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Was ist eigentlich ein Triple Tuner beim Fernseher?

TV Triple-Tuner
Viele Menschen streamen mittlerweile Videos und Fernsehen
Foto: Getty Images

Twin-, Dual- und Triple-Tuner – überall werben die Elektronikmärkte bei neuen Fernsehern oder Receivern mit solchen Begriffen. Doch was steckt da eigentlich hinter und welche Vorteile bietet mit ein solcher Tuner? TECHBOOK klärt auf.

Zunächst einmal: Als Tuner (vom englischen Wort tune für „abstimmen“) bezeichnet man ein Empfangsteil, mit denen etwa Fernseher oder Radios bestückt sind. Es ist zwingend notwendig, um die richtigen Signale über die Antenne, das Kabel oder die Satellitenschüssel herauszufiltern. Neben dem Tuner braucht es aber auch noch einen Verstärker, beide in der Kombination nennt man Receiver. Ohne ihn könnte kein Signal am TV richtig dargestellt werden, der Bildschirm wäre schwarz.

Wer früher sein Programm über Antenne oder die Satellitenschüssel empfing, musste eine kleine Empfangsbox mit einem eingebauten Receiver kaufen. Das ist heute nicht mehr zwingend notwendig: Viele Fernseher haben den Receiver bereits eingebaut – und bezeichnen diesen wiederum als Tuner.

Empfang für DVB-T, -C und -S

Ältere Geräte haben meistens noch Dual Tuner eingebaut. Dual steht in diesem Fall für „Zwei“ und bedeutet, dass der Fernseher einen eingebauten Receiver für den Empfang von TV-Signalen über Satellit (DVB-S) und Antenne (DVB-T) hat. Ein Triple Tuner (Triple für „Drei“) unterstützt zusätzlich den Empfang über Kabel (DVB-C). Sie haben bei einem Triple Tuner also die freie Auswahl, welche Empfangsart sie wählen, der TV unterstützt alle.

Um das Ganze noch etwas verwirrender zu machen, ist hin und wieder auch noch vom „Twin Tuner“ die Rede. Dieser ist nicht zu verwechseln mit dem Dual Tuner, sondern gibt an, dass sie zwei Kanäle gleichzeitig übertragen können. Das ist zum Beispiel dann praktisch, wenn Sie einen Film oder eine Serie etwa mit einer externen Festplatte aufnehmen und gleichzeitig ein anderes Programm ansehen wollen. Triple Tuner und Twin Tuner schließen sich also nicht gegenseitig aus.

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Vorsicht vor alten Modellen bei DVB-T

2017 wurde das alte Antennen-Signal DVB-T durch den neuen Standard DVB-T2 ersetzt. Dieser ermöglicht etwa die Übertragung von HD-Sendern. Durch die Umstellung ist der alte DVB-T-Receiver allerdings unbrauchbar geworden. Neue Fernsehmodelle haben entsprechend einen DVB-T2-Receiver verbaut, bei alten Geräten müssen Sie zwangsläufig wieder auf einen externen Receiver umsteigen, da sich der integrierte Triple Tuner im TV nicht so leicht austauschen lässt. Welche Modelle es gibt und was Sie beim Kauf beachten müssen, erklärt TECHBOOK in diesem Artikel:

So erkennen Sie, ob Ihr Receiver DVB-T2 unterstützt

Das sind die Vorteile von Fernsehern mit Triple Tuner

Hat Ihr TV einen Triple Tuner, wird kein zusätzlicher Receiver mit weiterer Fernbedienung benötigt, wodurch nicht nur Geld, sondern auch Platz gespart werden kann. Die enge Integration in das Betriebssystem des Fernsehers vereinfacht zudem die Bedienung, da nicht zwischen verschiedenen Eingängen umgeschaltet werden muss. Stattdessen wird direkt bei der Einrichtung des Geräts die Signalquelle ausgewählt, die zur Kanalsuche verwendet werden soll. Zum Fernsehen wird dann einfach immer diese Quelle benutzt.

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