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Vergleich der Bildqualität

Fernseher bei Stiftung Warentest – welche Marke liegt vorne?

Fernseher im Dunkeln
Worauf ist bei guten Fernsehern wirklich zu achten?Foto: Getty Images

Viele aktuelle Fernseher werben mit Begriffen wie Ultra High Definiton, UHD oder 4K. Die hohe Auflösung steht eigentlich für eine Top-BildquaIität. Doch der Begriff allein ist noch kein Garant für eine knackiges Darstellung beim Fernseher, wie die Stiftung Warentest nun herausgefunden hat.

Ruckler, harter Kontrast, ein leichter Gelbstich oder der Verlust von Details in dunklen Szenen. Wer einen aktuellen UHD-Fernseher kauft, kann nicht automatisch sicher sein, gute oder sehr gute Bildqualität für sein Geld zu bekommen. Das geht aus einem Vergleich der Stiftung Warentest von 96 UHD-Fernsehern (605 bis 3500 Euro) mit Diagonalen von 50 bis 65 Zoll hervor.

Zielführender als der Blick auf die Auflösung ist es da schon, sich an der Bildtechnologie zu orientieren. Im Test landeten Geräte mit organischen, selbstleuchtenden Dioden (OLED) bei der Bildqualität ganz vorne. Das berichtet die Stiftung in ihrer Zeitschrift „test“ (Ausgabe 12/2021). Die OLED-Fernseher punkteten vor allem bei der Darstellung dunkler Bildbereiche. Die ältere LCD-Technik mit Hintergrundbeleuchtung kann da meist nicht ganz mithalten.

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Größere Fernseher oft Energiefresser

Mit der Fernsehergröße steigt der Energiehunger. Ein Beispiel: Bei vier Stunden Sehzeit täglich verbraucht das sparsamste 50-Zoll-Gerät im Vergleichsfeld pro Jahr etwa 27 Kilowattstunden weniger als der sparsamste 65-Zöller. Ein Unterschied von rund acht Euro Stromkosten.

Da man die Größe der 65-Zoll-Riesen, immerhin stolze 165 Zentimeter Bilddiagonale, leicht unterschätzen kann, raten die Warentester dazu, vor dem Kauf einen Karton auf diese Größe zuzuschneiden und an der gewünschten Stelle an der Wand zu platzieren.

So kann man ein Gefühl dafür bekommen, ob man an diesem Ort mit einer dunklen Fläche dieser Größe leben kann, wenn der Fernseher ausgeschaltet ist. Sitzabstandsregeln sind dabei mit UHD-TVs weitgehend Geschichte. Hat auch das Bildmaterial UHD-Auflösung, sind selbst aus zwei Metern Abstand keine Pixel zu sehen.

LG im Fernseher-Test der Stiftung Warentest vorne

Als Testsieger bei den mittelgroßen Fernsehern (48 bis 50 Zoll) kürte die Stiftung Warentest den LG OLED48C17LB für 1300 Euro (Gesamtnote 1,8). Nur knapp dahinter (1,9) landeten zwei LCD-TVs von Samsung: der GQ50QN90AAT für 1410 Euro sowie der GQ50QN94AAT für 1540 Euro. Günstigstes Gerät mit Note „gut“ (2,1) in dieser Klasse ist der LCD-TV LG 50NAN0809PA für 605 Euro.

Bei den großen Fernsehern (55 bis 58 Zoll) überzeugte die Stiftung Warentest ebenfalls ein OLED-TV von LG. Der LG OLED55G19LA für 1650 Euro hat das Rennen mit der Note 1,6 gewonnen, gefolgt vom LG OLED55C17LB (1,7) für 1380 Euro. Günstigster „guter“ (2,4) hier: der 1000 Euro teure LCD-TV Panasonic TX-58JXW854.

Und der beste „riesengroße“ Fernseher (65 Zoll) im Test der Stiftung Warentest kommt mit dem 2430 Euro teuren OLED65G19LA ebenfalls von LG (1,6). Kaum schlechter (1,7) beurteilt wurden der LG OLED65B19LA für 1660 Euro und Samsungs LCD-TV GQ65QN95AAT für 2130 Euro. Die günstigste „gute“ Alternative (2,3) in dieser Kategorie ist im Test der Panasonic TX-65JXW854 für 1300 Euro.

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