Im ganzen Zuhause

TV-Dose liegt ungünstig? So verteilen Sie das Fernsehsignal kabellos

Hand mit Fernbedienung
Das TV-Signal lässt sich auch kabellos im ganzen Haus verteilen
Foto: Getty Images

Wer Kabelfernsehen schauen möchte, muss nicht mehr in der Nähe der Kabeldose sitzen. Denn mittlerweile gibt es Router mit integriertem DVB-C-Tuner, die das Kabelsignal drahtlos im Haus verteilen können.

Einige kennen das Problem sicherlich: In der Wohnung oder dem eigenen Haus gibt es nur an bestimmten Stellen eine Kabelbuchse, über die das Fernsehsignal zum TV geleitet wird. Es gibt jedoch eine Möglichkeit, die das Kabelfernsehen zu Hause deutlich flexibler macht: das Streamen über den eigenen Internet-Router.

Statt nur einen Fernseher per Koaxialkabel mit der Kabelbuchse zu verbinden, lässt sich heute das Kabelsignal mit dem passenden Router kabellos in der gesamten Wohnung verteilen. Nutzer können das frei empfangbare Fernsehprogramm dann sogar auf ein Tablet, Smartphone oder einen PC streamen. Sie sind somit unabhängig von der Kabelbuchse.

Kabel-Router, die das Streamen des Kabelsignals erlauben, hat vor allem der Fritzbox-Hersteller AVM im Angebot. Wer keinen dieser Kabel-Router besitzt, kann als Alternative zum Fritz!WLAN Repeater DVB-C greifen.

So lässt sich das Kabelsignal im Haus verteilen

Alle diese Geräte funktionieren nach einem Prinzip – sie bereiten das DVB-C-Signal, also das TV-Signal aus der Kabeldose, auf und verteilen es per WLAN kabellos im eigenen Zuhause. Dabei erlauben es die Kabelboxen dank integriertem Quad-Tuner, bis zu vier unterschiedliche TV-Sender gleichzeitig an verschiedene Geräte im Heimnetz zu übertragen. Mit dem Repeater sind es dank Dual-Tuner lediglich zwei verschiedene Programme.

Schritt 1: Kabel-Router mit TV-Buchse verbinden

Stecken Sie an der Kabel-Buchse ein klassisches Koaxialkabel, auch TV-Kabel genannt, ein und verbinden Sie es mit dem Koaxialanschluss auf der Rückseite des Routers. Möchten Sie das TV-Signal zusätzlich direkt per Kabel an einen Fernseher leiten, obwohl sich an der Kabelbuchse nur ein Ausgang befindet, können Sie auf Adapter zurückgreifen. Diese gibt es unter der Bezeichnung 2-fach TV-Verteiler oder T-Adapter genannt für wenige Euro im Elektrogeschäft. Direkt mit der Kabelbuchse verbundene Fernseher empfangen das TV-Signal auf dem gewohnten Weg. Der Kabel-Router streamt das Signal hingegen ins Heimnetz.

Auch interessant: HD-Fernsehen über DVB-T2 soll teurer werden

Schritt 2: Software auf Empfangsgerät installieren

Der Empfang der so gestreamten Sender ist nicht nur auf TVs möglich, die die Sat-over-IP-Technik (SAT>IP) unterstützen. Auch über mobile Geräte sowie Computer können Nutzer das klassische Fernsehprogramm empfangen. Smartphones und Tablets benötigen zur Wiedergabe die Anwendung „Fritz!App TV“, die es sowohl für Android als auch iOS kostenlos gibt. Für Windows-PCs und Macs eignet sich der VLC Media Player am besten für die Wiedergabe.

Zum Weiterlesen: So empfangen Sie Fernsehen übers Internet

Schritt 3: Sendersuchlauf über Router-Oberfläche

Haben Sie den Router verbunden und ihre Empfangsgeräte mit der entsprechenden Software versehen, müssen Sie im letzten Schritt auf der Oberfläche ihrer Fritzbox die TV-Sender einrichten. Diese finden Sie unter http://fritz.box. Gehen Sie nun wie folgt vor:

  • Klicken Sie im links angezeigten Menü auf „DVB-C“ und anschließend auf „Live-TV“. Hier klicken Sie nun  auf „Live-TV aktivieren“. Achtung: Der Router startet im Anschluss neu.
  • Gehen Sie nach dem Neustart erneut auf die Routeroberfläche, um den Sendersuchlauf zu starten. Diesen finden Sie im Menüpunkt „DVB-C“.

Es sollten nun Sender der Öffentlich-Rechtlichen und der Privaten angezeigt werden. Allerdings stehen nur die öffentlich-rechtlichen Programme ohne Aufpreis in HD-Qualität zur Verfügung.

Die Sender übertragen neben den eigentlichen Programmen auch Teletext, Untertitel, alternative Tonspuren, den EPG-Programmführer sowie Programm-Info.