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Finden Sie es heraus!

Nutzt der Nachbar heimlich Ihr WLAN?

Mann Laptop
Nicht nur Nachbarn, auch Fremde können sich einwählenFoto: Getty Images

In das WLAN-Netz loggen sich längst nicht mehr nur Computer und Smartphone ein. Bei vielen Geräten kann man schnell den Überblick darüber verlieren, wer da alles im eigenen Netzwerk unterwegs ist.

Im besten Fall führt ein unbefugter Zugriff nur dazu, dass Ihr Internet langsamer wird – aber auch das Mitlesen von Daten, die über das Netzwerk geschickt werden, wäre möglich. Auch wenn strafbare Handlungen über Ihr Netzwerk laufen, kann es Ärger geben TECHBOOK stellt zwei einfache Möglichkeiten vor, wie sie im Auge behalten können, wer sich in Ihrem Netzwerk herumtreibt.

Verbindung per Router überwachen

Alternativ kann man auch direkt in der Benutzeroberfläche des Routers nachgucken, welche Geräte per WLAN verbunden sind. Der Nachteil dieser Methode ist allerdings, dass man keine Benachrichtigung bekommt, wenn sich ein fremdes Gerät anmeldet.

Bei einer Fritzbox findet man die verbundenen Geräte zum Beispiel unter dem Punkt „Heimnetz“ und dann „Heimnetzübersicht“. Im „Heimnetz“ können Sie außerdem auch den„Power ModeIhrer Fritzbox aktivieren.

WLAN-Verbindungen beim Telekom-Router überwachen

Auch bei Telekom-Routern lässt sich einfach herausfinden, wer sich im Netzwerk befindet. Dafür öffnen Sie einfach die Router-Konfiguration und wählen das Menü „Netzwerk“ aus. Im Untermenü „NAT & Portregeln“ findet sich die Liste, mit allen eingetragenen Geräten. Hier können Sie nun ein Gerät nach dem anderen ausschalten, um zu identifizieren, um welches Gerät es sich handelt. Anschließend benennen Sie die Geräte entsprechend. Wenn nun ein Ihnen unbekanntes Gerät im Netzwerk auftaucht, können Sie den Übeltäter sofort sperren. Außerdem sollten Sie Ihre Zugangsdaten ändern.

Scan auch mit dem Smartphone möglich

Auch über das Smartphone lässt sich schnell herausfinden, ob sich jemand Unbefugtes im eigenen Netzwerk aufhält. Dafür können Sie sich einfach eine Netzwerkscanner-App herunterladen. Zu den verbreitetsten Programmen gehören Fing für Android und Apple, iNet – Netzwerkscanner für Apple oder Network Analyzer für Android oder Apple. Bei allen drei Apps handelt es sich um Free-Versionen, die auf Pro-Versionen mit mehr Funktionen erweitert werden können. Allerdings sind die Free-Versionen für einen schnellen Check auf jeden Fall ausreichend.

Die Pro-Version der App kostet ca. 5 Euro
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Das aus Berlin stammende BananaGlue-Team entwickelte eine erste Version von iNet bereits 2009
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Bei Fing erhalten Sie zusätzliche Funktionen, wenn Sie sich mit Ihrem Google.Account anmelden
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WLAN-Netzwerk mit PC-Software überwachen

Wer ständig darüber informiert sein will, was im heimischen WLAN passiert, der greift am besten auf Programme wie „WhoFi“ zurück.

Diese kostenlose Windows-Software scannt das WLAN auf alle Geräte, die damit verbunden sind, und präsentiert sie in einer übersichtlichen Liste. Hier kann man nun Geräte als „Bekannt“ oder „Unbekannt“ einordnen und sie individuell benennen, damit man nicht den Überblick verliert.

Die Software scannt nun zu einstellbaren Zeiten automatisch das WLAN und sobald das Programm ein unbekanntes Gerät findet, schlägt es Alarm. So behält man immer den Überblick, was im heimischen WLAN vor sich geht.

Der Nachteil von „WhoFi“ ist allerdings, dass man aus dem Programm heraus nicht handeln kann. Hat man ein verdächtiges Gerät entdeckt, bietet es keine Möglichkeit, dieses aus dem Netzwerk auszuschließen – dazu muss man den Weg über den Router gehen. Außerdem ist „WhoFi“ komplett auf Englisch und bedarf erst einer Anmeldung.

Was tun, wenn tatsächlich Unbefugte im WLAN sind?

Falls sich tatsächlich Geräte im Netzwerk tummeln, die dort nicht hingehören, sollten Sie schnell das WLAN-Passwort ändern und sich auf den eigenen Geräten neu einloggen. Stellen Sie außerdem sicher, dass Sie die aktuellste WLAN-Verschlüsselungsmethode verwenden.