Pistolenkugel abgefangen

Wie ein Computerspiel das Leben eines Gamers rettete

„The Elder Scrolls Anthology" Verpackung mit Einschussloch
In dieser buchähnlichen Hülle mit mehreren Spiele-DVDs sowie einigen Konzeptzeichnungen landete die Kugel – und rettete dem Gamer Velorok so das Leben.
Foto: Imgur / Velorok

Der Gamer „Velorok“ wäre um ein Haar tot – doch die Pistolenkugel, die durch seine Wand geschossen kam, wurde von der dicken Verpackung des Spiels „The Elder Scolls Anthology“ aufgefangen. TECHBOOK fasst die irre Geschichte zusammen.

Große Aufregung im Bilder-Netzwerk Imgur: Ein Gamer aus Arizona, der sich im Netz „Velorok“ nennt, postete mehrere Bilder des PC-Spiels „The Elder Scrolls Anthology“ – eine spezielle Sammlung verschiedener Teile der Rollenspielreihe „The Elder Scrolls“ mit dicker Verpackung, die neben den Spielen für Sammler noch ein paar Konzeptzeichnungen erhält.

Auf den Bildern deutlich zu erkennen: Einschusslöcher in der Verpackung sowie zersplitterte DVDs.

Last Night The Elder Scrolls Literally Saved my Life

Wie kann das sein? Velorok erklärt in dem Posting, dass er gerade das Spiel „Prey“ am Rechner spielte und plötzlich „das Geräusch von zerbrechendem Glas“ hörte. „Zunächst dachte ich, eine Glühbirne wäre kaputt gegangen, aber kurz danach sah ich eine Staubwolke in der Luft und ein Einschussloch in der Wand links neben mir.“ Offenbar hatten seine Nachbarn Streit, irgendwer feuerte einen Schuss ab. Die Kugel traf seiner Geschichte nach die große Box von „The Elder Scolls Anthology“, die sie abfing. „The Elder Scrolls hat gestern Nacht mein Leben gerettet“, so sein Fazit.

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„Die Kugel wäre direkt in meiner Brust gelandet“

Der kuriose Vorfall sorgte für zahlreiche Kommentare und Fragen der Nutzer von Imgur und auch von Reddit an Velorok – die er auch versuchte, zu beantworteten. Er vermutet, seine Nachbarn hätten die Waffe möglicherweise im Streit abgefeuert. Es könne sich aber auch um ein Versehen handeln. Kurz nach dem Schuss flohen seine Nachbarn. Mittlerweile sei die Polizei da gewesen und hätte eine Kugel von einer 45er-Pistole in der Spielepackung gefunden und mitgenommen. Die Frage, ob er selbst auch eine Waffe habe, beantwortete er offen mit: „Ich darf im Moment keine Waffe haben, da ich in der Vergangenheit psychische Probleme hatte.“

Auch die Frage, ob die Kugel ihn überhaupt hätte treffen können, bejahte Velorok: „Sie wäre unter meinem Monitor direkt in meiner Brust gelandet, wenn ich nicht zu faul gewesen wäre, das Spiel wieder zurück in das Regal zu stellen.“

Entwickler Bethesda verspricht Ersatz

Als echter Fan von „The Elder Scrolls“ fügte Velorok noch hinzu: „Es brach mir das Herz, als ich das Einschussloch sah. Bei allen Dingen, die die Kugel hätte erwischen können, traf sie ausgerechnet mein absolutes Lieblingsspiel.“

Das bemerkte auch Entwickler Bethesda, PR-Chef Pete Hines teilte die Geschichte daraufhin bei Twitter:

Dort deutete er in den Kommentaren schon an, Velorok ein neues Exemplar von „The Elder Scrolls Anthology“ zu schicken – der auch inzwischen bestätigte, dass Bethesda mit ihm in Kontakt getreten ist und das neue Spiel bereits unterwegs sei.

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