen liefert AVM bald keine Updates mehr

Telefonie und Internet

FritzOS 7.19 bringt die Unterstützung für verschlüsselte Telefonie sowie ein smartes Telefonbuch für alle FritzFon-Modelle. Während der Nummerneingabe zeigt dieses bereits passende Kontakt-Vorschläge an. Ebenso werden nun Online-Telefonbücher von Apple (iCloud), Telekom (Magenta Cloud) sowie von CardDAV-Anbietern unterstützt. Im Bereich Internet möchte AVM die Stabilität von VPN-Verbindungen erhöhen und hat die Kindersicherung erweitert.

Es gibt noch einige weitere kleine Neuerungen in FritzOS 7.19, die unter anderem das Smart Home, aber auch USB-Verbindungen und die allgemeine Stabilität des Systems umfassen. AVM fasst diese im Detail auf seiner Labor-Webseite zusammen.

Fritz-Labor: Das gilt es zu beachten

Sofern ein Update aus dem Fritz-Labor stammt, gelten im Vergleich zu den offiziellen Aktualisierungen andere Konditionen. Denn mit der Labor-Firmware testet AVM neue Funktionen, die später Teil des großen, offiziellen Firmware-Updates Ende August bzw. Anfang September werden sollen. Sie hat daher Beta-Charakter. Der Hersteller weist auch darauf hin, dass es beim Betrieb der Software zu Problemen kommen kann.

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Ausprobieren können Nutzer ein Fritz-Labor, wenn auf ihrer Fritzbox das aktuelle FritzOS installiert ist. Vor der Installation der Software sollten die Daten und Einstellungen auf dem Router sicherheitshalber gesichert werden. Ist dies geschehen, können Nutzer das Labor-Firmware im Fritz-Labor auf der Webseite von AVM herunterladen und auf ihrem Computer als ZIP-Datei speichern. Zur Installation sind nach dem Entpacken der Datei folgende Schritte notwendig:

  1. Rufen Sie im Browser die Fritzbox-Oberfläche mit http://fritz.box auf und geben Sie gegebenenfalls das Passwort für Ihre Fritzbox ein
  2. Unten im Menü finden Sie die Fußzeile „Ansicht: Erweitert“, die Sie aktivieren müssen
  3. Nun finden Sie unter „System / Update“ die Registerkarte „FritzOS-Datei“
  4. Wählen Sie im Eingabefeld den Pfad zu der zuvor heruntergeladenen und entpackten ZIP-Datei aus und klicken Sie auf „Update starten“

Ist auf der Fritzbox bereits eine Labor-Firmware installiert, wird ein neues Update automatisch angeboten. Beachten Sie, dass der Update-Vorgang ein paar Minuten dauern kann. Währenddessen blinkt die Info-Lampe des Routers. Ist das Update abgeschlossen, startet die Fritzbox automatisch neu. Daten und Einstellungen gehen nicht verloren, sodass der Router wieder wie gewohnt einsatzbereit ist.

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