„Artifact“ wird ausgebuht

Valve kündigt ein neues Spiel an – und Gamer weltweit sind stinksauer

Artifact / Valve
Viel mehr als das Logo gab es von „Artifact“ gar nicht zu sehen.
Foto: Valve

Der Hersteller von so beliebten Spielen wie „Counter-Strike“ und „Half-Life“ stellt ein neues Game vor und die Fans sind stinksauer. TECHBOOK erklärt, warum Gamer weltweit sich über „Artifact“ aufregen.

Valve zählt zu den erfahrensten Spiele-Herstellern der Welt. Dem Unternehmen gehört die Plattform Steam, das seit mehr als einem Jahrzehnt beliebte Spiel „Counter-Strike“ sowie „Dota 2“. Sogar „Half-Life“, eine der einflussreichsten Spiele-Reihen aller Zeiten, stammt von Valve.

Wenn ein Hersteller von diesem Rang und Namen ankündigt, ein neues Spiel vorzustellen, sind die Erwartungen entsprechend groß. Dass die Enttäuschung umso größer sein kann, bekam Valve nun zu spüren. Im Rahmen des weltgrößten Esports-Turniers „The International“ sollte es die Präsentation eines neuen Spiels geben – das erste seit Jahren! Gezeigt wurde ein 30-sekündiger Teaser – nach dessen Ende man auf Video-Aufnahmen deutlich hören kann, wie sauer das Publikum ist.

Der Grund war nicht etwa, dass man in dem kurzen Trailer keinerlei Spielszenen zu sehen bekam. Schaut man sich in Gaming-Foren oder auf Twitter um, wird vor allem die Art des Spiels kritisiert, die Valve ankündigte: „Artifact“, so der Name des neuen Spiels, soll ein neues Online-Kartenspiel werden, das im Fantasy-Universum von „Dota 2“ spielt.

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Das Problem: Seitdem Blizzards Millionen-Hit „Hearthstone“ das Kartenspiel-Genre wiederbelebt hat, sind etliche Hersteller auf den Trend aufgesprungen und versuchen, eigene Online-Kartenspiele umzusetzen. Es gibt Ableger von „Skyrim“, „Plants vs. Zombies“, „South Park“, dazu etliche Spiele kleinerer Hersteller, wie „Duelyst“ oder „Faeria“. Nicht alle diese Spiele sind schlecht, aber keines konnte es bislang mit der Popularität von „Hearthstone“ aufnehmen – auch weil nur wenige (meist die Indie-Titel) wirklich eigene Spielideen präsentieren.

Kurzum: Der Markt für Online-Sammelkartenspiele ist gesättigt. Dennoch scheinen einige große Hersteller das schnelle Geld zu wittern und bringen Ableger um Ableger heraus. Von Valve hatten sich die Fans offensichtlich mehr versprochen als die Ankündigung, ebenfalls in den überfüllten Markt einzusteigen. Die lautstarke Reaktion der Zuschauer spricht jedenfalls Bände. Und auch auf Twitter lassen sich etliche Fans über die unkreative Ankündigung aus.

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