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So werden Sie beim Pornoschauen ausspioniert!

Anonym im Netz unterwegs sein und Pornos schauen? Eher schwierig.
Foto: Getty Images

Pornoseiten wissen genau, was Nutzer schauen und geben diese Infos an Werbeunternehmen oder Unternehmen wie Google oder Facebook weiter – und zwar auch dann, wenn der Inkognito-Modus des Browsers aktiviert ist.

Sie heißen Xhamster, Redtube, Pornhub und Youporn – unter den 20 meistaufgerufenen Internetseiten in Deutschland finden sich laut Alexa.com gleich drei Pornoseiten. Hinter diesen Zahlen steckt ein lukratives Geschäft – das Geschäft mit persönlichen Daten.

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Überraschend: Mit dem Inkognito-Modus im Browser versuchen sich viele Nutzer vor Peinlichkeiten zu schützen – doch dieser hat in diesem Zusammenhang gar keine schützende Wirkung. Laut dem Blogger Brett Thomas sei es trotzdem erschreckend einfach etwa für Werbeunternehmen, die Identität der Porno-Zuschauer und die geschauten Videos herauszufinden.

So spionieren Pornoseiten ihre Nutzer aus

Die meisten Porno- und Internetseiten verwenden sogenannte „Tracking-Tools“, die einen individuellen, digitalen Fußabdruck des Nutzers erstellen – und etwa wissen, welche Suchanfragen dieser eingibt oder welche Filme er schaut. Die eigentlichen „Schnüffler“ sind die „Teilen“-Knöpfe für Facebook oder Twitter und die zahlreichen Werbebanner auf den Pornoseiten, die die Daten an die Werbetreibenden und im Hintergrund auch an die Social-Media-Plattformen und Google weitergeben.

Wie der Sex der Zukunft durch die Digitalisierung aussehen könnte

Doch wie können die Daten einer Person zugeordnet werden? Das Magazin „Vice“ erklärt in einem Bericht: Der Browser am Computer hat individuelle Einstellungen, etwa installierte Plug-ins, Schriften oder Sprache, die von den Tracking-Tools erfasst werden. Mit diesen individuellen Informationen und der jedem Internet-Nutzer zugeordneten IP-Adresse ist eine sehr genaue Identifizierung möglich. „Wenn du Pornos im Netz guckst, dann solltest du damit rechnen, dass deine Surfgewohnheiten und die Titel deiner konsumierten Videos früher oder später öffentlich werden und auch mit deinem Namen in Verbindung gebracht werden könnten“, resümiert außerdem Brett Thomas in seinem Blog.

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Auch Hacker haben Interesse

„Vice“ hat den Test gemacht und die Übermittlungsdaten ausgelesen. So sendet die Porno-Seite „Xnxx¶ Daten an Google, an eine Analyse-Firma „Addthis“ und an ein Werbenetzwerk mit dem Namen „Pornvertising“ – selbst dann, wenn man im Privatmodus surft. Laut Thomas ist also eine Veröffentlichung von Porno-Vorlieben durch Amateur-Hacker eine stetig wachsende Gefahr, denn die Daten verteilen sich über verschiedene Plattformen. Hacker könnten diese verkaufen oder Nutzer damit erpressen.
Aktuell profitieren vor allem Werbekunden von genauen Informationen über ihre Zielgruppe. Im Falle einer Veröffentlichung der Porno-Verläufe mag das für uns in Deutschland einfach nur peinlich sein, doch in einigen Ländern werden Menschen mit bestimmten sexuellen Vorlieben unterdrückt und verfolgt.

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Was kann ich gegen das Tracking tun?

Ganzheitliche Anonymität ist im Internet unmöglich. Doch man kann seine Spuren so gut es geht verwischen: etwa über das Portal „Hidester“. Bei diesem kostenlosen Dienst können Nutzer mit einer anderen IP-Adresse als ihrer eigenen durch das Netz surfen. Dafür muss man in die Suchmaske einfach den Link der Seite eingeben, die man anonym besuchen möchte. Zwar kann auch das nicht komplett vor Tracking schützen, die Erstellung eines digitalen Fußabdrucks wird aber zumindest erschwert.

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